AvenirSocial - Professionelle Soziale Arbeit Schweiz

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NL 02/11 - Newsletter AvenirSocial - Sektion Bern

Sommaire

Editorial

Liebe Kolleginnen und Kollegen

Der Februar 2011 ist ein Monat des Aufbruchs. Wenn wir wollen, können wir alle gemeinsam viel in Bewegung bringen. Helfen Sie aktiv und eigenhändig mit bei der Gestaltung unseres zukünftigen Sozialwesens: sei es beim Referendum oder bei der Definition der neuen Strukturen im Behindertenbereich oder im Vormundschaftswesen. Ein Anruf oder eine Email genügt: 031 382 33 38 (Mo, Fr) oder bern (at) avenirsocial.ch Merci!

AvenirSocial Sektion Bern unterstützt das Referendum SHG
Der Vorstand des Berufsverbandes AvenirSocial Sektion Bern hat beschlossen, das Referendum gegen die Änderungen des Sozialhilfegesetzes (SHG) zu unterstützen. Die wichtigsten Gründe hierfür sind: Misstrauenshaltung des Grossen Rates, problematische Anzeigepflichten und Vollmachtspflicht. Zu unserer Medienmitteilung und unserer Begründung. Die Änderungen des SHG im Rahmen des FILAG müssten mit einem separaten Referendum zur Abstimmung gebracht werden. Darauf verzichtet der Vorstand, weil dies den Rahmen unserer beschränkten Ressourcen klar sprengen würde.

Wir danken unseren Mitgliedern für die zahlreichen Rückmeldungen auf unsere Anfrage per email: Ihre Antworten waren wichtig, Unterlagen senden wir so rasch als möglich.

Helfen auch Sie aktiv mit bei der Unterschriftensammlung, sei es im Rahmen einer Standaktion oder im eigenen Umfeld. Ein Anruf oder eine Email genügt: 031 382 33 38 (Mo, Fr) oder bern (at) avenirsocial.ch. Merci! In den nächsten Tagen werden wir Ihnen die gewünschten Unterschriftenbogen per Post senden. Weil wir aus Kapazitätsgründen nicht kurzfristig einen Versand an alle Mitglieder machen können, bitten wir im Moment um Bestellung der Unterschriftenbogen. Sobald vorhanden, stellen wir sie und unser Argumentarium auch elektronisch zur Verfügung.

Wohin wende ich mich bei Verdacht auf Missbrauch oder Misshandlung?
AvenirSocial Sektion Bern empfiehlt, die Polizei sowie die Aufsichtsbehörde, das Alters- und Behindertenamt (ALBA), bzw. das Kantonale Jugendamt (KJA), zu benachrichtigen, wenn Gewissheit oder ein konkreter Verdacht auf Missbrauch oder Misshandlung besteht. Besteht kein konkreter Verdacht, jedoch eine vage Vermutung oder ein zukünftiges Risiko, empfehlen wir, sich je nach Situation von Expert/innen einer Fachstelle und/oder vom ALBA, bzw. dem KJA beraten zu lassen.
Lassen Sie sich auch beraten, um allfällige Opfer bestmöglich zu schützen sowie strafrechtliche oder aufsichtsrechtliche Untersuchungen bestmöglich zu unterstützen. Gerne unterstützen wir unsere Mitglieder.

Was kann ich als Mitarbeiterin oder Mitarbeiter tun bei Verdacht auf Missbrauch, Misshandlung oder falschen oder schlechten Behandlungen in einem Heim? An wen kann ich mich wenden? Gerne unterstützen wir unsere Mitglieder.

15. März 2011: Welttag der Sozialen Arbeit: Selbstbestimmung und Behinderung
Selbstbestimmung und Behinderung: Individuelle und institutionelle Förderung ist unser diesjähriges Thema am Welttag.
Frau Prof. Dr. Dorothea Lage und Herr Claus Detreköy werden ein Referat halten. Kostenlos für Mitglieder. Zum Programm.

Empfehlenswerte Lektüre zum Abend: Behindertenkonzept des Kantons Bern:

Neues kantonales Behindertenkonzept und Subjektfinanzierung
Der Regierungsrat hat das kantonale Behindertenkonzept für erwachsene Menschen mit einer Behinderung verabschiedet.
Zahlreiche unserer Anträge sind aus der Anhörung ins fertige Konzept aufgenommen. Sehr fragwürdig ist hingegen ...
Zum Behindertenkonzept des Kantons Bern.

Ausschreibung Sozialpreis 2011 bis am 15. Juni 2011
Der Berufsverband AvenirSocial Sektion Bern verleiht den Sozialpreis im Kanton Bern an innovative Projekte oder für besonderes Engagement. Honoriert werden soll der Mut, auf neue Art die soziale Zukunft zu gestalten. Besonders vielversprechende Antworten auf aktuelle soziale Herausforderungen sollen zur Nachahmung anregen und ermutigen, eigene innovative Ideen umzusetzen.

Für den Sozialpreis AvenirSocial Sektion Bern 2011 können Sie bis am 15. Juni 2011 Vorschläge einreichen. Bitte unser Formular zur Nominierung verwenden. Vorschlagen können sowohl Dritte wie auch Personen oder Einrichtungen selber.

Die Auswahl der Preisträgerin bzw. des Preisträgers wird im Herbst 2011 öffentlich bekannt gegeben. Die öffentliche Preisverleihung wird in Absprache mit der/dem Preisträger/in organisiert und ist an einem Freitag in der zweiten Hälfte Oktober, am späteren Nachmittag vorgesehen.

Zu den Unterlagen und zu weiteren Informationen (Nominierungskriterien, etc.)
Dienstag, 15. März 2011: Welttag der Sozialen Arbeit
Der diesjährige Welttag der Sozialen Arbeit findet am 15. März 2011 statt und steht im Zeichen der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung. Zum Rahmenthema „Selbstbestimmung und Behinderung“ finden in der Woche vom 14.- 20. März 2011 Aktivitäten in der ganzen Schweiz statt. So öffnen Institutionen für Besucherinnen und Besucher ihre Türen oder es wird zu Podiumsdiskussionen zum Rahmenthema eingeladen.

Der Welttag der Sozialen Arbeit soll der breiten Bevölkerung Einblicke in die vielfältigen Berufsfelder der Sozialen Arbeit ermöglichen. Auch rückt der Welttag der Sozialen Arbeit die zahlreichen Fachpersonen der Sozialen Arbeit, SozialpädagogInnen, Sozialarbeitende, Soziokulturelle AnimatorInnen, ArbeitsagogInnen oder KleinkindererzieherInnen, die sich tagtäglich um Menschen in sozialen Notlagen kümmern, ins Zentrum.
Buchprojekt auf gutem Weg
Das Buchprojekt „Pionierinnen und Pioniere der Sozialen Arbeit“ ist in der Schlussphase. Dank der zahlreichen Unterstützungszusagen können wir bereits einen Grossteil der Produktionskosten decken. Um die restlichen Ausgaben decken zu können, sind wir jedoch weiterhin auf finanzielle Unterstützung angewiesen.

Die bereits durchgeführten Interviews zeichnen auf eindrückliche Art und Weise die gesellschafts- und sozialpolitischen Entwicklungen der letzten sechs Jahrzehnte nach. Sie machen zudem deutlich, wie viel Mut und Beharrlichkeit nötig waren, um die Einrichtungen des Sozialwesens aufzubauen und die Professionalisierung der Sozialen Arbeit voranzutreiben. Durch das Buch kommt den vierzehn Frauen und Männern die öffentliche Anerkennung zu, die sie verdienen.

Das Buch erscheint im Haupt Verlag und wird ab Oktober 2011 erhältlich sein.
Aktuelles aus dem Generalsekretariat
Die ersten zwei Monate des Jahres sind für das Generalsekretariat von AvenirSocial jeweils die intensivste Arbeitsperiode. Nach dem Versand der Mitgliederrechnungen im Januar wird zurzeit der Jahresbericht 2010 und das Budget 2012 erarbeitet. Jahresbericht und Budget werden an der Delegiertenversammlung vom 24. Juni 2011 vorgelegt. Doch bereits vorweggenommen: Das Geschäftsjahr 2010 war erfolgreich.

Wir freuen uns sehr, dass der neue Berufskodex der Sozialen Arbeit weiterhin auf grosses Interesse stösst. Seit seiner Veröffentlichung im Dezember 2010 erreichen uns weiterhin zahlreiche Bestellungen. Ergänzend zum Berufskodex wird AvenirSocial in den kommenden Monaten zwei weitere Publikationen veröffentlichen. In einem Glossar werden die zentralen Begriffe des Berufskodexes näher erläutert und in einer zweiten, kompakten Brochüre, werden die zentralen Werte der Professionellen der Sozialen Arbeit festgehalten.

Erfreulich ist auch die Zunahme der Verbandsmitgliedschaften sowie der Abonnentinnen und Abonnenten von SozialAktuell. Diese Zahlen bestärken uns in unserer Arbeit.
Sondierungen für einen Berufsbildungsfonds im Sozialbereich
Mit der Inkraftsetzung des neuen Berufsbildungsgesetzes 2004 sind auch die Bereiche Soziales, Gesundheit und Kunst beim Bund integriert worden. Gemeinsam setzen sich seither Organisationen der Arbeitswelt Soziales, Bund und Kantone für eine qualitativ hoch stehende Berufsbildung und für ein ausreichendes Lehrstellen- und Ausbildungsangebot im Sozialbereich ein. Die Organisationen der Arbeitswelt Soziales tragen mit ihrem Engagement in der Berufsbildung wesentlich zur Qualitätssicherung, zur weitergehenden Professionalisierung des Sozialbereichs sowie zur Aufwertung sozialer Berufe bei. Ihr Ziel ist es, den beruflichen Nachwuchs in der Sozialbranche längerfristig sicherzustellen.

Damit diese Organisationen der Arbeitswelt ihre Aufgaben auch in Zukunft wahrnehmen können, muss deren Finanzierung auf ein sicheres Fundament gestellt werden. Bereits 2009 haben deshalb die Mitglieder von SAVOIRSOCIAL und damit alle wichtigen nationalen Arbeitgeber- und Arbeitnehmerverbände des Sozialbereiches (darunter auch AvenirSocial) sowie die Schweizerische Konferenz der kantonalen SozialdirektorInnen(SODK) entschieden, einen Berufsbildungsfonds für den Sozialbereich vorzubereiten.

Derzeit findet bei den Mitgliederverbänden von SAVOIRSOCIAL (also auch bei AvenirSocial) und bei den kantonalen Organisationen der Arbeitswelt Soziales eine interne Anhörung statt, in der sich diese zu Fragen der Trägerschaft, des Geltungsbereichs, der Leistungen und Finanzen, der Beitragsgestaltung sowie der Organisation des Fonds äussern können. Im Sommer 2011 werden die Mitglieder von SAVOIRSOCIAL entscheiden, ob ein Berufsbildungsfonds für den Sozialbereich eingeführt und beim Bundesrat ein Antrag auf Allgemeinverbindlicherklärung gestellt werden soll.

Weitere Informationen zum Projekt www.savoirsocial.ch
SOS Schulden
In Zusammenarbeit mit regionalen Caritas-Stellen und anderen Fachstellen bietet Caritas Schweiz unter der Gratisnummer 0800 708 708 neu die kostenlose und anonyme Beratungs-Hotline „SOS Schulden“ an.
Informationsmaterial kann über www.caritas-schuldenberatung.ch/ kostenlos bestellt werden.