AvenirSocial - Professionelle Soziale Arbeit Schweiz

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NL 08/12 - Newsletter AvenirSocial - Sektion Bern

Sommaire

Editorial

Erfolg vor Bundesgericht
Liebe Kolleginnen und Kollegen

Unser langes, intensives Ringen um die rechtliche Nicht-Diskriminierung von Armutsbetroffenen trägt wertvolle Früchte: Das Bundesgericht hat die Anwendung und Umsetzung der Generalvollmachten so stark präzisiert, dass die umstrittene gesetzliche Vorschrift analog zu den in anderen staatlichen Aufgabenbereichen geltenden Regelungen umgesetzt werden muss. Der zu grosse Interpretationsspielraum des neuen SHG ist geklärt und eingeschränkt.

Die Sektion Bern dankt AvenirSocial Schweiz für die intensive Unterstützung welche den Gang vors Bundesgericht ermöglichte. Da zur Zeit noch gut 1000 Franken Verfahrenskosten ungedeckt sind, danken wir für Spenden mit dem Vermerk "Bundesgericht" an PC 30-27608-3, AvenirSocial, 3007 Bern. Herzlichen Dank im Voraus!

Wir freuen uns, wenn Sie unseren Newsletter in Ihrem Team bekannt machen. Hier können Sie den Newsletter persönlich abonnieren.

17. Oktober 2012: Standaktion "Auswege aus der Armut"
Der 17. Oktober ist der UNO-Welttag zur Überwindung von Armut. Im Kanton Bern werden immer mehr Menschen ärmer. Es gibt Auswege aus der Armut.

Am Mittwoch, 17. Oktober 2012 organisieren wir mit Unterstützung von KABBA, GMS-Bern und dem SAH Bern auf dem Kornhausplatz in Bern eine Standaktion von 14 Uhr bis 18 Uhr. Ziel: Wir machen für Passant/innen sichtbar, was in einem Sozialhilfebudget (nicht) Platz hat und zeigen Auswege aus der Armut auf.

Offener Brief: Sechs Auswege aus der Armut
Der Regierungsrat lässt zur Zeit einen Massnahmenplan zur Bekämpfung der Armut erarbeiten.
In einem gemeinsamen offenen Brief gelangen AvenirSocial Sektion Bern, KABBA, GMS-Bern sowie SAH Bern an den Regierungsrat, das Parlament und die Mitglieder der KoSEPo (Kommission für Sozial- und Existenzsicherungspolitik). Wir empfehlen, sechs Auswege aus struktureller Armut in den zukünftigen Massnahmenplan zur Bekämpfung der Armut aufzunehmen. Unser Brief ist ab dem 9.10.12 hier zu finden.

15. Oktober 2012: Quartalstreffen für Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen

Montag, 15.10.12, 16.00 Uhr, Subjektfinanzierung: Bedarfsermittlung und Qualitätsfragen

Marc Wegmüller lädt herzlich ins PTA-Wohnheim in La Neuveville ein. Er ist Vorstandsmitglied von AvenirSocial Sektion Bern und vertritt unsere Sektion in der Begleitgruppe des ALBA zur Umsetzung der Subjektfinanzierung im Kanton Bern. Er wird in die Themen “das Verfahren zur individuellen Bedarfsermittlung” und “Fragen zur Qualität (und Qualifikation) der Leistungserbringenden” einführen und ist sehr interessiert an euren Überlegungen und Diskussionsbeiträgen. Informationen zur Institution: www.pta-wohnheim.ch

Anmeldungen für dieses SP-Quartalstreffen bitte bis am 10. Oktober 2012 per Mail an Michel Cron: macron at bluewin.ch , merci!

23. Oktober 2012: Neues Erwachsenenschutzrecht: Was ändert für Erwachsene mit geistiger Behinderung?
Dienstag, 23. Oktober 2012, 18.30 bis 21.00 Uhr, Hotel Bern, Bern

Referate:
* Jacqueline Sidler, wissenschaftliche Mitarbeiterin Kant. Jugendamt
* Christa Schönbächler, Co-Geschäftsführerin insieme Schweiz
* Thomas Bickel, INSOS Schweiz, Bereichsleiter Recht & Politik

Kostenlos für Mitglieder von AvenirSocial. Unkostenbeitrag für Nicht-Mitglieder: Fr. 25.- (inkl. Unterlagen). Anmeldung erwünscht an bern(at)avenirsocial.ch. Detailprogramm.

Soziallunch Oberaargau: neue Daten und Institutionsbesuche sind online
Jeden ersten Donnerstag im Monat findet der Soziallunch im Oberaargau alternierend im Restaurant Bären, Langenthal oder in einer sozialen Institution unserer Region statt. Zu den neuen Daten.

Professionelle Sozialberatung in Spitalversorgungsgesetz stärker verankern
Im Rahmen der brisanten Revision der Spitalversorgungsgesetzes wird auch die Rolle der Sozialberatung in Spitälern neu auf Gesetzesebene geregelt. In unserer Stellungnahme beantragen wir, festzuhalten, dass anerkannte Listenspitäler eine eigene professionelle Sozialberatung anzubieten haben. Der Wortlaut der Vernehmlassungsvorlage lässt zu viel Interpretationsspielraum offen. Unsere Stellungnahme im Detail.

Spardruck steigt nach Abstimmungen am 24. September
Das Volksverdikt vom 24. September 2012 ist besorgniserregend. Der Entscheid erhöht den Druck auf Regierung und Parlament, wichtige staatliche Leistungen abzubauen. Die seit Jahren notwendigen Aufholmassnahmen bei den stagnierenden Löhnen sind gefährdet. Reformen riskieren, als Sparmassnahme zu enden. Wir werden uns mit vereinten Kräften einsetzen müssen, damit der Sozialbereich nicht unters Messer kommt.

Revidierte Verordnung über sonderpädagogische Massnahmen: unsere Stellungnahme
Mit der revidierten Verordnung können wichtige Lücken geschlossen und einzelne Schnittstellen besser organisiert werden. Deutlich zu wenig Beachtung findet jedoch der Grundsatz "Integration vor Separation".
Insbesondere normalbegabte Kinder und Jugendliche, die alleine aufgrund ihres persönlichen Pflege- und Betreuungsbedarfs die Regelschule nicht besuchen können, sollten die Möglichkeit erhalten, die Regelschule zu besuchen, wenn ihre Pflege und Betreuung gewährleistet ist. Zu unserer Stellungnahme im Detail.

OdA Soziales Kanton Bern sucht Prüfungsleiter/in Qualifikationsverfahren FaBe 30 - 40 %
Die Organisation der Arbeitswelt Soziales Kanton Bern setzt sich für die Berufsbildung im Sozialbereich ein, erbringt Dienstleistungen in der Aus- und Weiterbildung und übernimmt Aufgaben im Sinne der Berufsbildungsgesetze. Sie ist im Auftrag der Erziehungsdirektion des Kantons Bern verantwortlich für die Organisation und Durchführung des Qualifikationsverfahrens QV für die angehenden Fachfrauen und Fachmänner Betreuung FaBe (Fachrichtungen Kinderbetreuung und Behindertenbetreuung). Zum Stelleninserat.
AvenirSocial Sektion Bern ist im Vorstand der OdA Soziales Kanton Bern engagiert.

Empfehlungen für Berner Stadtratswahlen am 25. November 2012
Die Sektion Bern empfiehlt ihre Mitglieder zur Wahl:

Daniel Egloff, Partei der Arbeit

Ich engagiere mich für günstigen Wohnraum, gegen immer mehr und höhere Gebühren, für faire Löhne, gegen die Privatisierung von städtischem Eigentum, für mehr Freiraum ohne Konsumzwang, gegen unbegrenzte Ladenöffnungszeiten und für demokratische Mitbestimmung aller Menschen, die in der Stadt Bern wohnen.
www.pdabern.ch

Hasim Sancar, Stadtrat Grünes Bündnis

Gute Arbeitsbedingungen im Sozial- und Gesundheitsbereich liegen mir besonders am Herzen. Im Fokus meines Engagements stehen Fragen zu Jugend, Alter, Sucht; die Integration der Jugendlichen in die Arbeitswelt ist mir ein besonderes Anliegen.
www.hasimsancar.ch

Silvia Schoch-Meyer, Stadträtin SP

Perspektiven und Raum für alle.
www.schoch-meyer.ch

In einigen Städten und grösseren Gemeinden stehen Parlamentswahlen an. Neu bieten wir unseren kandidierenden Mitgliedern auch auf Gemeindeebene die Möglichkeit, sich via unseren monatlichen Newsletter zur Wahl empfehlen zu lassen.

Interessierte Kandidat/innen senden uns bitte jeweils vor Monatsende:
1) Name, Vorname, Partei, Gemeinde
2) Ein Satz: wofür engagiere ich im Parlament
3) Link zur eigenen Webseite

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Tagung „Was ist gute Soziale Arbeit?“ ausgebucht!
Die nationale Tagung von AvenirSocial zum Thema: Was ist gute Soziale Arbeit?, die am 2. November stattfindet, ist ausgebucht. Die Tagung wird die Qualität in der Sozialen Arbeit aus verschiedenen Perspektiven betrachten.
Bundesgericht schränkt Berner Generalvollmachten massiv ein
Die sozialversicherungsrechtliche Abteilung des Bundesgerichts urteilte über die Beschwerde gegen das teilrevidierte Sozialhilfegesetz des Kantons Bern (SHG) von AvenirSocial (Soziale Arbeit Schweiz), den Demokratischen Juristinnen und Juristen Bern (djb), dem Komitee der Arbeitslosen und Armutsbetroffenen (KABBA), der Partei der Arbeit des Kantons Bern (PdA) sowie der Grünen Partei Bern (GPB-DA).

Das Gericht schränkt die Anwendung der Generalvollmachten gemäss SHG massiv ein. So können die Sozialhilfebehörden zwar fortan bei der Anmeldung zum Sozialhilfebezug eine Generalvollmacht von der betroffenen Person einholen. Sie müssen aber die betroffene Person gleichzeitig darüber informieren, dass zur Informationsbeschaffung ein dreistufiges Verfahren angewendet wird: Vorab zählt die Sozialhilfebehörde auf die Mitwirkung der betroffenen Person. Können die benötigten Informationen auf diese Weise nicht eingeholt werden, werden sie gemäss den gesetzlichen Möglichkeiten zur direkten Informationsbeschaffung bei Dritten eingeholt. Führt auch dieser Weg nicht zum Ziel, gelangen die Generalvollmachten zur Anwendung. Diese müssen mindestens die Individualisierungen der Mustervorlage enthalten, die auf der Webseite der Gesundheits- und Fürsorgedirektion des Kantons Bern publiziert ist.

Die Beschränkungen in der Anwendung der Generalvollmacht ist für AvenirSocial ein grosser Erfolg.
Nein zur Besteuerung der Sozialhilfe
Sozialhilfeleistungen werden in der Schweiz nicht besteuert. Der Kanton Bern möchte das ändern und hat diesbezüglich eine Standesinitiative eingereicht. Der Kanton Bern begründet seinen Vorstoss mit der Gleichstellung von Sozialhilfebeziehenden und Personen mit bescheidenem Einkommen ohne Unterstützungsleistungen. Der National- und Ständerat haben sich zum Vorstoss geäussert, ebenso die Schweizerische Konferenz für Sozialhilfe (SKOS).

AvenirSocial – Soziale Arbeit Schweiz - lehnt die Besteuerung der Sozialhilfe ab. Insbesondere sollen zuerst national einheitliche Grundvoraussetzungen geschaffen werden, um Grundsätze der Steuergerechtigkeit und der Rechtsgleichheit einzuhalten. Niedrige Einkommensklassen sollen dabei grundsätzlich entlastet und Schwelleneffekte beseitigt werden.
Christa Boesinger übernimmt die Redaktionsleitung von SozialAktuell
Christa Boesinger übernimmt die Redaktionsleitung von SozialAktuell
Die Geschäftsstelle Schweiz freut sich auf Christa Boesinger, die neu die Redaktionsleitung der Fachzeitschrift SozialAktuell übernimmt. Frau Boesinger bringt durch ihre bisherige Arbeit als Chefredakteurin des Personalverbands transfair optimale Voraussetzungen mit. Sie wird ihre Affinität zum Schreiben sowie ihre Weiterbildungen zu Kommunikation und Public Relations im Social Web in die Weiterentwicklung von SozialAktuell einbringen. Frau Boesinger ist 38 Jahre jung und wird ihre Arbeit im Januar 2013 beginnen. Die Geschäftsstelle heisst Frau Boesinger bereits heute herzlich willkommen.
Neuer Lernender auf der Geschäftsstelle
Milos Ristic hat im August 2012 seine Ausbildung zum Kaufmann EFZ E-Profil im Sekretariat der Geschäftsstelle Schweiz begonnen. Herr Ristic ist 21 Jahre jung und bringt bereits vielfältige berufliche Erfahrungen mit. Die Geschäftsstelle freut sich auf die Zusammenarbeit und heisst Milos Ristic herzlich willkommen.
World Social Work Day 2013 bei den Vereinten Nationen
Ausgangspunkt für den World Social Work Day 2013 wird die Global Agenda sein. Das Schwerpunktthema ist: „Promoting Social and Economic Equalities”. Die Veranstaltung findet am Freitag, 22. März 2013 bei den Vereinten Nationen in Genf statt. Derzeit werden hochrangige UNO-Vertreterinnen als Referentinnen gesucht.
Die Publikationen von AvenirSocial
Mitglieder erhalten die Publikationen von AvenirSocial, z.B. den Berufskodex oder das Buch "Wir haben die Soziale Arbeit geprägt" zum Vorzugspreis. Werfen Sie einen Blick in unser Verlagsprogramm:
SozialAktuell sucht eine Fachperson in Soziokultureller Animation
Die Fachzeitschrift SozialAktuell schafft Raum für fachliche Auseinandersetzungen in der Sozialen Arbeit. Zur Unterstützung der Redaktionsleitung in inhaltlichen Fragen suchen wir zur fachlichen Ergänzung unserer 14köpfigen, ehrenamtlichen Redaktionsgruppe eine Fachperson in Soziokultureller Animation! Als Redaktionsmitglied
  • übernehmen Sie die inhaltliche Verantwortung und die selbständige Konzipierung von ein bis zwei Themenschwerpunkten pro Jahr
  • sind Sie zuständig für die Suche nach geeigneten FachautorInnen und die Auftragserteilung
  • treffen Sie sich vier Mal pro Jahr mit der Redaktionsgruppe und der Redaktionsleitung zu einer halbtägigen Redaktionssitzung.

Kennen Sie sich aus in der Soziokulturellen Animation? Haben Sie genügend freie Kapazitäten für die weitgehend ehrenamtliche Tätigkeit und die Bereitschaft für ein verbindliches Engagement? Haben Sie Interesse an der Vermittlung von Themen der Sozialen Arbeit, redaktionelles Flair, konzeptionelles Denken und organisatorische Fähigkeiten? Dann melden Sie sich bei uns!

Idealerweise können Sie ab Anfang 2013 am Themenschwerpunkt der Oktober-Ausgabe 10/2013 mitarbeiten.

Kontakt: Ursula Binggeli, Redaktion SozialAktuell, Schwarztorstrasse 22, 3001 Bern, Tel. 031 380 83 00 (Zentrale), 031 380 83 07 (direkt), Mail: , Internet: www.sozialaktuell.ch