AvenirSocial - Professionelle Soziale Arbeit Schweiz

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NL 06/11 - Newsletter AvenirSocial - Sektion Bern

Sommaire

Editorial

Liebe Kolleginnen und Kollegen

Wir freuen uns, wenn Sie unseren Newsletter in Ihrem Team bekannt machen oder am Schwarzen Brett aufhängen.

Initiative für faire Löhne im Kanton Bern: mithelfen beim Endspurt vor Sommerferien
Es sind schon 12'000 Unterschriften gesammelt, vielen Dank an alle, die mitgeholfen haben! Wir brauchen 15'000 gültige Unterschriften.
Damit die Inititative möglichst vor den Sommerferien schon zustande kommt, bitten wir um Mithilfe beim Endspurt, merci! Zu den Unterschriftenbogen.

AvenirSocial Sektion Bern unterstützt die Lohninitiative, die am 27. April 2011 von den Personalverbände VPOD, BSPV und LEBE lanciert wurde. Helfen Sie mit, damit erfahrene Mitarbeitende wieder mit einem anständigen Lohnstufenaufstieg rechnen können. Das Leistungslohnsystem des Kantons Bern braucht eine Ergänzung. Faire Löhne für gute Arbeit sollen wieder Realität werden.

Die Initiative ist angesichts der drohenden Sparmassnahmen besonders wichtig!
Nein zum Sozialabbau im Kanton Bern: das Sparpaket geht zu weit
Der Kanton Bern kommt wegen Steuersenkungen, der Finanzkrise und neuen Verpflichtungen (Abbau beim Bund) in einen finanziellen Schwitzkasten. Das vom Regierungsrat beschlossene Sparpaket geht weit über die schmerzhaften Abbaumassnahmen von 1991 bis 2002 hinaus. Wichtige Staatsaufgaben sollen nun noch mehr - Scheibchen um Scheibchen - reduziert werden. Das geht zu weit.

Besonders hart soll es den Behindertenbereich treffen: 5 Mio. Franken sollen gestrichen werden. Das geht nur über Abbau von Leistungen, Qualität und Löhnen. Schon heute ist der Nachholbedarf bei den Löhnen in den subventionierten Heimem sehr gross: Erfahrung, Engagement und Betriebstreue können nicht honoriert werden. Schon heute fehlt das Geld, um genügend ausgebildetes Personal anzustellen. Reformen sind nicht mehr realistisch (Subjektfinanzierung).

Ein tragfähiges soziales Netz und anständige Löhne im Sozialbereich bedingen genügend Geld, sprich Steuereinnahmen. Dann ist kein schmerzhafter Abbau mehr nötig.


Zur Medienmitteilung des Heimverbands.
Kehrtwende in Vormundschaftsrevision rückgängig machen!
AvenirSocial Sektion Bern erachtet den Regierungsentscheid, die unumgängliche Professionalisierung der Behörden des Kindes- und Erwachsenenschutzes den Gemeinden zu überlassen, als sehr problematisch und verantwortungslos.
Schreiben auch Sie! Je mehr Briefe eintreffen, desto mehr Beachtung findet unser wichtiges Anliegen.
21. Oktober 2011: Nächstes Quartalstreffen für Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen

Freitag, 21. Oktober 2011, 16.00 - 18.00 Uhr

In den Anstalten in Witzwil.
Anmeldung bitte per Mail an Markus Abegg bis am 15. Oktober an: markus.abegg (at) pom.be.ch. Bitte die ID mitnehmen! Zum Kurzbericht vom Treffen vom 12. Mai 2011 und mehr Informationen.
In neuer Form: Soziallunch Oberaargau
Neu findet der monatliche Soziallunch in Oberaargau alternierend im Restaurant Bären, Langenthal oder in einer sozialen Institution unserer Region statt. Wie bisher jeden ersten Donnerstag im Monat.
Beschwerde beim Bundesgericht gegen revidiertes Sozialhilfegesetz
AvenirSocial, die Demokratischen Juristinnen und Juristen Bern (djb), das Komitee der Arbeitslosen und Armutsbetroffenen (kabba) sowie weitere Organisationen legen Beschwerde beim Bundesgericht gegen das teilrevidierte Sozialhilfegesetz des Kantons Bern (SHG) ein. Die beschwerdeführenden Parteien lassen gewisse Bestimmungen im Rahmen einer abstrakten Normenkontrolle auf ihre Verfassungskonformität prüfen.
Kauffrau oder Kaufmann gesucht (80%)
Zur Ergänzung des Sekretariats der Geschäftsstelle Schweiz in Bern sucht AvenirSocial per 1. September 2011, oder nach Vereinbarung, eine Kauffrau oder einen Kaufmann (80%).

Zu Ihren Hauptaufgaben zählen die Betreuung des Empfangs von AvenirSocial, die Unterstützung unserer Sektionen in Administration und Buchhaltung sowie bei der Mitgliederverwaltung. Ausserdem sind Sie zuständig für das Bestellwesen, die Archivierung und Sie gewährleisten die Stellvertretung der bestehenden Sekretariatsmitarbeiterin.

Sie besitzen ein EFZ als Kauffrau oder Kaufmann und haben vorzugsweise bereits mehrere Jahre im Bereich NGO/NPO gearbeitet. Sie verfügen über sehr gute mündliche und schriftliche Kenntnisse in Deutsch und Französisch. Mit den klassischen EDV-Programmen sind Sie bestens vertraut und beherrschen die Führung einer einfachen Buchhaltung.

Wir bieten Ihnen eine abwechslungsreiche und interessante Tätigkeit an zentraler Lage in Bern mit zeitgemässen Anstellungsbedingungen. Wir sind ein kleines Team mit einem angenehmen Arbeitsklima.

Sie arbeiten gerne selbständig, sind gut organisiert, zuverlässig und behalten auch in hektischen Zeiten den Überblick? Dann freuen wir uns auf Ihre Bewerbung bis zum 4. Juli 2011 an die unten stehende Adresse. Für Fragen steht Ihnen Frau Yvonne Ryf (Tel. 031 380 83 00) gerne zur Verfügung.

Per Post: AvenirSocial, Geschäftsleitung, z.H. Herrn Olivier Grand, Schwarztorstrasse 22, Postfach 8163, 3001 Bern
Per Email:
Ja zur Mindestlohninitiative
Armutsbekämpfung gehört zu den Kernaufgaben der Sozialen Arbeit. Ein Mindestlohn ist der beste Schutz gegen Armut. In der Schweiz darf es keine „working poor“ (Arm trotz Arbeit) mehr geben. 400'000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in der Schweiz erhalten weniger Lohn als sie mindestens zum Leben bräuchten.

Die Initiative fordert einen Mindestlohn von 22 Franken pro Stunde. Dies entspricht rund 4000 Franken im Monat. So viel braucht es mindestens, um in der Schweiz einigermassen leben zu können.

AvenirSocial empfiehlt die Initiative zu unterstützen.

Weitere Argumente und Unterschriftenbogen
www.mindestlohn-initiative.ch
Schluss mit der Heuchelei!
In der Schweiz leben mindestens 100'000 Sans-Papiers. Das sind Personen, die in der Regel Identitätspapiere, aber keine Aufenthaltsbewilligung besitzen. Die Mehrheit geht einer Erwerbstätigkeit nach, einige entrichten auch Steuern und Sozialbeiträge.

Die Schweizerische Migrationspolitik beruht auf dem Zwei-Kreise-Schema: Für MigrantInnen aus der EU herrscht Freizügigkeit, gegenüber Nicht-EU-MigrantInnen gilt eine Politik der Abschottung. Die Verschärfungen im Ausländer- und Asylrecht tragen zur Prekarisierung der Situation von Sans-Papiers bei.

Die Petition "Schluss mit der Heuchelei!" will die Legalisierung von in der Schweiz ansässigen Personen ohne Aufenthaltsberechtigung. Sie fordert vom Bundesrat eine Abkehr vom Zwei-Kreise-Modell als Basis der Schweizer Migrationspolitik sowie von den unwürdigen Zwangsausschaffungen. Gefordert wird der Verzicht auf die angekündigte Verpflichtung von Schulbehörden, Sans-Papiers bei den Migrationsbehörden anzuzeigen. Auch soll auf die angekündigten höheren Zugangssschranken für Sans-Papiers zu Sozialversicherungen verzichtet werden.

AvenirSocial empfiehlt die Petition zu unterstützen. Die Webseite zur Petition finden sie hier: www.sanspapiers-bewegung.ch
Vernehmlassungsantwort zur Revision des Betäubungsmittelgesetzes
Mit der Revision des Betäubungsmittelgesetzes soll der Konsum von Cannabis künftig im Ordnungsbussenverfahren geahndet werden können. AvenirSocial begrüsst diesen Vorstoss, da der Verzicht auf ein Strafverfahren zur Entstigmatisierung der Konsumierenden beiträgt, die Polizei und Justiz entlastet und Kosten spart. Ebenso trägt eine gesetzliche Verankerung des Ordnungsbussenansatzes auf Bundesebene zur Harmonisierung des Umgangs mit Cannabis in der ganzen Schweiz bei und leistet einen Beitrag zur Rechtsgleichheit.

Dennoch ist das Ordnungsbussenmodell für Jugendliche kein geeignetes Mittel. Vielmehr sind Massnahmen der Früherkennung und Frühintervention erforderlich. Der Ordnungsbussenansatz muss auch in das 4-Säulen-Prinzip der Schweizer Drogenpolitik integriert werden und darf nicht dazu führen, dass sich der Staat der Cannabisproblematik nicht weiter annimmt.
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Vernehmlassungsantwort zur Änderung der Bundesverfassung, des Strafgesetzbuches, des Militärstrafgesetzes und des Jugendstrafgesetzes
Grundsätzlich begrüsst AvenirSocial die eingeschlagene Richtung, dass der Schutz von besonders schutzbedürftigen Personen vor einschlägig vorbestraften Tätern verbessert werden soll. Mit der Einführung eines neuen strafrechtlichen Tätigkeit-, Kontakt- und Rayonverbots sowie eines obligatorischen Strafregisterauszugs für bestimmte berufliche und ausserberufliche Tätigkeiten werden Kinder und Jugendliche sowie andere besonders schutzbedürftige Personen besser vor Übergriffen durch rückfällige Pädokriminelle geschützt.

Nebst den in der Vorlage aufgeführten Bereichen müssen die Schutzmassnahmen aber insbesondere auch bei der Prävention vor Gewalt durch Ersttäter im familiären und institutionellen Bereich ansetzen. Dies gelingt nur durch eine Informations- und Sensibilisierungskampagne, die sich an Kinder, Jugendliche und besonders schutzbedürftige Personen richtet, damit sich diese zusätzlich auch selbst gegen Übergriffe schützen und wehren können.

Die Kantone, die Organisationen und die Professionellen der Sozialen Arbeit sind dazu aufgefordert, mit Hilfe des Bundes die Präventionsmassnahmen in stationären Einrichtungen zu verstärken.
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