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SozialAktuell Juli: Asylwesen

Flüchtlinge sind Boten des Unglücks: Sie berichten von persönlichem und familiärem Verhängnis, von schwierigen oder katastrophalen Situationen in ihrem Herkunftsland. Sie kommen in das Land der Glücklichen: Gemäss verschiedenen Glücksindizes belegt die Schweiz Rang 1 bis 4 in dieser Weltrangliste. Kann das gut gehen? Zufriedene Menschen lassen sich ungerne stören und fürchten nichts so sehr wie das eigene Schlechtergehen. Die einen reagieren trotzdem dankbar im Hinblick auf das persönliche Wohlergehen und fühlen sich motiviert zu Hilfsbereitschaft für die Ankommenden, andere wünschen Asylsuchende ins Pfefferland. Die gewaltigen Gegensätze und Widersprüche dieses Planeten werden selten so fassbar wie in der Asyl- und Flüchtlingsfrage und sind dort auch nicht «lösbar». Sie können höchstens mehr oder weniger gut bewältigt werden. So ist man sich in der Fachwelt heute beispielsweise einig, dass die Integration am ersten Tag beginnen sollte. Das nützt den Hierbleibenden wie auch denjenigen, die wieder zurückgehen müssen. Die Asylpolitik und die Umsetzung bleiben jedoch immer reaktiv und in Widersprüchen gefangen, und das entsprechende Gesetz wird dauernd revidiert. In dieser Nummer richten wir den Fokus auf die praktische Umsetzung in Bund, Kantonen und Gemeinden. Das beginnt mit Grundsatzartikeln zur heutigen Situation und zu Diskussionen rund um das Asylwesen (Gebremariam; Probst und Efionayi-Mäder) und zur zentralen Frage der Integration (Kessler). Anschliessend folgen handlungsorientierte Beiträge zur Sozialen Arbeit in Sozialhilfe (Bickel und Schmutz), in der Arbeitsintegration (Gäumann; Bachmann) und in Gemeinschaftszentren (Cajas). Abgerundet wird die Themennummer mit einem vertiefenden Blick auf das Vermitteln von Regeln und Werten (Eser Davolio und Kunz Martin), einem Artikel eines Betroffenen (Tahir) und einem das Thema Migration noch weiter öffnenden Text zur Sozialen Arbeit mit Sans-Papiers (Lopez).
Sicher ist, es gäbe noch vieles zu sagen. Wir bleiben dran, hoffentlich bleiben Sie es als Leserinnen und Leser auch.

Aktuell

  • Kurzmeldungen

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  • Interview: schwule Söhne, lesbische Töchter

    (Christa Boesinger)

    Zwischen Oktober 2012 und November 2014 hat Ursula Christen mit Unterstützung von Dorothea Köppel Interviews mit 20 Müttern und Vätern von homosexuellen Kindern geführt, von der Westschweiz bis zum Bodensee. Seit Ende Mai liegen die Resultate in Buchform vor. Unter dem Titel «Schwule Söhne, lesbische Töchter» verknüpft die Autorin die teilweise weit in die Vergangenheit zurückreichenden individuellen Geschichten mit dem Wertewandel der Gesellschaft.

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Schwerpunkt

  • Das Schweizer Asylwesen im Überblick

    (Kaja Gebremariam)

    Aktuell leben in der Schweiz über 28 000 Personen, die sich im Asylverfahren befinden. Sie warten auf den Entscheid, ob sie als anerkannte Flüchtlinge in der Schweiz ein neues Leben beginnen können, vorläufig aufgenommen werden oder das Land wieder verlassen müssen. Während der Bund die Asylverfahren durchführt, werden Kantone, Gemeinden und Zivilgesellschaft in verschiedene Aufgaben eingebunden, um Asylsuchende und Flüchtlinge zu betreuen, zu versorgen und zu integrieren.

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  • Alte und neue Debatten

    (Johanna Probst und Denise Efionayi-Mäder)

    Asyl- und Integrationspolitik stehen in einem Spannungsverhältnis und sind gleichzeitig in stetem Wandel begriffen. Dabei ist die Auseinandersetzung mit der Thematik von einer zunehmenden Polarisierung geprägt. In den Debatten rund um die weitere Ausgestaltung des Asylwesens geht der Ruf nach einer Bekämpfung der Fluchtursachen oft unter. Dabei ist klar, dass die Aufnahme Not leidender Personen aus Krisengebieten zwar eine zentrale Aufgabe darstellt, am strukturellen Problem der internationalen Ungleichheit jedoch kaum etwas zu ändern vermag.

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  • Plädoyer für einen Paradigmawechsel

    (Thomas Kessler)

    Die Schweiz als kulturell vielfältiges Einwanderungsland verfügt seit Generationen über Integrationserfahrung und hohe Wirtschaftskraft. Trotzdem sind die Erwerbsquoten bei Geflüchteten derzeit inakzeptabel tief und die Öffentlichkeit verunsichert: Gelangweilte junge Männer an den Bahnhöfen prägen das Bild. Das muss nicht sein.

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  • Sozialhilfe im Asyl- und Flüchtlingsbereich

    (Karin Bickel und Thomas Schmutz)

    In der Sozialarbeit mit Geflüchteten gilt es neben vielfältigen Integrationsthemen vor allem die Situation der einzelnen Person zu berücksichtigen. KlientInnen mit Fluchthintergrund haben sehr unterschiedliche berufliche und persönliche Ressourcen, sehr unterschiedliche fluchtspezifische Prägungen und Beeinträchtigungen. Dies stellt hohe Anforderungen an die Beratungskompetenz von SozialberaterInnen. Eine klare Kommunikation und eine auf längerfristige Ziele ausgerichtete Begleitung sind wichtige Erfolgsfaktoren.

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  • Arbeitsintegration: Praktischer Einstieg öffnet Türen

    (Renata Gäumann)

    Im Kanton Basel-Stadt fördert eine Fachstelle der Sozialhilfe die spezifische Arbeitsintegration von vorläufig Aufgenommenen und Flüchtlingen. Dabei setzt sie in erster Linie auf einen möglichst raschen Kontakt zum ersten Arbeitsmarkt.

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  • Gering qualifizierte Arbeit als einzige Option

    (Susanne Bachmann)

    Vorstellungen über MigrantInnen und ihre beruflichen Qualifikationen prägen Integrationsprojekte. Projektmitarbeitende gehen oft davon aus, dass den teilnehmenden MigrantInnen kaum andere Möglichkeiten als gering qualifizierte Arbeitsstellen offenstehen. So kann es zu einer Festschreibung der beruflichen Chancenlosigkeit kommen. Existenzsichernde und der Ausbildung entsprechende Erwerbsarbeit rückt damit in den Bereich der Utopie.

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  • Zürcher Gemeinschaftszentren: offen für alle

    (Monika Cajas)

    Ein wichtiger und alltagsnaher Beitrag zur gesellschaftlichen Teilhabe von Asylsuchenden in ihrer Wohnumgebung und zu ihrer Akzeptanz in den Quartieren wird in Zürich durch die Stiftung Zürcher Gemeinschaftszentren geleistet. Den Fokus legt diese vor allem darauf, Zugänge zu bestehenden Angeboten zu schaffen. Die Angebote und Projekte in den einzelnen Quartieren orientieren sich an konkret beobachteten Bedürfnissen und werden oft in Kooperation mit Organisationen und Gruppen realisiert, die im Asylbereich aktiv sind.

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  • Auf gemeinsamen Grundhaltungen aufbauen

    (Miryam Eser Davolio und Claudia Kunz Martin)

    Leitfäden sind gut, doch das individuelle Gespräch über in der Schweiz geltende Werte, Normen und Regeln können sie nicht ersetzen. Für diese müssen genügend Ressourcen bereitgestellt werden – unter anderem transkulturell kompetente Sozialarbeitende, welche mit Geduld, Finger­spitzengefühl und kritischer Selbstreflexion Werte­-Themen ansprechen und vermitteln können. Ein Überblick über die Resultate einer Recherche bei drei im Asyl­ und Flüchtlings­bereich tätigen Stellen.

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  • Sans-Papiers: ermächtigen und befreien

    (Roberto Lopez)

    Die Anlaufstelle für Sans-Papiers Basel setzt sich seit 2001 anwaltschaftlich für die Interessen von Sans-Papiers ein. Die Anlaufstelle versteht die sozialen Probleme von Sans-Papiers als gesellschaftspolitisch bedingt. Eine nachhaltige Lösung der Probleme, unter denen Sans-Papiers leiden, ist in unserem Verständnis von Sozialer Arbeit nur möglich durch eine Kombination von Interventionen auf individueller wie auch auf politischer Ebene.

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  • Weblinks zum Schwerpunktthema

    Zusammengestellt durch die Geschäftsstelle von sozialinfo.ch unter sozialinfo.ch/sozialaktuell

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Porträt

  • «mehr als wohnen»

    (Patricia Senn)

    Neubausiedlungen verfügen in der Regel über eine Infrastruktur mitsamt Kinder­gärten und Kleingewerbe. Vergessen werden meistens die Gemeinschaftsräume, obwohl sie eine zentrale Rolle bei der Belebung neuer Quartiere spielen könnten. Anders ist das in der Baugenossenschaft «mehr als wohnen» in Zürich: Sie bietet insgesamt 840 Quadratmeter Raum zur gemeinsamen Nutzung an. Eine Begegnung mit der Ko­ordinatorin Anna Haller.

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Plattform

  • Rückblick auf die erste Nationale Woche der Sozialen Arbeit

    (Laura Perren, Fabienne Perren, Teresa Stoffel Jossen und Ursula Christen)

    28 Workshops, ein Forumtheater, drei Vorträge, ein Film-, ein Tanz- und ein Chorprojekt: An der ersten «Nationalen Woche» (29. bis 31. Mai) in Siders VS, veranstaltet von der Hochschule für Soziale Arbeit Wallis, der Hochschule Luzern – Soziale Arbeit und der Scuola universitaria professionale della Svizzera italiana SUPSI, wurde mit dem Thema «Nähe und Distanz» auf vielfältige Weise experimentiert. Studierende berichten.

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  • Flexible Entlastung für Familien in schwierigen Situationen

    (Sarah Siegrist und Nadine Fuchs)

    Was, wenn der Alltag Familien überfordert? Das Pilotprojekt «Flexible Entlastungsbetreuung» im Vorschulbereich schafft ein individuelles Entlastungsangebot für in der Stadt Zürich lebende Familien, deren Kinder ihren Lebensmittelpunkt zu Hause haben.

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AvenirSocial

  • Rücktritte aus dem Vorstand Schweiz - wir sagen Danke

    (Ursula Binggeli)

    An der Delegiertenversammlung vom 30. Juni in Bern wurden vier Mitglieder des nationalen Vorstands von AvenirSocial mit Applaus und Blumen verabschiedet. Auf diesen Heftseiten haben sie – in alphabetischer Reihenfolge – das letzte Wort.

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