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SozialAktuell Juli: Existenzsicherung

Die Sommer-Doppelausgabe von SozialAktuell widmet sich aktuellen Fragen der Existenzsicherung. Bei der Auswahl der Themen und Autoren war es uns ein Anliegen, Ihnen einen Überblick über die derzeit sozialpolitisch brisanten Diskussionen zu geben und Ihnen verschiedene Verständnisse vom Begriff des Existenzminimums vorzustellen. Es sind in der Tat unterschiedliche Vorstellungen von Existenzminimum vorhanden, und viele Leistungen und Aspekte im Zusammenhang von Existenzsicherung stehen aktuell auf dem Prüfstand oder werden sozialpolitisch verhandelt.

Was sind künftige Herausforderungen der Sozialhilfe? Wie sehen Armutsbetroffene ihre Situation? Wie ist der Stand der Debatte bezüglich Revision der Ergänzungsleistungen? Welche Konsequenzen hat die Revision der SKOS-Richtlinien? Warum braucht es eine unentgeltliche Sozialhilferechtsberatung? Wie steht es aktuell um die Forderung, die Steuern bei der Berechnung des betreibungsrechtlichen Existenzminimums zu berücksichtigen? Mit welchen Existenzunsicherheiten sind vorläufig aufgenommene AusländerInnen konfrontiert? Und warum landen Versicherte auf sogenannten Schwarzen Listen? Antworten finden Sie auf den folgenden Seiten, wo unsere AutorInnen zudem die Herausforderungen für die Soziale Arbeit mit kritischen Blicken beleuchten.

Vielleicht vermissen Sie das bedingungslose Grundeinkommen. In der Maiausgabe 2016 haben wir eine mögliche Umsetzung thematisiert und viele kritische Fragen gestellt. Da bei Redaktionsschluss das Abstimmungsergebnis nicht bekannt war, haben wir uns entschieden, das BGE in diesem Heft nicht erneut zu behandeln.

Die unterschiedlichen Fragen zur Existenzsicherung werden der Sozialen Arbeit aller Voraussicht nach erhalten bleiben. Und so lohnt es sich, aus Sicht unserer Profession und Disziplin auch weiterhin wachsam zu sein, inwiefern an den Stellschrauben der sozialen Sicherung weitergedreht wird. Wir möchten Sie ermutigen, die sozialpolitischen Prozesse auch nach der Lektüre dieses Heftes kritisch zu verfolgen und sich entsprechend einzumischen. Wir wünschen Ihnen eine anregende Lektüre.

Aktuell

  • Kurzmeldungen

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  • Prekarisierung im Detailhandel

    (Charlotte Spindler)

    Rund 300 000 Personen in der Schweiz arbeiten im Detailhandel. Zwei Drittel sind Frauen, unter ihnen viele Mütter und Alleinerziehende. Sie arbeiten zu niedrigen Löhnen; Teilzeitpensen und Anstellungen im Stundenlohn sind häufig, zum Leben bleibt wenig. Die Berner Soziologin und Geschlechterforscherin Michèle Amacker arbeitet an einer Studie, die den Folgen der Prekarisierung im Detailhandel nachgeht.

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Schwerpunkt

  • Die Zukunft der Sozialhilfe

    (Carlo Knöpfel)

    Die Sozialhilfe ist zu teuer und zu grosszügig, bringt zu wenig Leute in den Arbeitsmarkt zurück, hat es mit einem Hort von Schwindlern zu tun und alimentiert eine wuchernde Sozialindustrie. Das ist wahrscheinlich die kürzeste Zusammenfassung zu dem, was offenbar bei der Sozialhilfe alles schiefläuft, will man den einschlägigen Medienberichten und parteilichen Verlautbarungen Glauben schenken.

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  • Die Sicht der Betroffenen am Beispiel von Surprise-Verkaufenden

    (Barbara Kläsi)

    Rund 400 armutsbetroffene Personen verkaufen das Strassenmagazin Surprise in der ganzen Deutschschweiz. Oft haben die Verkaufenden aus unterschiedlichen Gründen keine Möglichkeit, im Arbeitsmarkt Fuss zu fassen. Der Verkauf des Strassenmagazins ermöglicht ihnen, niederschwellig und selbstbestimmt ein Einkommen zu erzielen. Der gleichnamige Verein setzt dabei auf die Freiwilligkeit und die Eigenmotivation der Verkaufenden.

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  • Revision der Ergänzungsleistungen – Stand der Debatte

    (Ernst Reimann)

    Die Vernehmlassung zur Revision der Ergänzungsleistungen EL ist seit Mitte März 2016 abgeschlossen, die Stellungnahmen könnten unterschiedlicher nicht sein. Die EL wurden 1966 eingeführt, sie haben ihr 50-Jahr-Jubiläum, doch zu feiern gibt es aktuell leider wenig.

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  • Warum braucht es eine unentgeltliche Sozialhilferechtsberatung?

    (Pierre Heusser)

    Die jüngste Revision der SKOS-Richtlinien hat für bestimmte Personengruppen eine deutliche Reduktion der Sozialhilfe zur Folge gehabt. Und bereits droht die nächste Revision. Immer mehr verlieren die SKOS-Richtlinien den Charakter von statistisch fundierten Leitlinien und werden zum Spielball der Politik. Umso wichtiger ist es, dass sich betroffene Sozialhilfebeziehende bei rechtswidrigen Entscheiden effizient und rasch wehren können.

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  • Von den SKOS- zu den SODK-Richtlinien

    (Martin Imoberdorf)

    Die angepassten Richtlinien der Schweizerischen Konferenz für Sozialhilfe SKOS weichen in allen wesentlichen Punkten von den Empfehlungen der Studien ab, die ihr zur Erarbeitung ihres Vorschlags dienten. Welche Konsequenzen hat diese Revision nun für die Soziale Arbeit im Arbeitsfeld der Sozialhilfe und darüber hinaus?

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  • Keine Schuldensanierung ohne Einbezug der Steuern ins BEX

    (Martin Abele)

    Seit Jahren wird darüber diskutiert, ob die laufenden Steuern für die Berechnung des betreibungsrechtlichen Existenzminimums BEX mitberücksichtigt werden sollen. Das Bundesgericht hat dieser Forderung wiederholt eine Absage erteilt. Für eine nachhaltige Stabilisierung und eine realistische Entschuldung der überschuldeten Personen wäre eine Einberechnung der laufenden Steuern dringend fällig.

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  • Existenzunsicherheiten bei vorläufig Aufgenommenen

    (Michael Egli und Jacqueline Kalbermatter)

    Existenzunsicherheiten von vorläufig Aufgenommenen basieren im Wesentlichen auf den migrationspolitischen Regelungen ihres Aufenthaltsstatus. Nicht selten bedeutet dies für die Betroffenen, zwischen unzureichenden Sozialhilfeleistungen und prekären Arbeitsverhältnissen zu pendeln.

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  • Schwarze Listen – Folgen der letzten KVG-Revision

    (Nora Born, Hanna Habegger und Patrick Weber)

    In einer Forschungsarbeit wurde durch Experteninterviews mit Vertretenden der Kantone Aargau, Solothurn und Thurgau untersucht, welche Diskrepanzen bei der Umsetzung des Bundesgesetzes bestehen und welche Herausforderungen daraus resultieren. In einer kontrovers geführten Gruppendiskussion besprachen Fachpersonen aus unterschiedlichen sozialarbeiterischen Kontexten ihre Erfahrungen mit Schwarzen Listen.

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  • Weblinks zum Schwerpunktthema

    Zusammengestellt durch die Geschäftsstelle von sozialinfo.ch unter sozialinfo.ch/sozialaktuell

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Plattform

  • Wenn sich der Vater suizidiert

    (Benjamin Rindlisbacher)

    Wenn Väter sich suizidieren, stehen ihre jugendlichen Söhne vor grossen Herausforderungen. Welche Bewältigungsstrategien junge Männer anwenden und wie sie von Fachpersonen der Sozialen Arbeit begleitet werden können, zeigt eine Masterthesis an der Hochschule Luzern auf.

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  • Ältere Personen in der digitalen Gesellschaft

    (Alexander Seifert und Sabina Misoch)

    Das Internet gehört heute für viele zur Alltagsanwendung. Jedoch bleibt die Nutzung in der Altersgruppe ab 65 Jahren zurück. Gerade ältere Menschen sind von einer Nichtteilhabe an der neuen digitalen Gesellschaft betroffen. Aber wird dies von den älteren Menschen auch selbst so wahrgenommen?

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  • Kinderleben in Peru

    (Daniel Rohrer)

    Peru gehört zu den weltweit führenden Exporteuren von Edelmetallen und weiteren Rohstoffen, und trotzdem lebt mehr als die Hälfte der Bevölkerung in materieller Armut. Peru ist ein Land voller Widersprüche und Doppelmoral und mit unseren Massstäben nicht zu verstehen. Wieso sind die Menschen hier glücklicher und die Kinder deutlich resilienter als bei uns? Ein Erlebnisbericht.

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Kiosk


AvenirSocial

  • Kindsmisshandlung: AvenirSocial argumentiert im Parlament

    (Emilie Graff)

    Wann können respektive müssen Fachpersonen einer Kinderschutzbehörde Fälle von Misshandlungen melden? Diese Frage wird im Parlament diskutiert. AvenirSocial war eingeladen, sich direkt vor der zuständigen Kommission zu äussern.

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  • IFSW Europe zu Besuch in Kroatien

    (Stéphane Beuchat)

    Die diesjährige Delegiertenversammlung der International Federation of Social Workers Europe (IFSW Europe) fand auf Einladung des kroatischen Sozialarbeiterverbands vom 13. bis 15. Mai 2016 in Zagreb statt. Vertreten waren 25 der 37 Mitgliedsländer, darunter auch die Schweiz. Neben der Delegiertenversammlung blieb Zeit für einen Einblick in die Geschichte der kroatischen Sozialarbeit sowie anregende Gespräche mit anderen LandesvertreterInnen.

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  • Verbandsnachrichten

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