AvenirSocial - Professionelle Soziale Arbeit Schweiz

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Februar 2016 - Newsletter AvenirSocial Sektion Bern

Sommaire

Editorial

Liebe Kolleginnen und Kollegen

Wir freuen uns, wenn Sie unseren Newsletter in Ihrem Team bekannt machen. Hier können Sie den Newsletter persönlich abonnieren.

Dienstag, 26. April 2016: Mitgliederversammlung 2016
Ort: Bern, Gewerbliche Berufsschule GIBB
Zeit: 18.00 Uhr

Um 18.00 Uhr werden wir die üblichen statutarischen Geschäfte behandeln und über die laufenden Aktivitäten der Sektion und AvenirSocial Schweiz informieren. Zum Ausklang bietet sich das gemeinsame Nachtessen an im Löscher in der ehemaligen Feuerwehrkaserne Viktoria um 20.00 Uhr: Alle Mitglieder, die sich im Verband aktiv engagieren sind zum Essen eingeladen. Sonst auf eigene Kosten.

Wir freuen uns auf Ihre Anmeldung bis spätestens am 18. April 2016: bern (at) avenirsocial.ch

Möchten Sie gerne aktiv bei Vernehmlassungen, bei politischen Engagements oder im Vorstand der Sektion Bern mitwirken? Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme.

Genauere Informationen werden allen Mitgliedern Mitte Februar per Post zugestellt. Anträge von Mitgliedern sind bis spätestens am Dienstag, 22. März 2016 schriftlich einzureichen an:
AvenirSocial Sektion Bern, Schwarztorstrasse 22 PF 356, 3000 Bern 14

2x NEIN zum Abbau der Prämienverbilligungen am 28. Februar 2016
Mit einem doppelten Nein am 28. Februar können wir sicherstellen, dass die gesetzlichen Grundlagen wieder korrigiert werden.

Um die Prämienlast erträglich zu halten, sah das Gesetz bisher vor, dass mindestens das einkommenschwächste Viertel der Bevölkerung eine Prämienverbilligung erhalten muss. Weil der Grosse Rat dieses Sozialziel gestrichen hat, könnten künftig sowohl die Zahl als auch die Höhe der Prämienverbilligungen beliebig reduziert werden. Gegen diesen Freipass wehren wir uns.
Der Abbau bei den Prämienverbilligungen trifft in erster Linie Personen des unteren Mittelstands und Familien. Damit droht, dass wirtschaftlich eigenständige Menschen in die Sozialhilfe gedrängt werden.

Hier können Banner heruntergeladen sowie Flyer und Plakate bestellt werden.
Wer bei Verteilaktionen am 8. / 16. / 18. / 23. Februar mithelfen will oder anders aktiv in der Abstimmungskampagen mitwirken möchte, kann sich hier melden.

Fachtagung Tannenhof am Freitag, 29. April 2016

„Sind wir alle Gaga?" oder der Mythos vom Massenleiden.

Die 18. Fachtagung im Tannenhof findet am Freitag, 29. April 2016 statt, 13.30 bis 17.00 Uhr.
Sie verspricht wiederum sehr vielseitige Blickwinkel und spannende Kontakte. Wer die Tagung noch nicht kennt, sollte sie kennen lernen! Das Detailprogramm ist hier zu finden.

Fachtagung Schulsozialarbeit vom 11. Mai 2016
Auch dieses Jahr organisiert die Fachgruppe Schulsozialarbeit AvenirSocial Espace Mittelland eine spannende Fachtagung, reservieren Sie sich schon heute das Datum vom Mittwoch 11. Mai an der Berner Fachhochschule. Thema:

Gemeinsam aktiv: Schulsozialarbeit und Eltern zum Wohle des Kindes

Die Zielgruppe der Schulsozialarbeit sind Schülerinnen und Schüler. Die Erfahrungen der letzten Jahre haben gezeigt, dass der Beratungsprozess wirkungsvoller und nachhaltiger ist, je stärker die Eltern bzw. Erziehungsberechtigten einbezogen werden.
An der diesjährigen Fachtagung stellen wir uns den Fragen nach einer gelingenden Kooperation, nach der Unterstützung der Eltern in ihrem Erziehungsauftrag und nach den Möglichkeiten und Grenzen der Beiträge der Schulsozialarbeit in diesem Bereich.
Am Vormittag zeigt Michael Biene (Mitbegründer der Systemischen Interaktionstherapie und –beratung) auf, wie er Eltern in den Beratung- und Hilfeprozess einbindet. In einem zweiten Referat von Ursula Bühlmann geht es um lösungsfokussiertes Arbeiten mit Kinder und Jugendlichen und ihrem System. Um die Arbeit mit Familien mit einem Migrationshintergrund geht es im Input von Claudia Sacchetti.
Am Nachmittag werden in sechs verschiedenen Workshops die Inhalte des Vormittags und weitere spannende Themenfelder bearbeitet, vertieft und mit den Teilnehmer und Teilnehmerinnen in die Praxis der Schulsozialarbeit übertragen.

Das definitive Programm mit Anmeldetalon erhalten Schulsozialarbeiter/innen Ende Februar per Post zugestellt oder Sie können dieses auch ab Mitte Februar hier herunterladen.

Mittagstreffen 2016: jeden ersten Donnerstag im Monat in Bern, Biel, Langenthal und Thun
Jeden ersten Donnerstag im Monat treffen sich Berufskolleg/innen in Bern, Biel, Langenthal und Thun zu einem gemeinsamen Mittagessen. Eine gute Gelegenheit, Kontakte zu erweitern und zu vertiefen. Wäre dies etwas für Sie? Nähere Informationen.

Chancen und Risiken der Subjektfinanzierung für Menschen mit einer Behinderung
Ab dem 1. Januar 2016 werden rund 80 Menschen mit Behinderung, die heute privat oder in einer Institution wohnen, mit dem neuen System wohnen und arbeiten. Das ist ein Meilenstein in der Umsetzung des Behindertenkonzepts und auf dem Weg zu mehr Selbstbestimmung und Eigenverantwortung für Menschen mit Behinderung. Bereits läuft das Anmeldeverfahren für rund 500 weitere Plätze im nächsten Jahr. Ab 2017 sollen dann weitere 1000 Personen dazu kommen.
In Zukunft soll primär der individuelle Unterstützungsbedarf von erwachsenen Menschen mit einer Behinderung und erst in zweiter Linie die leistungserbringende Institution finanziert werden. Damit setzt der Kanton Bern sein Behindertenkonzept um.

Zu unserer Stellungnahme zum Behindertenbericht 2016 (August 2015 publiziert).

AvenirSocial Sektion Bern unterstützt die mit der Subjektfinanzierung angestrebten Ziele der Stärkung der Selbstbestimmung, Gleichstellung und Wahlfreiheit. Nach wie vor erachten wir die Vorgabe der Kostenneutralität als eine höchst problematische Rahmenbedingung, welche dazu führen kann, dass die angestrebten Ziele qualitativ nicht erfüllbar werden können. Verstärkt wird dieses Risiko dadurch, dass die Anforderungen an Qualität und Aufsicht der zu erbringenden Leistungen eindeutig ungenügend definiert sind.

Weiter besteht das absehbare, grosse Risiko, dass sich die Arbeits- und Ausbildungsbedingungen wesentlich verschlechtern werden. Damit dies nicht Realität wird, braucht es hierzu verbindliche kantonale Vorgaben.

Wer sich hierfür gerne aktiv im Berufsverband mit engagieren möchte, ist herzlich willkommen.

Stärkung der Interdisziplinarität in den KESB-Präsidien neu im Gesetz verankert
Voraussichtlich per 1. April 2016 soll das teilrevidierte Kindes- und Erwachsenenschutzgesetz KESG in Kraft treten. Der Grosse Rat hat am 25.11.15 die Gesetzesänderungen verabschiedet.

Neu können Personen mit einem Masterabschluss in den Disziplinen Soziale Arbeit, Pädagogik, Psychologie oder Medizin oder einer vergleichbaren Ausbildung vom Regierungsrat als Präsidentin oder Präsident einer KESB ernannt werden, wenn sichergestellt ist, dass ein/e Juristin mit Abschluss gemäss Art. 8,1 im Spruchkörper vertreten ist.

AvenirSocial Sektion Bern hat sich in der Vernehmlassung und anlässlich der Anhörung in der vorberatenden Kommission erfolgreich für die Öffnung der Präsidien engagiert. Mehr Informationen.
Inserat
Weiterbildung in Sozialer Arbeit: Infoabend am 6. April in Zürich
Egal, in welchem Handlungsfeld Sie tätig sind: Eine Weiterbildung in Sozialer Arbeit an der ZHAW bringt Sie gezielt vorwärts. Wir bieten CAS und MAS zu allen relevanten Schwerpunktthemen: «Kindheit, Jugend und Familie», «Delinquenz und Kriminalprävention», «Community Development und Migration», «Soziale Gerontologie», «Sozialrecht», «Sozialmanagement» sowie «Supervision, Coaching und Mediation». Wir freuen uns auf Sie.
Anmeldung Infoabend


Inserat
Der Master in Sozialer Arbeit in der Praxis: Absolventinnen und Arbeitgeber erzählen
Im Master-Studiengang werden die im Bachelor erworbenen Grundlagen wissenschaftsbasiert und anwendungsorientiert erweitert. Die Studierenden werden befähigt, neue Lösungen für komplexe Aufgabenstellungen zu entwickeln, in interdisziplinären Konstellationen mit Blick fürs Ganze aufzutreten und zu handeln sowie Evaluations- und Forschungsarbeiten zu planen und durchzuführen – immer mit direktem Bezug zur Praxis.
Jetzt neu: Absolventen und Arbeitgeberinnen erzählen im Video über ihre Erfahrungen
Weitere Infos zum Master in Sozialer Arbeit



Tagung Sucht und Soziale Arbeit: Anmeldeschluss am 18. Februar 2016
Cannabis und Alkohol, Kokain, Glücksspiel. Suchtprobleme sind in der Schweiz weit verbreitet: Die Professionelle der Sozialen Arbeit kommen oft mit betroffenen Menschen in Berührung. Ihnen obliegt daher eine grosse Verantwortung, mit der sie sich manchmal hilflos fühlen. Um einen Austausch zu ermöglichen, findet am 1. März 2016 in Biel eine Nationale Tagung zum Thema Suchtprobleme statt. Die Tagung wird gemeinsam organisiert von AvenirSocial, dem Fachverband Sucht und dem GREA. Sie richtet sich an Professionelle, die nicht spezifisch im Suchtbereich arbeiten. Mitglieder von AvenirSocial erhalten eine Preisermässigung (180.- statt 220.-) Anmeldeschluss ist der Donnerstag 18. Februar 2016.
Programm und Anmeldung.

Nein zur Durchsetzungsinitiative!
AvenirSocial hat sich der Koalition der NGO angeschlosssen, die sich gegen die Durchsetzungsinitiative einsetzt. Diese Koalition wird eine aktive Kampagne gegen die Volksinitiative der SVP führen. Die Durchsetzungsinitiative trifft uns alle: Rund ein Viertel der Menschen in der Schweiz sind als Ausländerinnen und Ausländer direkt betroffen. Für sie würde die Initiative bedeuten, dass sie auch als Secondos und Secondas und unabhängig davon, wie gut sie integriert sind, von heute auf morgen aufgrund des geringsten Vergehens automatisch und ohne Berücksichtigung der persönlichen Umstände ausgeschafft würden. Damit wirft die Initiative alles in einen Topf: Sozialmissbrauch, Völkermord, Vergewaltigung, Menschenhandel ... Die Durchsetzungsinitiative ist nicht vereinbar mit der Demokratie, den Grundrechten und dem Rechtsstaat. Sie führt zu systematischen Verletzungen der EMRK und riskiert damit, dass die Schweiz aus der Konvention und aus dem Europarat austreten muss. Aus all diesen Gründen ruft AvenirSocial dazu auf, am 28. Februar 2016 ein Nein gegen diese gefährliche Initiative in die Urne zu legen!
Mehr zum Thema
Revidierte Definition der Sozialen Arbeit
Die Generalversammlung des Internationalen Federation of Social Workers (IFSW) vom Juli 2014 in Melbourne hat die revidierte Fassung der Definition im englischen Original verabschiedet. Eine Übersetzung in eine andere Sprache ist immer anspruchsvoll und kann nie vollständig übermitteln, was im Originaltext an kulturellen Codes alles mittransportiert wird. AvenirSocial misst den berufs- und gegenstandstheoretisch korrekten Aussagen zur Profession und Disziplin Sozialer Arbeit höhere Bedeutung zu. Unter sorgfältiger Nutzung vielfältigem Fachwissen wurde daher innerhalb des Verbandes eine deutschsprachige Fassung der Definition ausgearbeitet. AvenirSocial veröffentlicht zum Jahresbeginn 2016 nun diese nach gegenstandstheoretischen, berufsethischen und berufspolitischen Kriterien verfasste Übersetzung der IFSW/IASSW Definition der Sozialen Arbeit.
Zur Definition.

World Social Work Day am 15. März in Genf
Die IFSW Vertretung an der UN in Genf lädt ein zum WSWD 2016. Referate, Panel-Diskussionen und Austauschmöglichkeiten mit Fachpersonen aus der UN und der internationalen Sozialarbeit zum Thema „Flüchtlinge und Vertriebene: Die Rolle der Sozialen Arbeit“ sind geplant. Weitere Informationen werden laufend auf der Website von IFSW publiziert. Anmeldung notwendig.Haben Sie oder Ihre Organisation ein sozialarbeiterisches Projekt im Zusammenhang mit Flüchtlingen und/Vertriebene lanciert? IFSW sucht genau Ihr und weltweit viele andere Projekte, um auf der IFSW Webseite und am WSWD zu dokumentieren, was Soziale Arbeit weltweit in diesem Bereich alles leistet. Anmeldung sowie Auskunft erhalten Sie unter:

Broschüre Diskriminierung: Ein Leitfaden für die Praxis der Sozialen Arbeit
Rassistische Diskriminierung wird auch in der Sozialen Arbeit lange nicht immer erkannt. Sei es, dass Andeutungen von Klientinnen und Klienten ungehört verschallen, sei es, dass Sozialarbeitende sich mitunter selber von oft unbewussten Vorurteilen leiten lassen. AvenirSocial hat deshalb zusammen mit der Fachstelle für Rassismusbekämpfung FRB des Bundes einen Leitfaden in Form einer Broschüre für die Praxis erarbeitet.
In der Februarausgabe von SozialAktuell liegt der Leitfaden bei und ein Begleitartikel stellt die Broschüre in den Kontext der Sozialen Arbeit. Weitere Exemplare können unentgeltlich bezogen werden bei:
AvenirSocial Schweiz:
Fachstelle für Rassismusbekämpfung:
oder die Broschüre liegt hier zum Download bereit.

Vernehmlassung zum Übereinkommen des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt
AvenirSocial nimmt die Möglichkeit wahr, Stellung zur Vernehmlassung zum Übereinkommen des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt zu nehmen. AvenirSocial begrüsst grundsätzlich die Ratifizierung der Konvention durch die Schweiz. Mit der Ratifizierung der sog. Istanbul-Konvention bekennt sich die Schweiz zum Ziel, Frauen und Mädchen wirkungsvoll vor geschlechtsspezifischer Gewalt zu schützen, gibt den einzelnen Massnahmen einen umfassenden Rahmen und verpflichtet sich, vorhandene Lücken zu schliessen.
Inhaltlich schliessen wir uns der Vernehmlassung des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes an. Wir empfehlen dabei die von der Schweiz genannten Vorbehalte mit grösster Zurückhaltung anzubringen. Insbesondere ist auf den Vorbehalt zum Aufenthaltsstatus unbedingt zu verzichten und stattdessen ein Rechtsanspruch auf ein eigenständiges Aufenthaltsrecht für alle Opfer von Gewalt zu verankern. Die Angst vor einem Verlust des Aufenthaltsrechts kann Frauen davon abhalten, eine Klage wegen häuslicher Gewalt einzureichen.
Weitere Infos zur Konvention