AvenirSocial - Professionelle Soziale Arbeit Schweiz

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Archiv 2011

Dez. 11: Prüfung der Verfassungsmässigkeit des Sozialhilfegesetzes
Beschwerde beim Bundesgericht gegen die Pflicht zu Generalvollmachten und neue Auskunftspflichten.

AvenirSocial (Soziale Arbeit Schweiz), die Demokratischen Juristinnen und Juristen Bern (djb), das Komitee der Arbeitslosen und Armutsbetroffenen (KABBA), die Partei der Arbeit des Kantons Bern (PdA) sowie die Grüne Partei Bern (GPB-DA) legen Beschwerde beim Bundesgericht gegen das teilrevidierte Sozialhilfegesetz des Kantons Bern (SHG) ein. Sie lassen die neuen Gesetzesbestimmungen zu den Generalvollmachten und den Auskunftspflichten von Privatpersonen auf ihre Verfassungsmässigkeit durch das Bundesgericht überprüfen.

Das SHG verpflichtet mit neuen der Generalvollmacht die Sozialdienste, von allen Menschen, die Antrag auf Sozialhilfe stellen, eine Blankovollmacht auf Vorrat für das Einholen von Auskünften zu allen möglichen Themen einzufordern (SHG Art. 8b, 3). Dies unabhängig davon, ob die Betroffenen - wie im Normalfall üblich - korrekt alle nötigen Informationen und Unterlagen zur Verfügung stellen. Die Bestimmung stellt alle armutsbetroffenen Menschen unter Generalverdacht.

Auch die neu vorgesehene Auskunftspflicht von Personen, die in Haus- bzw. Wohngemeinschaft mit Sozialhilfebeziehenden leben, von VermieterInnen und von Arbeitgebenden schafft Bürger/innen zweiter Klasse. AvenirSocial steht ein für gleichen Datenschutz für alle Menschen, unabhängig davon, ob sie ihre Existenz selber sichern können oder (meist vorübergehend) nicht.

In den Artikeln in "Der Bund" vom 20.12.11 und 21.12.11 (Print) wurde über die Pflicht zur Generalvollmacht bei Antragsstellung leider nicht korrekt berichtet. Unser Berufsverband beanstandet konkrete, themenspezifische Vollmachten nicht, die im Einzelfall zur Beschaffung von Informationen notwendig sein können und bei Bedarf eingeholt werden.

Direkter Download - Achtung Link öffnet sich in einem neuen Fenster (Medienmitteilung AvenirSocial Schweiz vom 20. Dezember 2011 - document, 0.77 MB)   Medienmitteilung AvenirSocial Schweiz vom 20. Dezember 2011 (0.77 MB)
Dez. 11: Massnahmen betreffend "Sozialhilfe unter Druck"
Am Diskussionsabend "Sozialhilfe unter Druck" vom 14. November 2011 wurden von den Teilnehmer/innen zahlreiche Vorschläge für Verbesserungen erarbeitet. Das Organisationskomitee hat alle Flipcharts und Rückmeldungen von ModeratorInnen ausgewertet. Folgende Massnahmenbereiche wurden als Prioritäten genannt (Zusammenfassung):

1) Selber: Freiräume nutzen, fachliche Kompetenzen nutzen und Druck nicht nach unten weitergeben
Gerne unterstützen wir euch hier beratend bei der persönlichen Umsetzung von Verbesserungen. Solltet ihr befürchten, deswegen selber unter Druck zu geraten, meldet euch bei uns frühzeitig für Beratung und Unterstützung! Auch externe Beratungsstellen können hilfreich sein, siehe Anhang.

2) Innerhalb der Institutionen Spielräume nutzen, Diskurse führen zum Doppelmandat, Berufsidentität stärken und strukturelle Bedingungen hinterfragen
Wir empfehlen, Intervisionen hierfür zu nutzen, bzw. wieder zu schaffen, siehe Anhang.
Gerne unterstützen wir euch auch mit thematischen Inputs an internen Weiterbildungen, Teamanlässen oder Retraiten (bitte schlagt dies euren Vorgesetzten vor), sowie mit der Vermittlung von Erfahrung und Kontakten.


3) Öffentlichkeitsarbeit leisten und (politisch) Einfluss nehmen auf die Rahmenbedingungen
AvenirSocial Sektion Bern lädt alle Interessierten ein, Ende Februar/anfangs März am Feierabend an einer Arbeitsgruppensitzung teilzunehmen. Wir stellen einzelne Beispiele von erfolgreichen Aktivitäten vor und möchten gemeinsam mit euch einzelne Massnahmen konkretisieren und umsetzen. Termin und nähere Informationen folgen per Rundmail.

4) Aufbau von Selbsthilfegruppen von SozialhilfeempfängerInnen
Dieses Thema wird von der Gruppe Menschenwürde in der Sozialhilfe aufgenommen und weiterverfolgt. Interessierte werden von GMS direkt kontaktiert.

Nov. 11: Engagierte Diskussionen zu "Sozialhilfe unter Druck"
Am 14. November 2011 trafen sich mehr als 70 Sozialarbeitende und Armutsbetroffene im Hotel Bern zum Diskussionsabend "Sozialhilfe unter Druck". Die Referate von Selina Tribbia und Annie Ortelli zu den Auswirkungen des Drucks auf die Arbeitsbedingungen der Sozialarbeit und die Lebenssituation von Armutsbetroffenen wurden mucksmäuschenstill verfolgt.

In den Gruppendiskussionen war das grosse Interesse an zielgerichteten Verbesserungen regelrecht greifbar. Viele wertvolle Anregungen und Vorschläge sind daraus entstanden. Die deutlich spürbare Bereitschaft, selber zu Verbesserungen beizutragen, wird bei der Umsetzung von Folgeaktivitäten eine wichtige Rolle spielen.

Via Newsletter werden wir Informationen zum Thema und Einladungen zu Aktivitäten über den Kreis der TeilnehmerInnen hinaus verschicken.

Nov. 11: Der Grosse Rat sagt Ja zur Mitfinanzierung der Schulsozialarbeit!
Mit einer hauchdünnen Mehrheit von 72 zu 71 Stimmen sprach sich der Grosse Rat am Mittwoch, 23. November 2011 für eine verbindliche kantonale Mitfinanzierung der Schulsozialarbeit im Umfang von 30% aus. Das freut uns sehr - auch wenn wir eine deutlich höhere finanzielle Beteiligung als angemessener erachten.

Unsere Fachgruppe Schulsozialarbeit AvenirSocial Espace Mittelland hat sich während dem letzten Jahr intensiv für die verbindliche Mitfinanzierung engagiert. Das war entscheidend wichtig. Herzlichen Dank allen ehrenamtlich engagierten Mitgliedern!
Nov. 11: Initiative "Faire Löhne" ist eingereicht
Mit 15'943 beglaubigten Unterschriften konnten wir die kantonale Initiative "Faire Löhne" am Mittwoch, 23. November 2011 einreichen. Regierung und Parlament müssen sich nun mit dem demotivierenden Missstand beschäftigen, dass auch bei guten Leistungen vielerorts schon über Jahre kein Stufenanstieg mehr bezahlt wurde. Diese Stagnation trifft insbesondere jüngere Kolleginnen und Kollegen, besonders stark in der Sozialpädagogik.

AvenirSocial Sektion Bern unterstützt die Lohninitiative, die am 27. April 2011 von den Personalverbände VPOD, BSPV und LEBE lanciert wurde. Die Lohninitiative fordert, dass das kantonale Lohnsystem gemäss der ursprünglichen Konzeption umgesetzt wird und bei guten Arbeitsleistungen ein jährlicher Lohnstufenaufstieg (bis max. Stufe 53) gewährleistet ist: Faire Löhne für gute Arbeit sollen wieder Realität werden.

Nov. 11: Kantonale Vormundschaftsbehörden ab 2013
Mit einem sehr klaren Entscheid verpflichtete der Grosse Rat am 22. November 2011 den Regierungsrat, das kantonale Modell für die zukünftigen Kinder- und Erwachsenenschutzbehörden umzusetzen: mit 103 zu 27 Stimmen (6 Enthaltungen).

Die Kehrtwende des Regierungsrats vom Juni 2011 wurde hiermit definitiv rückgängig gemacht. Die BKSE hat wesentlich dazu beigetragen, dass dies möglich wurde. Herzlichen Dank Andrea Lüthi und allen Vorstandsmitgliedern!

BZ-Artikel: Vormundschaft: Parlament beharrt auf kantonalem Modell
Bund-Artikel: Vormundschaft: Grosser Rat goutiert Kehrtwende nicht

Aug. 11: KESB: vorberatende Kommission korrigiert Regierungsrat
17 Grossrätinnen und Grossräte aller Fraktionen lehnten am 12. August in der vorberatenden Kommission das kommunale Modell im Kindes- und Erwachsenenschutz einstimmig ab. Die Professionalisierung der Vormundschaftsbehörden erhält nochmals eine Chance.

Das letzte Wort hat der Grosse Rat, der das neue Gesetz in der Novembersession in der ersten Lesung beraten wird.

Wir danken allen, die mit Briefen, Gesprächen, Argumenten, Beispielen, etc. dazu beigetragen haben, dass dies möglich wurde. Bis zur Novembersession ist noch weitere Überzeugungsarbeit wichtig.


Juli 11: Stellungnahme zur Konsultation der SHV-Verordnung
In der Verordnung über die öffentliche Sozialhilfe (SHV) werden Präzisierungen zum Sozialhilfegesetz (SHG) geregelt. Unser Berufsverband erachtet es als dringend notwendig, dass die Fallzahlbelastung pro 100% Sozialarbeit-Stelle reduziert wird auf 70-80 Fälle (statt 80-100). Das vorliegende Bonus-Malus-System können wir nicht unterstützen. Eine regelmässige Evaluation der Auswirkungen des Systems auf die Existenzsicherung muss in der Verordnung verankert werden.
Lesen Sie in unserer Stellungnahme mehr hierüber und zu: Sozialinspektorate, Rückerstattung von Sozialhilfe, Aufgaben des Fachpersonals, Stellenbemessung für Berufseinsteiger/innen und weiteren Themen:
Direkter Download - Achtung Link öffnet sich in einem neuen Fenster (Stellungnahme zur teilrevidierten Sozialhilfeverordnung - document, 0.14 MB)   Stellungnahme zur teilrevidierten Sozialhilfeverordnung (0.14 MB)
Juni 11: Nein zum Sozialabbau im Kanton Bern: das Sparpaket geht zu weit
Der Kanton Bern kommt wegen Steuersenkungen, der Finanzkrise und neuen Verpflichtungen (Abbau beim Bund) in einen finanziellen Schwitzkasten. Das vom Regierungsrat beschlossene Sparpaket geht weit über die schmerzhaften Abbaumassnahmen von 1991 bis 2002 hinaus. Wichtige Staatsaufgaben sollen nun noch mehr - Scheibchen um Scheibchen - reduziert werden. Das geht zu weit.

Besonders hart soll es den Behindertenbereich treffen: 5 Mio. Franken sollen gestrichen werden. Das geht nur über Abbau von Leistungen, Qualität und Löhnen. Schon heute ist der Nachholbedarf bei den Löhnen in den subventionierten Heimem sehr gross: Erfahrung, Engagement und Betriebstreue können nicht honoriert werden. Schon heute fehlt das Geld, um genügend ausgebildetes Personal anzustellen. Reformen sind nicht mehr realistisch (Subjektfinanzierung).

Ein tragfähiges soziales Netz und anständige Löhne im Sozialbereich bedingen genügend Geld, sprich Steuereinnahmen. Dann ist kein schmerzhafter Abbau mehr nötig.
Juni 11: Kehrtwende in Vormundschaftsrevision rückgängig machen
Unser Berufsverband AvenirSocial Sektion Bern erachtet den Regierungsentscheid, die unumgängliche Professionalisierung der Behörden des Kindes- und Erwachsenenschutzes den Gemeinden zu überlassen, als sehr problematisch und verantwortungslos.
Schreiben auch Sie dem Regierungsrat einen Brief!
Je mehr Briefe eintreffen, desto mehr Beachtung findet unser wichtiges Anliegen. Gerne stellen wir unseren Brief als Muster im Word-Format zur Verfügung:
Direkter Download - Achtung Link öffnet sich in einem neuen Fenster (Brief an den Regierungsrat Vormundschaftsrevision 2011 06 - document, 0.12 MB)   Brief an den Regierungsrat Vormundschaftsrevision 2011 06 (0.12 MB)
Direkter Download - Achtung Link öffnet sich in einem neuen Fenster (Musterbrief Regierungsrat Vormundschaftsrevision 2011 06 - document, 32 KB)   Musterbrief Regierungsrat Vormundschaftsrevision 2011 06 (32 KB)
Juni 11: Beschwerde beim Bundesgericht gegen teilrevidiertes Sozialhilfegesetz geplant
Die Sektion Bern dankt AvenirSocial Schweiz für die wertvolle Unterstützung!

AvenirSocial (Berufsverband der Professionellen der Sozialen Arbeit), die Demokratischen Juristinnen und Juristen Bern (djb), das Komitee der Arbeitslosen und Armutsbetroffenen (kabba) sowie weitere Organisationen legen Beschwerde beim Bundesgericht gegen das teilrevidierte Sozialhilfegesetz des Kantons Bern (SHG) ein. Die beschwerdeführenden Parteien lassen gewisse Bestimmungen im Rahmen einer abstrakten Normenkontrolle auf ihre Verfassungskonformität überprüfen.
Mai 11: Stellungnahme zur Konsultation des Behindertenberichts (Subjektfinanzierung)
Im kantonalen Behindertenbericht werden die tragenden Säulen der zukünftigen Angebote für Menschen mit einer Behinderung festgehalten. Der Bericht definiert Planungsgrundsätze, welche die Grundlage bilden für die Gesetzgebung. Der Regierungsrat wird den definitiven Bericht dem Grossen Rat vorlegen.

Knackpunkt bei der angestrebten Reform hin zur Subjektfinanzierung ist die Finanzierung. Falls an der Vorgabe der Kostenneutralität festgehalten wird, ist zu befürchten, dass die geplante Subjektfinanzierung zu Lasten der Qualität der Angebote und der Arbeitsbedingungen gehen wird. Dieses Risiko darf nicht in Kauf genommen werden, da die daraus entstehenden Schäden nicht wieder gut zu machen sind. Die verbindliche Zusage von angemessenen zusätzlichen finanziellen Mitteln ist für unseren Berufsverband eine wichtige Voraussetzung, um den Systemwechsel hin zur Subjektfinanzierung unterstützen zu können.

In unserer Stellungnahme haben wir unter dem Vorbehalt der Finanzierung insbesondere die Qualitätsstandards unter die Lupe genommen:
Direkter Download - Achtung Link öffnet sich in einem neuen Fenster (Stellungnahme zum Entwurf des Behindertenberichts - document, 0.13 MB)   Stellungnahme zum Entwurf des Behindertenberichts (0.13 MB)
Mai 11: Ablehnung der Motion Müller zu Sanktionen in der Sozialhilfe
Herr Philippe Müller, FDP-Grossrat, fordert in seiner Motion "Wirksame Massnahmen bei nicht kooperierenden Sozialhilfebezügerinnen und Sozialhilfebezügern". Seine Motion greift verständliche Anliegen auf, fordert jedoch zwei Massnahmen, die wir als höchst problematisch und weitgehend kontraproduktiv erachten: Sanktionen durch finanzielle Kürzungen weit unter das Existenzminimum und einen standardisierten Sanktionskatalog.

Wir gelangten an den Regierungsrat und alle Mitglieder des Grossen Rats mit der Bitte, die Forderungen der Motion abzulehnen, siehe unseren Brief.
Direkter Download - Achtung Link öffnet sich in einem neuen Fenster (Stellungnahme zur Motion Müller zu Sanktionen in der Sozialhilfe - document, 0.11 MB)   Stellungnahme zur Motion Müller zu Sanktionen in der Sozialhilfe (0.11 MB)
Direkter Download - Achtung Link öffnet sich in einem neuen Fenster (Motion Müller und die Antwort des Regierungsrats  - document, 99 KB)   Motion Müller und die Antwort des Regierungsrats  (99 KB)
Mai 11: Referendum SHG: Einreichung der Unterschriften als Petition und Prüfung juristische Möglichkeiten
In den vergangenen 3 Monaten haben viele engagierte Mitglieder im Rahmen ihrer Möglichkeiten dazu beigetragen, dass 6'500 Unterschriften für das Referendum gegen das Sozialhilfegesetz gesammelt werden konnten: Vielen herzlichen Dank für euren Einsatz!

Leider genügen 6'500 Unterschriften nicht, um das Referendum realisieren zu können. Die gesammelten Unterschriften wurden am Mittwoch, 25. Mai 2011 dem Kanton Bern als Petition übergeben.

Unser Berufsverband wird sich weiterhin für eine Änderung der problematischen neuen Gesetzesvorschriften engagieren, insbesondere werden wir die juristischen Möglichkeiten nochmals näher prüfen.
Mai 11: Fachtagung Tannenhof vom 6.5.11: Wann und wie ist Hilfe sinnvoll?
Um die hundert Fachpersonen fanden sich zu diesem Thema an der 13. Fachtagung im Tannenhof ein. Richard Märk eröffnete und moderierte die Tagung sehr humorvoll, wie gewohnt. Die vielseiten Referate sprachen viele der Facetten dieser Grundfrage der Sozialen Arbeit an und regten zum Nachdenken und zu Diskussionen an.

Sonja Bieri begrüsste alle Anwesenden im Namen von AvenirSocial Sektion Bern. Isabelle Bohrer sprach prägnant über die Soziale Arbeit als professionalisierte Form des Helfens:
"Hilfe per se muss nicht nur positiv sein. Sie ist es dann, wenn sie dazu beiträgt, dass Menschen ihre Bedürfnisse erfüllen können. ... Helfen ist nicht modern und Hilfsbedürftig sein noch weniger. Dennoch sind Menschen auf Hilfe angewiesen und Sie bestimmen mit, wann sie welche Hilfe in welchem Ausmass erhalten. Dies ist meines Erachtens eine zu tiefst ethische Frage.
Zum Schluss möchte ich Ihnen noch einen für mich wichtigen Gedanken mitgeben. Bei der ganzen Diskussion um Hilfe sollte nämlich nicht vergessen werden, dass auch Profis Hilfe brauchen. Ein Hilfsmittel ist der Berufskodex für Soziale Arbeit."


Mehr lesen Sie hier:
Direkter Download - Achtung Link öffnet sich in einem neuen Fenster (Referat Isabelle Bohrer Tannenhof 2011 - document, 0.16 MB)   Referat Isabelle Bohrer Tannenhof 2011 (0.16 MB)
Direkter Download - Achtung Link öffnet sich in einem neuen Fenster (Folien Isabelle Bohrer Tannenhof 2011 - document, 0.74 MB)   Folien Isabelle Bohrer Tannenhof 2011 (0.74 MB)
April 11: Stellungnahme zur Konsultation der ASIV-Verordnung
In der Verordnung über die Angebote zu Sozialen Integration ASIV werden wichtige Vorgaben für die Qualität und Finanzierung der Kindertagesstätten und der offenen Kinder- und Jugendarbeit festgelegt. Das neue Finanzierungsmodell können wir nicht unterstützen. Die Anforderungen an die Qualifikation des Fachpersonals sind klar nicht ausreichend.

Unsere Stellungnahme und Antworten im Fragekatalog:
Direkter Download - Achtung Link öffnet sich in einem neuen Fenster (Stellungnahme zur Konsultation der ASIV-Verordnung - document, 0.12 MB)   Stellungnahme zur Konsultation der ASIV-Verordnung (0.12 MB)
Direkter Download - Achtung Link öffnet sich in einem neuen Fenster (Antworten im Fragekatalog - document, 27 KB)   Antworten im Fragekatalog (27 KB)
März 11: Stellungnahme zum neuen Einführungsgesetz zum Kindes- und Erwachsenenschutzrecht
Mit dem Einführungsgesetz zum Kindes- und Erwachsenenschutzrecht EG KES regelt der Kanton Bern die grosse Reorganisation im Vormundschaftswesen.
Wir begrüssen die angestrebte Professionalisierung der Vormundschaftsbehörden mittels 11 kantonalen Fachbehörden sehr. In wesentlichen Aspekten, die für die Stärkung der Fachlichkeit zentral sind, bestehen jedoch grössere Defizite in der Vorlage. Dazu gehören insbesondere die Anforderungen an Qualifikation und Zusammensetzung der Behördenmitglieder, die Regelung der Aufgabenteilung zwischen den Kindes- und Erwachsenenschutzbehörden (KESB) und den abklärenden Diensten, sowie die Klärung von Schnittstellen, bzw. der Finanzierung von präventiven Massnahmen sowie Notfallplatzierungen im Bereich des Kindesschutzes. Hierzu haben wir Verbesserungsvorschläge (Anträge) eingebracht.

Herzlichen Dank an alle Mitglieder, die zu dieser Stellungnahme beigetragen haben!
Direkter Download - Achtung Link öffnet sich in einem neuen Fenster (Stellungnahme zum neuen Einführungsgesetz zum Kindes- und Erwachsenenschutzrecht - document, 0.13 MB)   Stellungnahme zum neuen Einführungsgesetz zum Kindes- und Erwachsenenschutzrecht (0.13 MB)

März 11: Referate zu "Selbstbestimmung und Behinderung" zum Welttag 2011
Brigitte Hunziker, Vorstandsmitglied, und Dr. Thomas Roth, Abteilungsleiter HF der BFF begrüssten die rund 50 Fachpersonen zum Welttag der Sozialen Arbeit der Sektion Bern zu "Selbstbestimmung und Behinderung" am 15. März 2011.


Moderatorin Brigitte...



Dr. Thomas Roth


In sehr informativen und anregenden Referaten stellten Frau Prof. Dr. Dorothea Lage und Herr Claus Detreköy vor, wie die Selbstbestimmung individuell und institutionell gefördert werden kann.

Frau Prof. Dr. Dorothea Lage analysierte die Voraussetzungen für Selbstbestimmungen, zeigte das Potential von Unterstützter Kommunikation auf und zeigte anhand eines Fallsbeispiels eindrücklich, wie wichtig die professionelle Gestaltung von Übertritten von Schulalter ins Erwachsenenalter ist.

Ihr vollständiges Referat kann bei der Geschäftsstelle der Sektion Bern bestellt werden (gut 20 MB). Hier die Kurzfassung:
Direkter Download - Achtung Link öffnet sich in einem neuen Fenster (Kurzfassung Referat Prof. Dr. Dorothea Lage Welttag 2011 - document, 18 KB)   Kurzfassung Referat Prof. Dr. Dorothea Lage Welttag 2011 (18 KB)


Prof. Dr. Dorothea...



Claus Detreköy


Claus Detreköy, Leiter Abteilung Erwachsene Behinderte, ALBA, GEF, stellt die Grundsätze des neuen Behindertenkonzepts vor. Die Rahmenbedingungen, Instrumente und Spannungsfelder der geplanten Subjektfinanzierung standen im Zentrum seiner Präsentation:
Direkter Download - Achtung Link öffnet sich in einem neuen Fenster (Präsentation Claus Detreköy Welttag 2011 - document, 0.34 MB)   Präsentation Claus Detreköy Welttag 2011 (0.34 MB)

AvenirSocial Sektion Bern unterstützt das Referendum SHG
Der Vorstand des Berufsverbandes AvenirSocial Sektion Bern hat beschlossen, das Referendum gegen die Änderungen des Sozialhilfegesetzes (SHG) zu unterstützen. Die wichtigsten Gründe hierfür sind: Misstrauenshaltung des Grossen Rates, problematische Anzeigepflichten und Vollmachtspflicht. Zu unserer Medienmitteilung und unserer Begründung. Die Änderungen des SHG im Rahmen des FILAG müssten mit einem separaten Referendum zur Abstimmung gebracht werden. Darauf verzichtet der Vorstand, weil dies den Rahmen unserer beschränkten Ressourcen klar sprengen würde.

Helfen auch Sie aktiv mit bei der Unterschriftensammlung, sei es im Rahmen einer Standaktion oder im eigenen Umfeld. Ein Anruf oder eine Email genügt: 031 382 33 38 (Mo, Fr) oder bern (at) avenirsocial.ch. Merci!

Unsere Medienmitteilung:
Direkter Download - Achtung Link öffnet sich in einem neuen Fenster (AvenirSocial Sektion Bern unterstützt das Referendum SHG - document, 40 KB)   AvenirSocial Sektion Bern unterstützt das Referendum SHG (40 KB)
Direkter Download - Achtung Link öffnet sich in einem neuen Fenster (Referendumsvorlage SHG: Wortlaut aller revidierten Artikel - document, 0.19 MB)   Referendumsvorlage SHG: Wortlaut aller revidierten Artikel (0.19 MB)
Direkter Download - Achtung Link öffnet sich in einem neuen Fenster (Debatte im Grossen Rat 1. Lesung SHG (Revision grundsätzlich und Anträge Vollmacht), S.6-18 - document, 0.20 MB)   Debatte im Grossen Rat 1. Lesung SHG (Revision grundsätzlich und Anträge Vollmacht), S.6-18 (0.20 MB)
Direkter Download - Achtung Link öffnet sich in einem neuen Fenster (Debatte im Grossen Rat 2. Lesung SHG (Thema Vollmacht), S.7-10 - document, 0.42 MB)   Debatte im Grossen Rat 2. Lesung SHG (Thema Vollmacht), S.7-10 (0.42 MB)
Argumentarium und Unterschriftenbogen:
Direkter Download - Achtung Link öffnet sich in einem neuen Fenster (Ergänzendes Argumentarium AvenirSocial Sektion Bern - document, 0.11 MB)   Ergänzendes Argumentarium AvenirSocial Sektion Bern (0.11 MB)
Direkter Download - Achtung Link öffnet sich in einem neuen Fenster (Unterschriftenbogen A4 "Datenschutz für alle" - document, 1.00 MB)   Unterschriftenbogen A4 "Datenschutz für alle" (1.00 MB)
Direkter Download - Achtung Link öffnet sich in einem neuen Fenster (Unterschriftenkarte A5 "Datenschutz für alle" - document, 0.99 MB)   Unterschriftenkarte A5 "Datenschutz für alle" (0.99 MB)

Feb. 11: Neues kantonales Behindertenkonzept und Subjektfinanzierung
Der Regierungsrat hat das kantonale Behindertenkonzept für erwachsene Menschen mit einer Behinderung verabschiedet. Der Bundesrat muss es jetzt noch genehmigen.

Zahlreiche unserer Anträge sind aus der Anhörung ins fertige Konzept aufgenommen. Z.B. sind bei der Definition der grundlegenden Leistungsbereiche zentrale Aufgabenbereiche der Sozialpädagogik nun explizit erwähnt. Auch dem Einbezug der Angehörigen und betreuenden Bezugspersonen wurde mehr Gewicht verliehen.

Sehr fragwürdig ist hingegen das Prinzip der Kostenneutralität. Mehr Wahlfreiheit bedingt ein breiteres, flexibleres Angebot, das - bei gleicher Qualität - nicht gratis zu haben ist.

Das Behindertenkonzept des Kantons Bern:
Direkter Download - Achtung Link öffnet sich in einem neuen Fenster (Förderung der Selbstbestimmung und der gesellschaftlichen Teilhabe von erwachsenen Menschen mit einer Behinderung - document, 0.18 MB)   Förderung der Selbstbestimmung und der gesellschaftlichen Teilhabe von erwachsenen Menschen mit einer Behinderung (0.18 MB)

Feb. 11: Wohin wende ich mich bei Verdacht auf Missbrauch oder Misshandlung?
AvenirSocial Sektion Bern empfiehlt, die Polizei sowie die Aufsichtsbehörde, das Alters- und Behindertenamt (ALBA), bzw. das Kantonale Jugendamt (KJA), zu benachrichtigen, wenn Gewissheit oder ein konkreter Verdacht auf Missbrauch oder Misshandlung besteht. Besteht kein konkreter Verdacht, jedoch eine vage Vermutung oder ein zukünftiges Risiko, empfehlen wir, sich je nach Situation von Expert/innen einer Fachstelle und/oder vom ALBA, bzw. dem KJA beraten zu lassen.
Lassen Sie sich auch beraten, um allfällige Opfer bestmöglich zu schützen sowie strafrechtliche oder aufsichtsrechtliche Untersuchungen bestmöglich zu unterstützen. Gerne unterstützen wir unsere Mitglieder.

Was kann ich als Mitarbeiterin oder Mitarbeiter tun bei Verdacht auf Missbrauch, Misshandlung oder falschen oder schlechten Behandlungen in einem Heim? An wen kann ich mich wenden? Gerne unterstützen wir unsere Mitglieder.

1) Bei Beobachtungen in der eigenen Institution, sofern möglich:
Wenden Sie sich an Ihre Vorgesetzten oder an die hierfür zuständige Person in Ihrer Institution.

2) Wenn Beobachtungen nicht in der Institution besprochen werden können, empfiehlt das Alters- und Behindertenamt (ALBA) des Kantons Bern:

a) Auch Mitarbeitende können eine aufsichtsrechtliche Anzeige erstatten, bei „Tatsachen, die ein Einschreiten der Aufsichtsbehörde (ALBA) geboten erscheinen lassen“ (Heimverordnung Art. 27).

b) Sind Sie aber unsicher, ob die Gründe für eine aufsichtsrechtliche Anzeige gegeben sind oder hat eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter Befürchtungen, es bestehe ein Risiko für zukünftige Probleme und Verfehlungen, kann und soll diese/r sich jederzeit ganz informell ans ALBA wenden, um abzuklären, wie am besten weiter vorzugehen ist.

Das ALBA legt grossen Wert darauf, dass Mitarbeitende Beobachtungen über allfällige Missstände oder falsche Behandlungen unbedingt melden, damit den Bewohnerinnen und Bewohnern von Heimen der ihnen zustehende Schutz ihrer Gesundheit, persönlichen Integrität und Würde bestmöglich garantiert werden kann. Das ALBA ist um jeden relevanten Hinweis froh und geht diesen gerne nach.
Auch Berufspersonen, welche nicht in einer Institution arbeiten, die der Aufsicht des ALBA unterstellt ist, dürfen sich ans ALBA wenden, wenn Ihnen die zuständige Stelle nicht bekannt ist.
Meldungen ans ALBA können auch anonym erfolgen, dies ist aber oft wenig hilfreich, da das ALBA darauf angewiesen ist, bei den Meldenden weitere Auskünfte einholen zu können. Alle Mitteilungen ans ALBA werden selbstverständlich vertraulich behandelt.

Kontakt ALBA: Tel. 031 633 42 83, info (at) alba.gef.ch

Expert/innen bei Verdacht auf Missbrauch oder Misshandlung von Kindern:
Fil Rouge Kindesschutz: Tel. 031 633 71 48, filrouge (at) jgk.be.ch
Kantonale Anlauf- und Beratungsstelle für Fachleute bei Verdacht oder Gewissheit einer Kindsmisshandlung (nicht für Angehörige oder Betroffene).

Unterstützung von Opfern einer Straftat
Die kantonalen Opferhilfestellen unterstützen Menschen, die Opfer einer Straftat geworden sind juristisch, sozial, medizinisch, psychologisch und materiell. Dies ist unabhängig davon, ob ein Strafverfahren eingeleitet wurde oder nicht.
Kontaktangaben der Opferhilfe-Beratungsstellen.

Feb. 11: Schockierende Missbräuche an Kindern und Behinderten
Der langjährige sexuelle Missbrauch an Kindern und Menschen mit einer Behinderung hat unseren Berufsverband sehr schockiert. AvenirSocial Sektion Bern verurteilt diese skrupellosen Missbräuche an besonders verletzlichen Menschen scharf. Eine Verbesserung der Schutzmöglichkeiten ist zu prüfen.

Unsere Medienmitteilung:
Direkter Download - Achtung Link öffnet sich in einem neuen Fenster (Schockierende Missbräuche an Kindern und Behinderten - document, 39 KB)   Schockierende Missbräuche an Kindern und Behinderten (39 KB)

Interview mit Geschäftsleiterin Jutta Gubler Kläne-Menke im Regionaljournal Bern Freiburg Wallis vom 3. Februar 2011:
Podcast hören.

Jan. 11: Schulsozialarbeit verbindlich, massgeblich und verlässlich finanzieren
In der laufenden Revision des Volkschulgesetzes VSG soll die gesetzliche Grundlage geschaffen werden, damit der Kanton Bern die Schulsozialarbeit finanziell unterstützen kann. Der Gesetzesentwurf ist jedoch viel zu unverbindlich formuliert. Gemeinsam mit der Fachgruppe Schulsozialarbeit AvenirSocial Espace Mittelland haben wir unsere zentralen Anliegen erarbeitet und in die Vernehmlassung eingebracht:

1) Eine verbindliche, massgebliche und verlässliche Finanzierung der Schulsozialarbeit:
a) verbindliche kantonale Mitfinanzierung, wenn klar definierte Kriterien und Qualitätsstandards erfüllt sind
b) massgebliche kantonale Mitfinanzierung zu 50% der Lohnkosten
c) verlässliche kantonale Mitfinanzierung über 4-jährige Verträge
2) Pro max. 400 Schüler/innen eine Vollzeitstelle zu 100%, Minimalpensum nicht unter 50%.
3) Vom Kanton definierte Anforderungen an die Qualifikation des Fachpersonals.

Unsere Argumente und die vollständige Stellungnahme:
Direkter Download - Achtung Link öffnet sich in einem neuen Fenster (Stellungnahme Revision Volksschulgesetz 2011 - document, 0.13 MB)   Stellungnahme Revision Volksschulgesetz 2011 (0.13 MB)

In unserem Archiv 2010 finden Sie:
  • Revision SHG: Kantonsparlament beschliesst problematische neue Anzeigepflicht
  • Stellungnahme zu Gesetz zu freiheitsbeschränkenden Massnahmen
  • Teilrevisionen Sozialhilfegesetz: AvenirSocial Sektion Bern lehnt sie ab
  • „Seerosen pflanzt niemand in einen Steingarten um“
  • Stellungnahme zum neuen kantonalen Behindertenkonzept
  • Wirkungsvolle Fachtagung unserer Fachgruppe Schulsozialarbeit
  • Welttag der Sozialen Arbeit: Auswege aus der Langzeitarbeitslosigkeit
  • Stellungnahme zur revidierten Sozialhilfeverordnung
  • Kein Arbeitsobligatorium vor Sozialhilfe!
  • Stellungnahme zum teilrevidierten Sozialhilfegesetz

und noch Vieles mehr!