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SozialAktuell de mai: Sitzungen

Letzten Sommer hatte ich die Idee, ein Heft über Sitzungen zu machen. Sofort empfand ich einen Nervenkitzel und ein leichtes Erschrecken. Als ob ein Schwerpunkt zum Thema Sitzungen ein Narrenstück oder ein Sakrileg wäre. Als ich kurz darauf meinen Plan an der Sitzung der Redaktionsgruppe vorstellte, stand dieses Gefühl ebenfalls im Raum.
Warum dies? Gibt es etwas Geheiligtes in Sitzungen, das mit einem Tabu geschützt wird? Während der Vorbereitung dieses Schwerpunkts kamen neue Fragen dazu: Wieso gibt es so wenig empirisch gesichertes Wissen über Sitzungen in der Sozialen Arbeit? Warum gab es noch nie einen Schwerpunkt zum Thema Sitzungen in unserer Zeitschrift?
Vielleicht finden Sie auf den folgenden Seiten Antworten. Den hier versammelten Texten ist gemeinsam, dass sie Möglichkeiten anbieten, die harte Sitzungs-Nuss zu knacken. Es werden unterschiedliche Settings aufgegriffen, nämlich das Hilfeplangespräch durch Heinz Messmer und die interdisziplinären Sitzungen durch Nina Wyssen-Kaufmann. Sarah Henn und Gerrit Kaschuba bearbeiten die für unsere Profession zentralen Themen der Qualität und der geschlechtlichen Diskriminierung. Sibylla Amstutz von der HSLU beleuchtet den scheinbar nebensächlichen Aspekt des Sitzungsraums, und Caroline Theiss Wolfsberger beschäftigt sich mit unserem Körper, der in der Sozialen Arbeit ein Mauerblümchendasein fristet.
Ich freue mich, dass sich auch drei ExpertInnen bereit erklärt haben, etwas zu diesem Schwerpunkt beizutragen, die in der Rolle von KlientInnen an zahlreichen Standortgesprächen teilgenommen haben. Sie erzählen uns von ihrer Sicht auf Sitzungen. Mein Einführungstext zu Beginn ist als Startrampe für die Lektüre des Schwerpunkts gedacht.
Gewiss werden Sie Ihren Nussknacker finden. Ich wünsche Ihnen ein ergiebiges Knacken und Knabbern.

Actuel


Point fort

  • Es kann jederzeit alles mitspielen

    (Robert Löpfe)

    Sitzungen sind eine derart alltägliche und allgegenwärtige Realität in der Sozialen Arbeit, dass ein Blick von aussen darauf sehr schwierig ist. Es gibt zwar Sitzungs- und Moderationsratgeber in grosser Zahl, diese gehen aber nicht in ausreichender Tiefe und Breite auf das Sitzungsgeschehen ein. Die Beschreibung von Sitzungen in der Sozialen Arbeit bedarf eines theoretischen Rahmens, der viele Erklärungsebenen anbietet.

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  • Mehr streiten und diskutieren in Teamsitzungen!

    (Sarah Henn)

    Professionelle Fallbearbeitung bedarf der fachlichen Beratung im Team. Dass Teamsitzungen nicht zur Selbstdarstellung, sondern zum Ausdiskutieren strittiger Fragen genutzt werden, ist deshalb von besonderer Bedeutung.

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  • Anmerkungen aus gesprächsanalytischer Sicht

    (Heinz Messmer)

    Dieser Beitrag reflektiert «Sitzungen» aus einer primär gesprächsanalytischen Forschungsperspektive. Und macht darauf aufmerksam, dass für den Sitzungsverlauf massgebliche Weichen oft auf der «Hinterbühne» gestellt werden.

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  • Abschied vom Sitzungszimmer

    (Sibylla Amstutz)

    Bessere Sitzungszimmer ergeben bessere Sitzungsresultate. Diese Wahrnehmung äusserten die Befragten in einem For- schungsprojekt der Hochschule Luzern – Technik & Architektur. Das bedeutet, dass es für Unternehmen auch wirtschaftlich sinnvoll ist, sich Gedanken über die Gestaltung der Räume zu machen, in denen Mitarbeitende gemeinsam an Projekten arbeiten.

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  • Körperliche Wechselwirkungen in Sitzungen

    (Caroline Theiss Wolfsberger)

    In Sitzungen werden Überlegungen angestellt, und es wird um Lösungen gerungen. Gewiss können wir in Sitzungen keine Ringkämpfe austragen; trotzdem ist es hilfreich, ein Meeting auch als körperliches Geschehen zu begreifen.

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  • Round Table: «Und dann schauen alle auf mich»

    (Gruppe Mitsprache Zürich)

    Wie fühlt sich das an, wenn man an einer Standortsitzung im Wohn- und im Arbeitsbereich die Person ist, um die sich alles dreht? Auf die sich alle Blicke richten? Wobei man selber nie so recht weiss, was die anderen – von der Bezugsperson über den Beistand bis zur Gruppenleiterin – vorgängig schon miteinander besprochen haben?

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  • Tausendfach durchgeführt - kaum einmal erforscht

    (Nina Wyssen-Kaufmann)

    Was passiert in Sitzungen, wenn Fachpersonen Sozialer Arbeit unter sich oder mit anderen Berufsgruppen diskutieren? Diese Frage wurde bislang kaum erforscht. Einzelfallstudien könnten dazu beitragen, Sitzungsphänomene besser zu verstehen und deren gelingende Anteile für den Praxisalltag zu definieren.

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  • Tabuthema Geschlecht

    (Gerrit Kaschuba)

    Diskriminierung aufgrund des Geschlechts, insbesondere als Benachteiligung von Frauen, gilt heute als ein überholtes Thema. Sexuelle Übergriffe können derzeit in gewissen Kontexten thematisiert werden. Aber der alltägliche «moderne» Sexismus ist meist subtil: Dazu gehört auch das Leugnen und Nichtthematisieren bestehender Übergangenheit aufgrund des Geschlechts,beispielsweise in Sitzungen.

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  • Weblinks zum Schwerpunktthema

    Zusammengestellt durch die Geschäftsstelle von sozialinfo.ch unter sozialinfo.ch/sozialaktuell

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Porträt

  • Branka Goldstein: «Soziale Rechte müssen einklagbar sein»

    (Anna Trechsel)

    Die IG Sozialhilfe kümmert sich seit über zwanzig Jahren um Randständige und Armutsbetroffene in der Stadt Zürich. Die starke Frau hinter dem Verein ist Branka Goldstein. Nach einem Leben im Dienst der Bedürftigen tritt sie bald etwas kürzer.

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Plattform

  • Resultate aus Befragungen von neun Schulsozialarbeitsstellen

    (Stefanie Disler, René Rüegg, Roger Pfiffner )

    Die Berner Fachhochschule hat untersucht, wie Lehrpersonen die Einführung der Schul­sozialarbeit in den ersten zwei Jahren ihrer Tätigkeit einschätzen und beurteilen. Ziel war es, mehr über die besonders kritischen Punkte der Einführung zu erfahren. Es wurde angestrebt, die Sicht der Lehrpersonen und deren Ängste, Wahrnehmungen und mögliche Kooperationshemmnisse besser kennenzulernen, daraus mögliche Fallstricke interdisziplinären Arbeitens herauszuarbei­ten und Schlüsse für eine verbesserte Koo­peration zu ziehen.

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  • Zum Verhältnis von Theorie und Praxis in der Ausbildung

    (Zuzanna Kita)

    Studierende beginnen das Studium in Sozia­ler Arbeit meistens mit starker Motivation. Sie setzen sich vorher auch mit dem Berufs­feld auseinander. Studienergebnisse zeigen, dass die Spannungsverhältnisse zwischen Theorie und Praxis dennoch zu den wich­tigsten Risikofaktoren für einen Studien­abbruch gehören.

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Kiosk


AvenirSocial

  • Erste nationale Plattform der Fachpersonen der Sozialen Arbeit

    (Stéphane Beuchat)

    Im Anschluss an die Vollversammlung von AvenirSocial findet am 15. Juni in Bern die erste nationale Plattform der Fachpersonen der Sozialen Arbeit statt. Sie beschäftigt sich mit einem Thema, das die Geschichte der Sozialen Arbeit durchzieht: das Verhältnis zwischen Sozialer Arbeit und Politik.

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Bildung und Stellen