AvenirSocial - Professionelle Soziale Arbeit Schweiz

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NL 05/14 Newsletter AvenirSocial - Sektion Bern

Sommaire

Editorial

Wir freuen uns, wenn Sie unseren Newsletter in Ihrem Team bekannt machen. Hier können Sie den Newsletter persönlich abonnieren.

Online sammeln für die Petition für ein soziales Existenzminimum: Erlebnisbericht und Video zum Teilen. Erster Rückruf gesammelter Unterschriften.
Aktuell haben wir Kenntnis von ca. 5000 gesammelten Unterschriften, davon 1000 online. Und wir sammeln gemeinsam bis am 23. Mai 2014 noch viel mehr!

Wir bitten hierzu um Ihre aktive Mithilfe, insbesondere für die online-Sammlung.

Bitte teilt diese Links zum Video der Theateraktion einer Gruppe Sozialarbeitender und zum Erlebnisbericht eines Sozialhilfeempfängers auf Facebook oder sendet sie bitte per Rundmail an eure Freundinnen, Bekannten und Verwandten mit der Bitte, die Petition online hier zu unterschreiben. Vielen Dank!

Wir sammeln auch weiterhin auf der Strasse, insbesondere in Thun und in Bern. Helfer/innen sind herzlich willkommen, siehe Webseite mit Daten in Thun und Kontaktpersonen.
Wir sammeln weiter bis am 23. Mai 2014. Die Petition wird am 10. Juni der Grossratspräsidentin übergeben.

Erster Rückruf: Bitte sendet uns jetzt volle und auch teilweise ausgefüllte Bogen per Post zurück, danke. Dies ermöglicht uns, besser einzuschätzen, wie viele Unterschriften wir gemeinsam gesammelt haben. Einen zweiten Rückruf machen wir bei Abschluss der Sammlung.

Herzlichen Dank allen Sammlerinnen und Sammlern!

22. Mai 2014: Vorträge: Umgang mit Stigmas und Tabus in der Bekämpfung von Armut

Vorgestern – heute – morgen.

Abendveranstaltung am Donnerstag, 22. Mai 2014, 18.30 bis 20.45 Uhr in Bern, Hotel Bern.
Referate: Dr. Tanja Rietmann, Historikerin, Erna Jung, Sozialarbeiterin und Thomas Näf, Präsident KABBA. Offene Diskussion mit Teilnehmenden.
Detailprogramm.

JA zur Mindestlohn-Initiative: Abstimmung am 18. Mai
AvenirSocial Sektion Bern empfiehlt ein „JA zur Mindestlohn-Initiative“ des SGB (Schweizerischer Gewerkschaftsbund).
Existenzsichernde Mindestlöhne ermöglichen Einzelpersonen, ihre existentiellen Bedürfnisse autonom und aus eigener Kraft zu befriedigen. Existenzsichernde Mindestlöhne ersparen Steuergelder in der Sozialhilfe und bei der Prämienverbilligung. Existenzsichernde Mindestlöhne können Gesundheitskosten senken. Zu unserer Medienmitteilung.

2x JA zum Pensionskassengesetz, Stichfrage: Hauptantrag: Abstimmung am 18. Mai
Im Pensionskassengesetz ist die - unumgängliche - Sanierung der Bernischen Pensionskasse (BKP) und der Bernischen Lehrerversicherungskasse (BLVK) mit hart ausgehandelten Übergangsregelungen abgefedert. Das Gesetz wird für Versicherte zwar Verschlechterungen bringen. Aber bei einer Ablehnung des Gesetzes müssten noch deutlich höhere Sanierungsbeiträge geleistet werden.
Deshalb empfehlen wir im Interesse unserer beim Kanton und bei subventionierten Institutionen mit Beitragsprimat angestellten Mitglieder ein doppeltes JA, bei der Stichfrage: Hauptantrag. Nähere Informationen.

Glücklich und Unglücklichsein: Kurzbericht 16. Fachtagung im Tannenhof
Etwa 200 Personen folgten den sehr informativen und zur Selbstreflexion anregenden Referaten am Freitag, 3. Mai 2014. Bruno Bieri beeindruckte sehr mit seinen künstlerischen musikalischen Zwischenspielen. Richard Märk, Leiter des Tannenhofs, lud anschliessend zum sehr leckeren Fondue über offenem Feuer.

René Meier stellte 5 Schlüssel zum Glück vor. Ria Eugster zeigte anhand der Resultate der Hirnforschung, welche Bedeutung der eigenen Wahrnehmung zukommt und wie sie geändert werden können. Norbert Thom stellte Erkenntnisse zu Arbeitszufriedenheit und Glück vor. Lukas Niederberger plädierte dafür, sich vom Glück suchen zu lassen. Wilhelm Schmid unterschied Zufallsglück, Wohlfühlglück und dauerhaftes Glück. Er erinnerte daran, dass Glück und Unglück untrennbar zum Leben gehören und daran, dass Menschen, die unglücklich sein können, empfindsamer und sozial sensibler sind.
Hier finden Sie demnächst mehr zur Tagung.

Jahresbericht 2013 und Rückblick Mitgliederversammlung
Dieses Jahr waren wir in Thun zu Gast. Mario Mutzner stellte eindrücklich die Entstehung und die originelle Umsetzung der Sozialsafari Thun vor.

Neu in den Vorstand gewählt wurde Regula Widmer. Präsidentin Brigitte Hunziker trat aus dem Vorstand zurück. Sie engagiert sich weiterhin in der kantonalen Kommission für Sozial- und Existenzsicherungspolitik sowie in unserer Fachgruppe Schulsozialarbeit Espace Mittelland. Zum Jahresbericht 2013.

Unser Jahresbericht darf gerne interessierten BerufskollegInnen bekannt gemacht werden. Wir freuen uns über jedes Neumitglied.

Die Mitgliederversammlung beschloss, dass AvenirSocial Sektion Bern den Beitritt zur Dachverband „angestellte bern“ beantragen wird.

19. Juni 2014: Quartalstreffen für Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen

Donnerstag, 19. Juni 2014, 16.00 Uhr, in der Stiftung “Sunnenbühl” Konolfingen

Der Heimleiter, Rolf Fässler, lädt zu folgendem Thema ein:

Ausbildung im Betrieb:

• Ausbildung Sekundarstufe 2 (FaBe.. FaGe)
• Ausbildung auf Tertiärstufe (soz.Päd FH, HF, Uni)
• Vorpraktikanten braucht es das überhaupt noch, ist das nicht nur ein Ausnützen?
• Gibt es Unterschiede vom Kleinbetrieb zum Grossbetrieb?

Anmeldungen bitte bis 16. Juni 2014 an rolf.faessler (at) lag-sonnenbuehl.ch

Das Treffen ist offen für alle BerufskollegInnen, unabhängig, ob Mitglied im Berufsverband oder nicht. Selbstverständlich könnt ihr diese Einladung an eure KollegInnen weiterleiten.
Inserat
Inserat
Berufe der Sozialen Arbeit vorgestellt
Die Plattform www.sozialberufeschweiz.ch stellt Berufsbilder der Sozialen Arbeit vor. Audiovisuelle Portraits von Fachkräften und ihren Karriere- und Berufswegen geben Einblicke in unterschiedliche Tätigkeitsfelder. Ausserdem bietet sozialberufeschweiz.ch eine Suchmöglichkeit zu den Themen Jobs sowie Aus- und Weiterbildungen im Berufsfeld der Sozialen Arbeit. Unterstützt wird das Portal vom Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation SBFI, von Avenir Social, Sektion Ostschweiz sowie von der FHS St.Gallen, Hochschule für Angewandte Wissenschaften.

Stellungnahme im Rahmen der Vernehmlassung zum Gesundheitsberufe-Gesetz
Bei der Konsultation des Entwurfs zum neuen Gesundheitsberufe-Gesetz ist uns aufgefallen, dass die Soziale Arbeit darin nicht als Gesundheitsberuf berücksichtigt ist. Die im 2. Kapitel des Gesetzesentwurfes festgehaltenen geforderten Kompetenzen (Kenntnisse, Fertigkeiten und Fähigkeiten) treffen jedoch auf Absolventinnen und Absolventen der Bachelor-Studiengänge in Sozialer Arbeit genauso zu wie auf Absolventinnen und Absolventen der im Gesetzesentwurf explizit genannten Studiengänge.
Soziale Arbeit versteht sich seit ihrer Entstehung auch als Gesundheitsberuf. Sie trägt einen wesentlichen Teil zum bio-psycho-sozialen Wohlergehen von Menschen bei und unterstützt mit ihren Interventionen eine wirkungsvolle und effiziente Gesundheitsversorgung.

Vernehmlassungsantwort
Grundposition der NAS Marktregulierung in der Drogenpolitik
Eine Regularisierung des Marktes der (illegalen) psychoaktiven Substanzen erscheint AvenirSocial aus folgenden Gründen sinnvoll: Ein geeignetes Modell der Marktregulierung, insbesondere die Entkriminalisierung, würde den KonsumentInnen einen gewissen Schutz vor Marginalisierung bieten. Für die Professionellen der Sozialen Arbeit bedeutet eine Marktregulierung, die KonsumentInnen einfacher zu erreichen sowie besser greifende Präventionsmassnahmen umzusetzen. Die öffentliche Sicherheit würde mit geeigneten Modellen der Marktregulierung eher gewährleistet, da der Schwarzmarkt und die Beschaffungskriminalität reduziert werden. Deshalb unterstützt AvenirSocial, als Mitglied der nationalen Arbeitsgemeinschaft Suchtpolitik (NAS-CPA) diese Grundposition.

Zur Grundposition
Nein zur Pädophilie-Initiative
AvenirSocial spricht sich gegen die am 18. Mai 2014 zur Abstimmung kommende Pädophilie-Initiative aus. Wie bereits in der Vernehmlassungsantwort von AvenirSocial vom 31. Mai 2011 zum damals vorliegenden Gegenvorschlag sieht AvenirSocial in der neuen Verfassungsbestimmung keine Verbesserungen zum Schutz von unmündigen und anderen besonders schutzbedürftigen Personen vor einschlägig vorbestraften Tätern. Das anvisierte Ziel ist grundsätzlich zu befürworten, jedoch sind die geforderten Massnahmen zu restriktiv. Wird die Initiative abgelehnt, treten die von Bundesrat und Parlament verabschiedeten Gesetzesänderungen in Kraft, welche durch AvenirSocial begrüsst werden.
AvenirSocial möchte nicht nur dort ansetzen, wo es bereits zur Tat gekommen ist - wie die Initiative es vorsieht –, sondern bei der Prävention von Gewalt durch Ersttäter im familiären und institutionellen Bereich. Dies gelingt nur durch eine Informations- und Sensibilisierungskampagne, die sich an Kinder, Jugendliche und besonders schutzbedürftige Personen richtet, damit sich diese zusätzlich auch selbst gegen Übergriffe schützen und sich wehren können.

Abstimmungsempfehlung (auf Französisch)
Ja zur Mindestlohn-Initiative
AvenirSocial sagt Ja zur Initiative «Für den Schutz fairer Löhne» und hat die Initiative von Beginn an unterstützt. Die Mindestlohn-Initiative setzt einen wichtigen Meilenstein zur Realisierung eines existenzsichernden Einkommens. Armutsbekämpfung gehört zu den Kernaufgaben der Sozialen Arbeit. In der Schweiz darf es keine Working Poor (Arm trotz Arbeit) mehr geben. 400'000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in der Schweiz erhalten weniger Lohn, als sie mindestens zum Leben bräuchten, und einige von ihnen beziehen Sozialhilfe. Mit der Festlegung eines gesetzlichen Mindestlohnes für alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer verbessert die Initiative die Lage vieler Working Poor. Die Initiative fordert einen Mindestlohn von 22 Franken pro Stunde. Dies entspricht rund 4000 Franken im Monat. So viel braucht es mindestens, um in der Schweiz einigermassen leben zu können. Ein Mindestlohn ist eine wichtige Massnahme zur Überwindung der Armut.