AvenirSocial - Professionelle Soziale Arbeit Schweiz

Choisissez une section
Suisse
Argovie
Bâle Ville et Campagne
Berne
Fribourg
Genève
Grisons
Neuchâtel
Suisse orientale
Soleure
Vaud
Valais
Suisse centrale
Zürich

April 2015 Newsletter AvenirSocial - Sektion Bern

Sommaire

Editorial

Liebe Kolleginnen und Kollegen

Wir freuen uns, wenn Sie unseren Newsletter in Ihrem Team bekannt machen. Hier können Sie den Newsletter persönlich abonnieren.

Interdisziplinarität und Fachlichkeit stärken: Stellungnahme zur KESG-Revision
Wir danken allen Mitgliedern, welche mit ihrer Rückmeldung, Einschätzung und ihren Diskussionsbeiträgen zu unserer Stellungnahme beigetragen haben.

Der Kanton Bern hat trotz sehr schwieriger Startsituation die fachliche, rechtliche und organisatorische Jahrhundertreform gut gemeistert. Die fehlende Vorbereitungszeit wirkte sich zu Beginn massiv auf die Arbeitsbelastung aus und hatte anhaltend hohe Pendenzenberge zur Folge. Gut zwei Jahre nach dem Neuaufbau der KESB ist ein passender Zeitpunkt, um erste organisatorische Verbesserungen zu prüfen. Verbesserungen in organisatorischen Abläufen vorzunehmen, um die Effizienz zu steigern, begrüssen wir grundsätzlich. Auch angezeigte Klärungen von Zuständigkeiten sowie von Zusammenarbeitsfragen begrüssen wir grundsätzlich.

Wir haben die vorgeschlagenen Gesetzesanpassungen auf ihre voraussichtlichen Auswirkungen in fachlicher und organisatorischer Hinsicht eingehend geprüft und festgestellt,
• dass die vorgesehene Erweiterung der Einzelzuständigkeit des Präsidiums zu einer noch stärkeren Belastung des heutigen „Nadelöhrs“ führen wird und
• dass bestimmte neue Einzelzuständigkeiten aus fachlicher Sicht erhebliche Risiken in sich bergen.

Eine weitere, zusätzliche Gesetzesanpassung erachten wir als dringend notwendig und im Interesse einer effizienten sowie auch fachlich breit abgestützten Behörde: Die Ermöglichung der Interdisziplinarität in der Geschäftsleitung der KESB.

Zu unserer Stellungnahme im Detail.

Dienstag, 21. April 2015: Mitgliederversammlung 2015
Ort: Altes Tramdepot in Bern
Zeit: ab 17.00, bzw. 18.00 Uhr

Zum Auftakt können Angemeldete von 17.00 bis 17.30 Uhr an einer Führung durch die Brauerei des Tramdepots teilnehmen.
Um 18.00 Uhr werden wir die üblichen statutarischen Geschäfte behandeln und über die laufenden Aktivitäten der Sektion und AvenirSocial Schweiz informieren. Zum Ausklang bietet sich das gemeinsame Nachtessen im Tramdepot um 20.00 Uhr an: Alle Mitglieder, die sich im Verband aktiv engagieren sind zum Essen eingeladen. Sonst auf eigene Kosten.

Eine Anmeldung für die Führung und das Nachtessen ist erforderlich bis spätestens am 12. April 2015.

Initiative gegen den Abbau der Prämienverbilligungen bitte unterschreiben
AvenirSocial Sektion Bern ist Mitglied im Komitee «Bewährte Prämienverbilligungen». Um den unsozialen Abbau bei den Prämienverbilligungen rückgängig zu machen, hat das Komitee im März 2015 parallel zum Referendum die Initiative «Ja zu den bewährten Prämienverbilligungen – für Familien und Mittelstand» lanciert.

Unterschreiben Sie jetzt -zusätzlich zum Referendum - die Initiative und schaffen Sie mit uns die Voraussetzungen dafür, dass der Kanton Bern wieder ein verlässliches und zielgerichtetes System der Prämienverbilligungen hat. Unterschriftenbogen zur neuen Initiative können hier online ausgedruckt oder bei uns bestellt werden.

Ziel der Initiative ist, die im Rahmen der Angebots- und Strukturüberprüfung ASP im November 2013 beschlossene Sparmassnahme bei den Prämienverbilligungen rückgängig zu machen. Dazu werden sowohl die Anzahl der ausgerichteten Prämienverbilligungen, als auch die Höhe der Prämienverbilligungen auf dem Stand von 2013 im Gesetz verankert. Es handelt sich gewissermassen um eine Wiederherstellungs-Initiative, die auch verhindert, dass die Prämienverbilligungen zum finanzpolitischen Spielball werden.

Wie wirken sich die Kürzungen ganz konkret auf das Budget von Menschen aus, welche bis 2013 eine Prämienverbilligung erhalten hatten und ab 2014 ohne Prämienverbilligung auskommen müssen?
Das kantonale Amt für Sozialversicherungen ASV hat drei typisierte Beispiele berechnet und uns freundlicherweise zur Verfügung gestellt.

Psych – Wegweiser für psychische Gesundheit im Kanton Bern
Sozialarbeitende sind in ihrem Berufsalltag immer wieder mit dem Thema psychische Gesundheit konfrontiert. Sozioökonomische Benachteiligung geht oft mit psychischen Beeinträchtigungen einher. Es ist für Betroffene und Angehörige, manchmal sogar für Fachpersonen nicht immer einfach zu wissen, was zu tun ist, wenn jemand von einer psychischen Störung betroffen ist.

Die neue Website www.psy.ch – Wegweiser für psychische Gesundheit im Kanton Bern ist seit letzten Herbst im Netz und soll hier Abhilfe schaffen. Auf psy.ch finden sich Beschreibungen und Adressen von Beratungs-, Selbsthilfe-, und Therapieangeboten im Kanton Bern. Zudem werden die wichtigsten Fragen rund um das Thema psychische Gesundheit und Krankheit beantwortet. Psy.ch soll Menschen ermutigen, aktiv zu bleiben und sich Unterstützung zu holen.
Auftraggeber dieser Website ist die Gesundheits- und Fürsorgedirektion.

Ab sofort können hier Plakate, Flyer und Steller kostenlos bestellt werden, um Klientinnen und Klienten für das Thema zu sensibilisieren.


Inserat
Veränderung und Strategie – Management in Nonprofit-Organisationen
In Zürich an der ZHAW, Soziale Arbeit
Nonprofit-Organisationen befinden sich heute mehr denn je im Wandel und stehen unter stetem Kostendruck. Für den Erfolg ist entscheidend, dass Veränderungen strategisch aktiv und bewusst gestaltet werden. Dies bedingt Wissen über Eigenschaften und Funktionsweisen von Organisationen und Strategien genauso wie die Fähigkeit, Dynamiken zu nutzen und Haltungen zu ändern. Der CAS vermittelt dazu praxisnah und umsetzungsorientiert Modelle, Methoden und Instrumente.

Detaillierte Informationen

CAS-Start im Januar 2016, Infoveranstaltung am 15. April 2015, hier geht’s zur Anmeldung

Inserat
Master in Sozialer Arbeit:
Qualifizieren Sie sich für anspruchsvolle Aufgaben in Praxis, Forschung und Lehre.

Sind Sie eine engagierte Fachkraft der Sozialen Arbeit, die neben der praktischen Arbeit auch Aufgaben in den Bereichen Entwickeln und Problemlösen übernehmen möchte? Mit einem Master in Sozialer Arbeit eröffnen sich Ihnen Positionen, die bis anhin häufig durch Fachkräfte aus Psychologie, Recht und Soziologie besetzt worden sind: Anspruchsvolle Stabs- und Linienfunktionen bei Sozial- und Gesundheitsdepartementen, Stiftungen, Non-Profit-Organisationen oder bei Unternehmen mit Schwerpunkt Corporate Social Responsibility. Auch für eine Tätigkeit in Forschung und Lehre bei einer Bildungsinstitution wird häufig der Master vorausgesetzt.

Detaillierte Informationen zum Studiengang

Bei Fragen melden Sie sich bei Natascha Grimm

Welttag der Sozialen Arbeit
Am 17. März fand der Welttag der Sozialen Arbeit statt - Gelegenheit, die Rolle der Professionellen der Sozialen Arbeit zu beleuchten, die derzeit von allen Seiten angegriffen wird. AvenirSocial – Soziale Arbeit Schweiz setzt sich für eine sachliche Diskussion und eine qualitativ hochwertige Soziale Arbeit ein.

Medienmitteilung
Delegiertenversammlung vom 26. Juni 2015
Die diesjährige Delegiertenversammlung von AvenirSocial findet am Freitag 26. Juni 2015 im PROGR in Bern statt. Nebst den ordentlichen Traktanden und einem thematisch-inhaltlichen Austausch werden wir auf das 10-jährige Jubiläum von AvenirSocial anstossen. Wir freuen uns, Sie an der Delegiertenversammlung zu begrüssen. Reservieren Sie sich bereits heute den 26. Juni 2015.
AvenirSocial in den Medien
AvenirSocial war in letzter Zeit in verschiedenen Medien präsent und hat dabei die Stimme der Professionellen der Sozialen Arbeit vertreten.

Le Temps
InterCités
Bote der Urschweiz
SKOS Vernehmlassungsantwort : AvenirSocial spricht sich gegen Leistungskürzungen aus
AvenirSocial spricht sich in seiner Vernehmlassungsantwort gegen die Leistungskürzungen bei den bedürftigen Zielgruppen der Jungen und kinderreichen Familien sowie gegen erweiterte Sanktionsmöglichkeit aus. Sie appelliert an die SKOS, den Erkenntnissen der von ihr in Auftrag gegebenen wissenschaftlichen Studien zu folgen, die eine Erhöhung des Grundbedarfs empfehlen. Bei den Leistungen mit Anreizcharakter sowie bei den situationsbedingten Leistungen fordert AvenirSocial den Status quo.

Weitere Informationen

JA zur Stipendieninitiative
AvenirSocial ist von der Wichtigkeit eines einheitlichen Stipendienwesens in der Schweiz überzeugt, wie es die am 14. Juni zur Abstimmung kommende Stipendieninitiative des Verbands der Schweizer Studierendenschaften VSS fordert.
Die Initiative will, dass die 26 kantonalen Stipendienwesen harmonisiert werden. Die heutige Freiheit, über welche die Kantone bei der Gewährung von Stipendien verfügen, führt zu grossen kantonalen Unterschieden. Der Erhalt eines Stipendiums hängt derzeit stärker vom Wohnkanton als von der persönlichen finanziellen Lage der Gesuchstellenden ab.
Der Zugang zur Tertiärbildung muss in der Schweiz für alle gewährleistet sein, unabhängig von den finanziellen Mitteln der Studierenden und ihrer Familien. Die Harmonisierung der kantonalen Stipendienwesen ist ein kleiner Schritt im Kampf gegen die Chancenungleichheit im Schweizer Bildungssystems, von der auch die Ausbildungen im Bereich der Sozialen Arbeit betroffen sind
Einheitliche Stipendien, die das Existenzminimum decken, wie dies die Volksinitiative fordert, sind zudem ein erfolgreiches Instrument, um die Inanspruchnahme von Sozialhilfe bei den Jungen zu verringern.
Aus diesen Gründen empfiehlt AvenirSocial am 14. Juni ein Ja zur Stipendieninitiative.

Kinderrechte in der Schweiz: 108 Empfehlungen des UNO-Kinderrechtsauschusses
Die Schlussbemerkungen des UNO-Kinderrechtsausschusses sind das Resultat aus der Prüfung des Schweizer Staatenberichts, dem alternativen Bericht von Nichtregierungsorganisationen (NGOs) sowie der Anhörung der NGOs im Juni 2014 und einer Schweizer Staatendelegation im Januar 2015.

Die Empfehlungen im Detail
Informationen des Bundes
Schutzfaktor M
Die SVP lanciert eine Volksinitiative, welche die Schweiz systematisch zur Kündigung oder zum Bruch völkerrechtlicher Verträge zwingen möchte. Besonders gefährdet sind die Menschenrechte in der Schweiz. Im Rahmen der Kampagne «Schutzfaktor M» rufen darum rund 50 Partnerorganisationen, unter anderem AvenirSocial, dazu auf, jeder Unterschrift für die SVP-Initiative eine Stimme für unsere Menschenrechte entgegenzustellen.

Kampagnenwebseite

3. Internationaler Kongress der Schweizerischen Gesellschaft für Soziale Arbeit (SGSA)
Im Zentrum des 3. Internationalen Kongresses der Schweizerischen Gesellschaft für Soziale Arbeit vom 3. und 4. September 2015 im Toni-Areal in Zürich stehen «Übergänge in der Sozialen Arbeit» auf vier Ebenen:

Gesellschaftliche Übergänge: Transformationen der staatlichen, politischen, sozialen und ökonomischen Rahmenbedingungen Sozialer Arbeit in der Schweiz und Europa
Institutionsbezogene Übergänge: Übergänge in, zwischen und aus Institutionen heraus
Professionelle Übergänge: Entwicklungen der Sozialen Arbeit als Profession und Disziplin im Sinne der professionellen Praxis und der akademischen Wissensproduktion
Biografische Übergänge: Verletzbarkeiten, Krisen und Unterstützungsbedarf im Leben der Adressatinnen und Adressaten der Sozialen Arbeit

Seit der Entstehung des sozialen Sektors im 19. Jahrhundert stellt sich die Frage nach den Grenzen der Interventionen der Sozialen Arbeit. Wo enden die Wirkungsmöglichkeiten der Sozialen Arbeit, wo beginnt die Eigenverantwortung der Betroffenen? Die Auseinandersetzung mit dem Verhältnis von kollektiver und individueller Verantwortung für krisenhafte Lebensereignisse in der Sozialen Arbeit bleibt bis heute aktuell. Nicht zuletzt gilt es zu klären, für welche Krisen und Übergänge im Lebenslauf eine fachliche Massnahme nötig ist und für welche nicht, wo also auch Pädagogisierungen sozialer Probleme zu kritisieren sind. Im Rahmen von empirischen, theoretischen und anwendungsbezogenen Beiträgen werden diese Fragen in Plenumsvorträgen, Symposien und Workshops aufgegriffen.

Weitere Informationen zum Kongress