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SozialAktuell de novembre: Kinderrechte

2019 jährt sich das Bestehen der UN-Kinderrechtskonvention zum dreissigsten Mal. Und am 24. Februar 1997 unterzeichnete auch die Schweiz dieses internationale Übereinkommen über die Rechte des Kindes. Als Mitarbeiter einer NGO, welche die Kinderrechte als Grundlage ihrer Arbeit sieht, war es mir ein Anliegen, dieses anstehende Jubiläum zum Anlass zu nehmen, um in diesem Heft dem Stand der Umsetzung von Kinderrechten in der Schweiz nachzugehen. Wie steht es – über zwanzig Jahre nach der Unterzeichnung – um die Rechte der Kinder in der Schweiz?
Dank der Konvention hat sich die Sicht auf die Kinder weltweit verändert. Kindheit wird als geschützter Lebensabschnitt definiert, und Kinder selbst werden seither als eigenständige Individuen anerkannt, die eine eigene Meinung haben und diese auch äussern dürfen. Und nicht nur das: Wenn es um Entscheidungen geht, welche die Zukunft der Kinder betreffen, haben diese ein ihrem Alter angemessenes Anhörungs- und Mitspracherecht.
Die Kinderrechte tragen auch zur Orientierung der demokratischen Erziehung von Kindern und Jugendlichen bei und legen für diese ein Fundament. Die demokratische Bildung der Kinder und Jugendlichen kann gelingen, wenn sie junge Menschen anregt, sich mit ihren Rechten auseinanderzusetzen. Umgekehrt ist ohne diesen Bezug auf eigene Rechte die demokratische Bildung von Kindern und Jugendlichen kaum vorstellbar. Denn gerade anhand der UN-Kinderrechtskonvention können Kinder und Jugendliche lernen, sich für ihre eigenen Interessen stark zu machen.
Letztlich ist demokratische Bildung aber nicht ein Privileg der jüngeren Generationen, sondern Voraussetzung für das Zusammenleben in einer offenen Gesellschaft und dadurch im Interesse aller, auch der Erwachsenen. Und das Wahren der Rechte der Kinder nimmt nicht zuletzt auch die Erwachsenen in die Verantwortung. So sind Kinderrechte Anlass und Grundlage, um Menschen aller Altersgruppen ihre komplexen Verantwortlichkeiten deutlich zu machen, die mit der Gewährleistung der Menschenrechte für Kinder verbunden sind.

Actuel


Point fort

  • Kinderrechte in der Schweiz

    (Rahel Wartenweiler)

    Mehr als zwanzig Jahre nach der Ratifikation der UN-Kinderrechtskonvention (UN-KRK) besteht in der Schweiz nach wie vor grosser Handlungsbedarf bei deren Umsetzung. Damit auch Kinder in schwierigen Lebenslagen ihre Rechte wahrnehmen können, muss die Schweiz an den Rahmenbedingungen arbeiten.

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  • Selbstzufriedenheit ist fehl am Platz

    (Philip D. Jaffé)

    2019 wird die UN-Kinderrechtskonvention 30 Jahre alt – eine gute Gelegenheit, die Förderung des Wohlbefindens aller in der Schweiz lebenden Kinder öffentlich zu postulieren. Speziell hingewiesen werden muss dabei auf das Prinzip des Vorrangs des Kindeswohls und das Recht des Kindes auf Beteiligung.

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  • Entwicklungsförderung durch Partizipation

    (Heidi Simoni und Sabine Brunner)

    Für die Partizipation junger Kinder gibt es kein Patentrezept, aber viele wichtige Erkenntnisse. Am Marie Meierhofer Institut für das Kind setzt man sich intensiv mit der Basis und den möglichen Formen des Einbezugs auseinander. Dabei zeigt sich, dass gerade auch aus psychologischer und pädagogischer Sicht viel dafür spricht, auch mit ganz jungen Kindern im Dialog zu stehen.

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  • Kinderburo Basel: Jedes Kind hat Rechte

    (Mirjam Rotzler)

    Worum es auch geht – im Kinderbüro Basel begegnet man sich auf Augenhöhe. Kinder werden ernst genommen, ihre Rechte gewahrt. Denn die Organisation hat es sich auf die Fahne geschrieben, Kinderrechte nachhaltig und alltagspraktisch umzusetzen. Damit dies klappt, sind von der Politik über die Verwaltung bis zu den Erziehungsberechtigten alle Akteure, die mit Kindern und ihren Belangen zu tun haben, gefordert.

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  • Das Wohl der Pflege- und Adoptivkinder

    (Nicolette Seiterle)

    Adoptivkinder und Pflegekinder wachsen nicht oder nur teilweise bei ihren leiblichen Eltern auf, weshalb Fragen nach Identität und Zugehörigkeit zentral sind. Fremdplatzierte Kinder und Jugendliche gehören zu einer besonders verletzlichen Gruppe Minderjähriger. Ihre Rechte müssen in der Schweiz gestärkt werden.

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  • Zwischen Asyl- und Kinderrecht

    (Georgiana Ursprung und Patricia Koch)

    Nach dem Anstieg der Anzahl unbegleiteter Minderjähriger in der Schweiz 2015 kam es zu ersten Schritten Richtung Professionalisierung und Harmonisierung ihrer Betreuung. Noch gibt es viel zu tun: Weiterhin werden sie primär als Asylsuchende und nicht als Kinder behandelt.

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  • Menschenrechtsbildung fur Kinder

    (Roger Häfeli, Anna-Carolina Alder und Thomas Kirchschläger)

    Nur wer seine Rechte kennt, kann sie auch einfordern. Das gilt gleichermassen für Erwachsene wie auch für Kinder und Jugendliche. Doch wie kommen die Kinder zu ihren Rechten, wie können sie damit einen Bezug zu ihrer Lebenswelt herstellen und in ihrer eigenen Lebenswelt aktiv werden? Ein Angebot der Pädagogischen Hochschule Luzern und der Stadt Luzern setzt genau hier an.

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  • Schutz der Rechte von Kindern in Tagesstrukturen

    (Zeno Steuri und Petra Greykowski)

    Institutionalisierte Kinderbetreuung ermöglicht Erziehungsberechtigten, einer Erwerbsarbeit nachzugehen und ihre Kinder professionell betreuen zu lassen. Standen früher vor allem die Bedürfnisse berufstätiger Eltern im Vordergrund, wird heute vermehrt ein Augenmerk auf die Qualität der Betreuungsangebote gelegt. Dabei ist die UN-Kinderrechtskonvention eine wichtige Richtschnur.

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  • Weblinks zum Schwerpunktthema

    Zusammengestellt durch die Geschäftsstelle von sozialinfo.ch unter sozialinfo.ch/sozialaktuell

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Plattform

  • Gesuche an Geldgeber: die eigene Arbeit spurbar machen

    (Robert Schmuki)

    Eine der Kernaufgaben jeder operativen Non-Profit-Organisation ist es, den Wert ihrer Arbeit für ihre Geldgeber zu übersetzen. Dazu gehören ein klares Arbeitsmodell, Zahlen – und Geschichten. Dieses dritte Element ist von zentraler Bedeutung, wird jedoch bei der Mittelsicherung oft sträflich vernachlässigt.

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  • Zum Stand der ergänzenden Hilfen zur Erziehung

    (Stefan Eberitzsch, Sabina Berger, Samuel Keller, Barbara Los, Jessica Wendland und Karin Werner)

    Seit einigen Jahren wird in der Schweiz zunehmend die Bezeichnung «Ergänzende Hilfen zur Erziehung» als Sammelbegriff für ambulante und (teil-)stationäre Leistungen für vulnerable Kinder, Jugendliche und deren Familien verwendet. Der Begriff erscheint auch in kantonalen Gesetzesinitiativen und Entwicklungsprojekten. Vor diesem Hintergrund wird hier den Fragen nachgegangen: Inwieweit und wie haben sich die ergänzenden Hilfen zur Erziehung mittlerweile etabliert? Tragen die kantonalen Initiativen und Entwicklungen dazu bei, Strukturprobleme der Kinder- und Jugendhilfe abzuschwächen?

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  • Soziale Arbeit gegen das Überwachungsgesetz

    (Sina Widmer, Thiemo Legatis und Tobias Studer)

    Am 25. November wird die Stimmbevölkerung der Schweiz darüber entscheiden, ob weite Teile der Gesellschaft von privaten Detektiven überwacht werden dürfen. Auf Verdacht hin und ohne richterlichen Beschluss. Die Gesetzesvorlage ist ein bewusster Schritt in die Richtung eines tendenziell autoritären Kontrollstaats, baut demokratische Mitbestimmung ab und hat damit weitreichende Konsequenzen für die Rahmenbedingungen Sozialer Arbeit.

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Kiosk


AvenirSocial

  • Region Ostschweiz: Mobilisation, Vernetzung und Politik!

    (Tobias Kindler und Kathrin Amann)

    Die Region Ostschweiz von AvenirSocial lebt vom aktiven Engagement der Mitglieder. Eine zentrale Aufgabe der Regionalleitung ist es deshalb, die Mitarbeit spannend und attraktiv zu gestalten. Wie kann das gelingen? Ein Einblick in laufende Überlegungen und Entwicklungen.

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Bildung und Stellen