AvenirSocial - Professionelle Soziale Arbeit Schweiz

Choisissez une section
Suisse
Argovie
Bâle Ville et Campagne
Berne
Fribourg
Genève
Grisons
Neuchâtel
Suisse orientale
Soleure
Vaud
Valais
Suisse centrale
Zürich

NL 01/14 Newsletter AvenirSocial - Sektion Bern

Sommaire

Editorial

Wir freuen uns, wenn Sie unseren Newsletter in Ihrem Team bekannt machen. Hier können Sie den Newsletter persönlich abonnieren.

Vorankündigung Mitgliederversammlung Sektion Bern 2014

Donnerstag, 27. März 2014 in Thun, 18.00 Uhr

Auftakt mit Erfahrungsbericht von der Sozialsafari Thun: Sozialbereich sichtbar machen und politisch Einfluss nehmen. Anschliessend statuarische Geschäfte und aktuelle Informationen. Abschluss mit Apéro.

Danke für die Terminreservation. Detailinformationen werden im Februar per Post allen Mitgliedern zugesandt. Mitglieder können eigene Traktanden bis fünf Wochen vorher schriftlich beim Vorstand einreichen: bis am Mittwoch, 19. Februar 2014. Postadresse der Sektion Bern.

Mittagstreffen 2014: Daten in Bern, Biel, Langenthal und Thun
Ein feines Mittagessen zu nutzen um neue Berufskolleginnen und –Kollegen kennenzulernen, sich über aktuelle Themen im Sozialbereich zu unterhalten oder einfach neue Kontakte zu knüpfen oder zu vertiefen. Haben wir Ihr Interesse geweckt? Dann würden wir uns freuen, Sie an einem unserer Mittagstreffen begrüssen zu dürfen!
In der Regel jeden ersten Donnerstag im Monat siehe Daten zu den einzelnen Treffs.

20. Februar 2014: Quartalstreffen für Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen

Donnerstag, 20. Februar 2014, 16.00 Uhr, in der Stiftung “Sunnenbühl” Konolfingen

Der Heimleiter, Rolf Fässler, wird uns seine Institution vorstellen und eine Führung organisieren. Anmeldungen bitte bis 16. Februar 2014 an rolf.faessler (at) lag-sonnenbuehl.ch
Das Treffen ist offen für alle BerufskollegInnen, unabhängig, ob Mitglied im Berufsverband oder nicht. Selbstverständlich könnt ihr diese Einladung an eure KollegInnen weiterleiten.

Berufs- und bildungspolitische Kommission sucht neue Mitglieder
Neben den Fachkommissionen Internationales und Sozialpolitik ist auch die Fachkommission Berufs- und Bildungspolitik eine ständige Kommission von AvenirSocial. Das Hauptaugenmerk richtet sie auf die Berufsidentität der Mitglieder von AvenirSocial. Auch die Anerkennung und die Stellung der Berufe der Sozialen Arbeit in der Gesellschaft und die qualitative Entwicklung der Aus- und Weiterbildungen werden von den Mitgliedern der Fachkommission ständig im Auge behalten, um z.B. auf die Konzeption zusätzlicher Berufstitel frühzeitig Einfluss nehmen zu können.
Die Fachkommission trifft sich in der Regel vier Mal pro Jahr während eines halben Tages in den Räumlichkeiten der Geschäftsstelle von AvenirSocial in Bern. Haben Sie Interesse, Ihre Praxiserfahrungen in die Verbandsarbeit einfliessen zu lassen? Bei AvenirSocial sollen nicht nur Experten für die Erarbeitung von Positionen und Inhalten verantwortlich sein. Im Unterschied zu einem parteipolitischen Engagement können durch die Mitarbeit in der Fachkommission zudem die vielen verschiedenen Facetten des Berufsbildes, der Ausbildungen und des Berufsalltages mit Kollegen und Kolleginnen der Sozialen Arbeit im Hinblick auf unsere Profession erörtert und weiterentwickelt werden. Die derzeit in der Kommissionen anstehenden Themen sind:
• Erarbeiten einer Broschüre zu Lohn- und Anstellungsbedingungen
• Entwicklung von Qualitätsstandards in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgruppe Qualität
• Verfassen von Vernehmlassungen und Positionen im berufs- und bildungspolitischen Bereich
• Kooperationen in der Sozialen Arbeit

Bei Interesse melden Sie sich bitte bei Stéphane Beuchat unter oder 031 380 83 04.

 Informationen zur Mitarbeit in den Fachkommissionen
Neue Publikation: Datenschutz in der Sozialen Arbeit
Die Aufgaben in der Sozialen Arbeit sind vielfältig und anspruchsvoll. Zur Erfüllung ihres beruflichen Auftrages benötigen die Professionellen der Sozialen Arbeit eine Fülle von Informationen und Daten; dabei sind sie auf den gegenseitigen Austausch von Informationen mit anderen Behörden und Fachstellen angewiesen. Doch was ist bezüglich Datenschutz in der Sozialen Arbeit alles zu beachten? AvenirSocial hat die Juristen Peter Mösch Payot und Kurt Pärli damit beauftragt, einen Leitfaden zum Thema zu erarbeiten. Die neue Publikation ist jetzt erhältlich. AvenirSocial freut sich, den Professionellen der Sozialen Arbeit damit eine wertvolle Praxishilfe zum Umgang mit schützenswerten und sensiblen Personendaten zur Verfügung stellen zu können.
Preis: Fr. 14.00 (für Mitglieder 1 Exemplar gratis).

 Zu bestellen unter
Beschwerde beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte als unzulässig erklärt
Mit Urteil vom 4. September 2012 wies das Bundesgericht eine Beschwerde gegen das Sozialhilfegesetz des Kantons Berns mit einem Stimmenverhältnis von 3:2 knapp ab. Die obsiegenden Richterinnen und Richter befanden, dass das Gesetz von den Sozialhilfebehörden verfassungskonform ausgelegt werden könne, indem man es nicht streng nach dem Wortlaut anwende. Diese Argumentation ist rechtsstaatlich nicht haltbar. Beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte wurde im April 2013 gegen das Bundesgerichtsurteil eine Individualbeschwerde eingereicht.
Ans Bundesgericht gelangt waren unter anderem AvenirSocial – Soziale Arbeit Schweiz, die Demokratischen Juristinnen und Juristen Bern (djb) und das Komitee der Arbeitslosen und Armutsbetroffenen (KABBA). Die unterstützenden Parteien sehen in den neuen Gesetzesbestimmungen, die seit dem 1. Januar 2012 in Kraft sind, eine Verletzung von Art. 8 der Europäischen Konvention zum Schutz der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK). Geltend gemacht wird insbesondere eine Verletzung von Art. 8 Ziff. 1 EMRK, wonach jede Person das Recht auf Achtung ihres Privat- und Familienlebens, ihrer Wohnung und ihrer Korrespondenz hat, und von Art. 8 Ziff. 2 EMRK, wonach in das Recht auf Privatleben nur dann eingegriffen werden darf, wenn dafür eine gesetzliche Grundlage besteht, der Eingriff verhältnismässig ist und einem öffentlichen Interesse dient.
Das Sozialhilfegesetz des Kantons Bern verlangt, dass zum Zeitpunkt der Einreichung des Gesuchs um Gewährung von Sozialhilfe von den Betroffenen eine Generalvollmacht eingefordert wird. Dies widerspricht den Grundsätzen der informationellen Selbstbestimmung fundamental und stellt einen unzulässigen Grundrechtseingriff in die Privatsphäre der Betroffenen dar. Generalvollmachten sind Ausdruck einer allgemeinen Misstrauenshaltung und erhöhen den Druck auf Armutsbetroffene. Das wirkt sich kontraproduktiv auf die Zusammenarbeit aus. Ebenso ist die neu vorgesehene Auskunftspflicht für Personen, die in Haus- bzw. Wohngemeinschaft mit Sozialhilfebeziehenden leben, für Vermieter und für Arbeitgebende ein schwerer und unverhältnismässiger Eingriff in die Privatsphäre der Betroffenen. Die Auskunftspflicht belastet das soziale Netzwerk, das gerade für Menschen in prekären Verhältnissen wichtig ist.
Der Europäische Gerichtshof hat am 7. November 2013 in Einzelrichterbesetzung entschieden, die Beschwerde für unzulässig zu erklären. Diese Entscheidung ist endgültig und unterliegt keiner Berufungsmöglichkeit an den Gerichtshof. Der Gerichtshof schreibt, dass keine weiteren Auskünfte über die Beschlussfassung des Einzelrichters gegeben werden und auch kein weiterer Schriftverkehr in dieser Angelegenheit geführt wird. Dieser unbegründete Entscheid ist – insbesondere durch die formell und materiell korrekt geführte Beschwerde – nicht nachvollziehbar. AvenirSocial nimmt das Urteil zur Kenntnis und wird sich auch in Zukunft für gesetzliche Grundlagen stark machen, die eine Soziale Arbeit ermöglicht, die berufsethisch vertretbar ist.

 Verlauf der Ereignisse zum Berner Sozialhilfegesetz
Neu auf der Geschäftsstelle: Antje Burri
Anfang Oktober 2013 ist Antje Burri zum Team der Geschäftsstelle gestossen. Die 47-jährige nimmt für AvenirSocial im Mandatsverhältnis die Geschäftsleitung der Verbände SBS (Schuldenberatung Schweiz) und SFSS (Schweizerischer Dachverband Sozialdienst in Spitälern) wahr. Obwohl sie aus dem kaufmännischen Bereich stammt – ihre KV-Lehre absolvierte sie auf einer Bank –, ist ihr das neue Betätigungsfeld nicht fremd. Antje Burri ist langjährige Gemeinderätin und Gemeindepräsidentin von Tentlingen, einer 1200 Seelen-Gemeinde im Kanton Freiburg, und unter anderem für das kommunale Sozialwesen zuständig. Im regionalen Sozialdienst Sense-Oberland hat sie den Vorsitz inne. Sich für das Wohl der Öffentlichkeit zu engagieren, sei ihr ein grosses Anliegen, sagt sie. So kommt es nicht von ungefähr, dass sie auch im Freiburger Gemeindeverband Verantwortung übernimmt: Sie ist Vizepräsidentin der 164 Gemeinden umfassenden Organisation.
«In all meinen Funktionen engagiere ich mich mit Herzblut für die Sache», sagt Antje Burri. Es sei ihr zudem wichtig, für alle ein offenes Ohr zu haben. «Was zählt, ist nicht die politische Zugehörigkeit, sondern die menschliche Grundhaltung.» An allererster Stelle steht bei Antje Burri jedoch ihre Familie. Auch wenn die beiden Kinder bereits gross sind und mitten im Studium stecken, so ist das familiäre Miteinander in ihrem Leben doch nach wie vor zentral.
In der Freizeit frönt Antje Burri im Garten ihrem grünen Daumen. «Das ist ein super Ausgleich zu meinen verschiedenen Aktivitäten», sagt sie dazu. Daneben ist sie offizielle Berichterstatterin des Westschweizerischen Jodlerverbandes und geht zusammen mit ihrem Mann gerne mal auf eine Töff-Tour.