AvenirSocial - Professionelle Soziale Arbeit Schweiz

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Preis für die besten Diplomarbeiten

Am 14. November 2014 fand die diesjährige Diplomverleihung des Studiengangs Soziale Arbeit an der Hes-so Wallis in Siders statt. AvenirSocial Sektion Wallis hatte die grosse Ehre, zwei Diplomarbeiten auszuzeichnen, die sich in besonderer und herausragender Weise mit einem Thema aus der Praxis der Sozialen Arbeit auseinandersetzen. Zwei Arbeiten, die dem Anspruch gerecht werden, Veränderungen zu fördern und weitere Möglichkeiten für die Professionellen in der Sozialen Arbeit zu schaffen.

AvenirSocial Sektion Wallis hat anlässlich der Diplomfeier zwei Preise verliehen: Einen Preis für die beste Diplomarbeit im frankofonen und einen Preis für die beste Diplomarbeit im deutschsprachigen Studiengang.

"Das Mögliche ist beinahe unendlich, das Wirkliche streng begrenzt, weil doch nur eine von allen Möglichkeiten zur Wirklichkeit werden kann. Das Wirkliche ist nur ein Sonderfall des Möglichen und deshalb auch anders denkbar. Daraus folgt, dass wir das Wirkliche umzudenken haben, um ins Mögliche vorzustossen." (Friedrich Dürrenmatt, "Justiz")

Die Abgängerinnen und Abgänger des Studiengangs Soziale Arbeit haben sich dazu entschlossen, einen gesellschaftlichen Beitrag zu erbringen. Insbesondere an diejenigen Menschen oder Gruppen, die vorübergehend oder dauernd in der Verwirklichung ihres Lebens illegitim eingeschränkt oder deren Zugang zu und Teilhabe an gesellschaftlichen Ressourcen ungenügend sind.

AvenirSocial - Soziale Arbeit Schweiz - vertritt die Interessen der Professionellen mit einer Ausbildung in der Sozialen Arbeit. Unser Ziel ist es, die ehemaligen Studierenden und künftigen Profis untereinander zu vernetzen und ihre beruflichen, wirtschaftlichen und sozialen Interessen zu vertreten und zu wahren.

Die beste französischsprachige Arbeit mit dem Titel „Dilemmes éthiques des intervenants sociaux travaillant avec la population NEM“ hat sich mit der Frage beschäftigt, inwieweit Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter, welche im Wallis mit abgewiesenen Asylbewerbern arbeiten, bedingt durch die rechtlichen und institutionellen Rahmenbedingungen mit ihren beruflichen und persönlichen ethischen Werten in Konflikt geraten. Die Arbeit zeigt auf, welcher Strategien sich die Fachleute bedienen, um diesen Konflikt zu entschärfen und somit das Leben der betroffenen Migrantinnen und Migranten zu verbessern. AvenirSocial Sektion Wallis gratuliert den beiden Preisträgerinnen Thyda BUNMAR & Stéphanie MALA-RUDAZ herzlich zu ihrer beeindruckenden Arbeit.

Die beste Arbeit des deutschsprachigen Studiengangs untersucht den Einfluss von Gewalterfahrungen auf die Selbsterfahrung und -darstellung männlicher Jugendlicher mit Migrationshintergrund. Die Autorin hat festgestellt, dass das Erleben von symbolischer Gewalt von diversen Faktoren abhängig ist, wie beispielsweise von der Befriedigung (nicht-)materieller Bedürfnisse und der Nähe zwischen erlernten Verhaltensweisen im Herkunftsmilieu und der Schulkultur. Die Quintessenz der Arbeit ist, dass je besser die Jugendlichen Verletzungen verarbeitet haben und je näher sie den Verhaltensweisen der Mehrheitsgesellschaft stehen, desto weniger Energie setzen sie in ihre Selbstdarstellungen und desto wahrscheinlicher kann davon ausgegangen werden, dass Gewalthandlungen als Konfliktlösungsstrategie vermieden werden. Herzliche Gratulation an Marijana MARJANOVIC für ihre herausragende Arbeit mit dem Titel "Selbstdarstellungen und symbolische Gewalt".

Die Soziale Arbeit hat Veränderungen zu fördern, die Menschen unabhängiger werden lassen – auch von der Sozialen Arbeit. Die Soziale Arbeit muss Lösungen für soziale Probleme erfinden, entwickeln und vermitteln.

Wir wünschen den künftigen Professionellen, dass sie stets so handeln, dass weitere Möglichkeiten entstehen.

AvenirSocial Sektion Wallis gratuliert allen Diplomandinnen und Diplomanden herzlich.

Für den Vorstand: Michael Schnidrig