AvenirSocial - Professionelle Soziale Arbeit Schweiz

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NL 11/11 - Newsletter AvenirSocial - Sektion Bern

Sommaire

Editorial

Liebe Kolleginnen und Kollegen
Wir freuen uns, wenn Sie unseren Newsletter in Ihrem Team bekannt machen. Hier können Sie den Newsletter persönlich abonnieren.

Prüfung der Verfassungsmässigkeit des Sozialhilfegesetzes
AvenirSocial Schweiz erhebt gemeinsam mit mehreren Organisationen Beschwerde beim Bundesgericht gegen die Pflicht zu Generalvollmachten und neue Auskunftspflichten, siehe auch unten. Zur Medienmitteilung und zur Beschwerde.

Das SHG verpflichtet mit neuen der Generalvollmacht die Sozialdienste, von allen Menschen, die Antrag auf Sozialhilfe stellen, eine Blankovollmacht auf Vorrat für das Einholen von Auskünften zu allen möglichen Themen einzufordern (SHG Art. 8b, 3). Dies unabhängig davon, ob die Betroffenen - wie im Normalfall üblich - korrekt alle nötigen Informationen und Unterlagen zur Verfügung stellen. Die Bestimmung stellt alle armutsbetroffenen Menschen unter Generalverdacht.

Auch die neu vorgesehene Auskunftspflicht von Personen, die in Haus- bzw. Wohngemeinschaft mit Sozialhilfebeziehenden leben, von VermieterInnen und von Arbeitgebenden schafft Bürger/innen zweiter Klasse. AvenirSocial steht ein für gleichen Datenschutz für alle Menschen, unabhängig davon, ob sie ihre Existenz selber sichern können oder (meist vorübergehend) nicht.

In den Artikeln in "Der Bund" vom 20.12.11 und 21.12.11 (Print) wurde über die Pflicht zur Generalvollmacht bei Antragsstellung leider nicht korrekt berichtet. Unser Berufsverband beanstandet konkrete, themenspezifische Vollmachten nicht, die im Einzelfall zur Beschaffung von Informationen notwendig sein können und bei Bedarf eingeholt werden.

Massnahmen betreffend "Sozialhilfe unter Druck"
Am Diskussionsabend "Sozialhilfe unter Druck" vom 14. November 2011 wurden von den Teilnehmer/innen zahlreiche Vorschläge für Verbesserungen erarbeitet. Das Organisationskomitee hat alle Flipcharts und Rückmeldungen von ModeratorInnen ausgewertet. Folgende Massnahmenbereiche wurden als Prioritäten genannt (Zusammenfassung):

1) Selber: Freiräume nutzen, fachliche Kompetenzen nutzen und Druck nicht nach unten weitergeben
Gerne unterstützen wir euch hier beratend bei der persönlichen Umsetzung von Verbesserungen. Solltet ihr befürchten, deswegen selber unter Druck zu geraten, meldet euch bei uns frühzeitig für Beratung und Unterstützung! Auch externe Beratungsstellen können hilfreich sein.

2) Innerhalb der Institutionen Spielräume nutzen, Diskurse führen ...hier weiterlesen.

Wohin wende ich mich bei Verdacht auf Missbrauch oder Misshandlung?
Vorbeugen ist wichtiger als heilen: die Charta zur Missbrauchsprävention wird weiter unten vorgestellt.
Neu haben wir als Sektion eine besondere Seite eingerichtet mit Kontaktangaben im Kanton Bern und Empfehlungen bei Fragen zum Vorgehen bei Verdacht auf Missbrauch oder Misshandlung.

Gesucht:Teilzeit-Büropartner/in: Seilerstrasse 27, Bern
Die Geschäftsstelle der Sektion Bern zieht um. Telefon und Email bleiben unverändert. Unsere neue Adresse lautet ab dem 23. Januar 2012:

AvenirSocial Sektion Bern
Seilerstrasse 27
Postfach 356
3000 Bern 14

Da wir das Büro nur an 3 Tagen in der Woche nutzen, suchen wir ein/e Teilzeit-Büropartner/in. Die verfügbaren Wochentage können mittelfristig angepasst werden. Danke für’s Weitersagen! Interessiert? Fragen? Bitte nehmen Sie Kontakt auf.

Unser Untermietverhältnis beim Bereich Sozialdiakonie im 6. Stock der Schwarztorstrasse geht leider im 2012 zu Ende: der Bereich Sozialdiakonie der Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn zieht Ende 2012 um. Da die Büros der Geschäftsstelle AvenirSocial Schweiz leider überbelegt sind, suchten und fanden wir eine neue soziale Bürogemeinschaft, gemeinsam mit Insieme Kanton Bern und der Volkshochschule Plus.

Mittagstreffen: Daten 2012
Auch 2012 finden die monatlichen Mittagstreffen wie gewohnt am ersten Donnerstag im Monat statt.
Das nächste Quartalstreffen für Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen findet am Donnerstag, 23. Februar 2012, 16.00 - 18.00 Uhr in Tafers statt.
Detailinfos zu den Treffen in Biel, Langenthal, Thun und den Quartalstreffen sind hier zu finden.
Tief einatmen, einen Blick zurückwerfen auf all das Geleistete, auf die Erfolge und die kleineren Rückschläge. Gerade das Jahresende animiert zur Reflexion über Vergangenes. Das ist auch gut so, denn die Erfahrungen führen uns durch die Zukunft. Und über die Zukunft wissen wir eines mit Sicherheit: Wir gestalten sie mit!

Wir wünschen Ihnen alles Gute im neuen Jahr.

Markus Jasinski, Präsident

Olivier Grand, Geschäftsleiter
Beschwerde gegen Berner Sozialhilfegesetz
AvenirSocial (Soziale Arbeit Schweiz), die Demokratischen Juristinnen und Juristen Bern (djb), das Komitee der Arbeitslosen und Armutsbetroffenen (KABBA), die Partei der Arbeit des Kantons Bern (PdA) sowie die Grüne Partei Bern (GPB-DA) legen Beschwerde beim Bundesgericht gegen das teilrevidierte Sozialhilfegesetz des Kantons Bern (SHG) ein.

Die beschwerdeführenden Parteien werden die neuen Gesetzesbestimmungen zu den Generalvollmachten und den Auskunftspflichten von Privatpersonen auf ihre Verfassungsmässigkeit durch das Bundesgericht überprüfen lassen. Alle Menschen haben Anspruch auf den gleichen Datenschutz!

Aus unserer Sicht ist die Pflicht den Sozialhilfebehörden eine Generalvollmacht zur Informationsbeschaffung zu erteilen, um überhaupt Unterstützungsleistungen beantragen zu können, ein schwerer Eingriff in die Privatsphäre der Betroffenen. Generalvollmachten sind Ausdruck einer allgemeinen Misstrauenshaltung und erhöhen den Druck auf Armutsbetroffene, der sich kontraproduktiv auf die Zusammenarbeit auswirkt.

Ebenso ist die neu vorgesehene Auskunftspflicht von Personen, die in Haus- bzw. Wohngemeinschaft mit Sozialhilfebeziehenden leben, von VermieterInnen und von Arbeitgebenden ein schwerer und unverhältnismässiger Eingriff in die Privatsphäre der Betroffenen. Die Auskunftspflicht belastet das soziale Netzwerk, das gerade für Menschen in prekären Verhältnissen wichtig ist.
Charta zur Prävention von sexueller Ausbeutung, Missbrauch und anderen Grenzverletzungen
Verbandsübergreifende Arbeitsgruppe fordert Null-Toleranz-Politik

Zwölf Verbände, Organisationen und Institutionen, darunter auch AvenirSocial, haben eine "Charta zur Prävention von sexueller Ausbeutung, Missbrauch und anderen Grenzverletzungen" ausgearbeitet. Sie fordern eine Null-Toleranz-Politik und setzen vor allem bei den Mitarbeitenden und bei der Stärkung der Personen mit besonderem Unterstützungsbedarf an. Die wichtigste Botschaft: "Wir schauen hin! Und zwar gemeinsam."

Die Charta Prävention umfasst 10 Grundsätze, welche die vier Themenbereiche Präventionskonzepte, Stärkung der Personen mit Unterstützungsbedarf, Schlüsselrolle der Mitarbeitenden und Einrichtung einer internen Meldestelle und externen Ombudsstelle betreffen. Die Grundsätze gelten für alle Personen, die in Institutionen oder Organisationen tätig sind oder betreut werden. Eine Schlüsselrolle nehmen die Mitarbeitenden ein.

Laut Thomas Michel, Vorstandsmitglied von AvenirSocial, legt der Berufsverband besonderen Wert auf Prävention. "Wir unterstützten jegliche Schritte, welche die Begleitung von Betreuten in sozialpädagogischen und agogischen Einrichtungen verbessern. Ziel ist das Wohlbefinden der betreffenden Personen sowie die Stärkung ihrer Selbstständigkeit. Die Integrität ist ein Recht, das es zu verteidigen gilt."

Die Arbeitsgruppe Prävention will sich als nächstes mit Präventionskonzepten und Massnahmenplänen auseinandersetzen. Zudem plant sie, Forderungen an die Politik zu formulieren, etwa nach genügend Ressourcen, damit die Präventionsarbeit wirkungsvoll geleistet werden kann.

Mehr Informationen zur Charta unter: www.charta-praevention.ch
World Social Work Day 2012
Soziale Arbeit und soziales Wohnen

AvenirSocial organisiert gemeinsam mit dem Fachbereich Soziale Arbeit der Berner Fachhochschule anlässlich des Welttags der Sozialen Arbeit am 20. März eine Tagung und eine Podiumsdiskussion zum Thema "Soziale Arbeit und soziales Wohnen". Die Tagung nimmt das Thema breit auf (Soziale Arbeit, Sozialpolitik, Wohnungsbau und Stadtentwicklung) und soll gleichzeitig eine Plattform für eine fachliche Diskussion bieten. Daneben zielt sie darauf ab, in diesem Themenbereich neue Netzwerke zu knüpfen und so eine Basis für interdisziplinäre Zusammenarbeit zu schaffen.

Auf dem anschließenden Podium werden Vertreter verschiedenster Akteure rund ums Wohnen, darunter auch AvenirSocial, ihre Meinungen diskutieren und mögliche gemeinsame Perspektiven aufzeigen, wobei Themen aus der Tagung aufgenommen werden. AvenirSocial Mitglieder profitieren an der Tagung von einem vergünstigten Kostenbeitrag. Das Podium mit anschliessendem Apéro ist kostenlos.

Die Veranstaltung findet statt am 20. März im Kornhaus Forum Bern von 9-17 Uhr (Tagung) und von 19-20.30 Uhr (Podiumsdikussion).
SozialAktuell sucht neue Mitglieder für die Redaktionsgruppe
Die Fachzeitschrift SozialAktuell ist das Publikationsorgan von AvenirSocial und schafft Raum für fachliche Auseinandersetzungen in der Sozialen Arbeit. Zur Unterstützung der Redaktionsleitung in inhaltlichen und fachlichen Fragen suchen wir ab März 2012 drei neue Mitglieder für die 14köpfige, ehrenamtliche Redaktionsgruppe!

Als Redaktionsmitglied
  • sind Sie mitbeteiligt an der Inhaltsplanung der Themenschwerpunkte
  • übernehmen Sie die inhaltliche Verantwortung und die selbständige Konzipierung von ein bis zwei Themenschwerpunkten pro Jahr
  • sind Sie zuständig für die Suche nach geeigneten FachautorInnen und die Auftragserteilung.
  • treffen Sie sich vier Mal pro Jahr mit der Redaktionsgruppe und der Redaktionsleitung zu einer halbtägigen Redaktionssitzung

Kennen Sie sich aus in der Sozialen Arbeit? Haben Sie Expertenwissen in Sozialpädagogik oder Sozialarbeit? Haben Sie genügend freie Kapazitäten für die weitgehend ehrenamtliche Tätigkeit (mind. 50 Stunden pro Jahr) und die Bereitschaft für ein verbindliches Engagement? Haben Sie Interesse an der Vermittlung von Themen der Sozialen Arbeit, journalistisches Flair, konzeptionelles Denken und organisatorische Fähigkeiten? Dann melden Sie sich bis spätestens am 5. Februar bei uns! Um eine möglichst ausgewogene Zusammensetzung der Redaktion bezüglich Berufsgruppen, Arbeitsfelder, Geschlechter und Regionen zu ermöglichen, freuen wir uns auf zahlreiche InteressentInnen. Im Moment suchen wir insbesondere eine/n Sozialpädagogen/in, um unsere Redaktion in diesem Bereich zu stärken.

Kontakt: Nick Manouk, Redaktionsleitung SozialAktuell, Schwarztorstrasse 22, Postfach 8163, 3001 Bern, Tel. 031 380 83 00 (Zentrale), 031 380 83 07 (direkt), Mail: , Internet: www.sozialaktuell.ch
SozialAktuell: Themenschwerpunkte und Mediadaten 2012
Die Redaktionsgruppe der Fachzeitschrift SozialAktuell hat die Themenschwerpunkte der Ausgaben im Jahre 2012 bestimmt. Wir freuen uns auf interessante Auseinandersetzungen mit den aktuellen Themen aus dem weiten Feld der Sozialen Arbeit. Nach der moderaten Erhöhung der Abopreise im letzten Jahr korrigieren wir ab dem 1. Januar wegen der stetig steigenden Kosten nun auch die Preise der Inserate leicht nach oben. Die letzte Anpassung der Inseratenpreise liegt trotz der zunehmenden Attraktivität des Heftes viele Jahre zurück. Alle Erscheinungstermine, Themen, Tarife und Abonnementsmöglichkeiten finden Sie auf www.sozialaktuell.ch.