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SozialAktuell September: Freiwilligenarbeit

Freiwilliges Engagement und Milizprinzip sind tragende Säulen der schweizerischen Zivilgesellschaft. Diese ist nicht nur ein wichtiger Motor für gesellschaftliche Veränderung und Innovation – auch in unserem Garten, in der Betreuung und Beratung von Menschen, wird unermessliche Arbeit aus der Zivilgesellschaft heraus geleis­tet. Es sind Hunderttausende, die nicht bei der Frage stehen blei­ben, was sie Sinnvolles tun könnten, sondern die sich schon heute für die Gemeinschaft engagieren.
In der Schweiz sind 40% der Bevölkerung in der informellen und 25% in der formellen Freiwilligenarbeit tätig. International gese­hen ist das ein Spitzenwert. Die hohe berufliche Verfügbarkeit, der Wunsch nach Ungebundenheit und Flexibilität in der Freizeit und der Aufwand für die Selbstinszenierung nehmen heute zwar einen hohen Stellenwert ein, scheinen aber die Bereitschaft zur freiwilligen Arbeit nicht zu vermindern.
Freiwillige sind aktive, gesellige und freundliche Menschen, und Freiwilligenarbeit gilt als moralisch gut. Das ist empirisch belegt. Freiwillige gehen aber durchaus von einem gegenseitigen Nehmen und Geben aus. Sie haben Ansprüche an klare Aufträge und Rol­lenzuweisungen, sie wollen Engagement mit Lernen verbinden und sie schätzen persönliche und öffentliche Anerkennung. Darin unterscheiden sie sich nicht von den Professionellen. Die profes­sionelle Soziale Arbeit hat ihren Ursprung im freiwilligen und kirchlichen Engagement. Ist vielleicht aus diesem Grund der Blick der Profis auf die Freiwilligen geprägt von einer gewissen Ambi­valenz und Spannung?
Wir versuchen in dieser Ausgabe von SozialAktuell trotzdem hin­zuschauen. Wir blicken dabei über verschiedene Grenzen: System­grenzen, nationale Grenzen, disziplinäre Grenzen. Dabei können Fragen auftauchen wie: Haben jetzt die Monetarisierung, die Öko­nomisierung, das Effizienzdenken auch die Freiwilligenarbeit er­reicht? Wie kann dem abnehmenden Engagement in der formel­len Freiwilligenarbeit begegnet werden? Wohin steuert die Zivil­gesellschaft bei stärkerer Professionalisierung und gesellschaft­licher Ausdifferenzierung?
Wir wissen es nicht, freuen uns aber, wenn Sie sich auf das Thema einlassen und sich – freiwillig engagiert – zu einem Kommentar oder einer Stellungnahme hinreissen lassen.

Aktuell

  • Kurzmeldungen

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  • Beschwerden gegen Berufsbeistände

    (Marcel Borer)

    Auch wenn in der Schweiz die Beschwerden gegen Beistände im Vergleich zu den rund 130 000 Mandaten anzahlmässig marginal ausfallen, stellen sie im Einzelfall für die Beistandspersonen und deren Klientel meist eine erhebliche Belastung dar. Zudem gibt es immer wieder Unsicherheit darüber, wie mit Beschwerden zu verfahren ist, die nicht direkt an die KESB-Spruchkammer gerichtet, sondern an die Anstellungsbehörde bzw. den Arbeitgeber der Berufsbeistände adressiert sind.

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  • AHVplus: «Die Zeit ist reif für einen Ausbau der AHV»

    (Interview mit Doris Bianchi, Schweizerischer Gewerkschaftsbund SGB)

    Um zehn Prozent höhere AHV-Altersrenten! Das will die vom Schweizerischen Gewerkschaftsbund lancierte und von einer Allianz aus Arbeitnehmer- und Rentnerorganisationen und Linksparteien mitgetragene Volksinitiative «AHVplus: für eine starke AHV». Ende September gelangt sie zur Abstimmung. Doris Bianchi, stellvertretende Sekretariatsleiterin beim SGB, zur Bedeutung der Vorlage für die Soziale Arbeit.

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Schwerpunkt

  • Kitt im gesellschaftlichen Gefüge

    (Markus Freitag)

    Punkto Freiwilligenarbeit ist die Schweiz fast Europameiste­rin – sie rangiert auf dem zweiten Platz, gleich hinter den Niederlanden. Das freiwillige Engagement von Jung und Alt lässt sich denn auch nur schwer aus unserer Gesellschaft wegdenken. Gleichzeitig zeigen jedoch verschiedene Er­hebungen, dass der Vorrat an gemeinwohlorientierten Menschen zunehmend schmilzt. Wie soll dieser Entwicklung begegnet werden? Eine Bestandesaufnahme.

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  • Vom Wert der unbezahlten Arbeit

    (Ulrike Knobloch)

    Den weitaus grössten Teil der unbezahlten Arbeit in der Schweiz macht die Hausarbeit aus. Für die freiwillige Tätigkeit in Organisationen und Vereinen werden zehnmal weniger Stunden aufgewendet. Dafür trifft man dort viel häufiger Männer an als beim Putzen und Waschen. Zahlen, Fakten und Forderungen zu diesem von geschlechtsspezifischen Unterschieden geprägten Teil der Ökonomie

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  • Freiwillige und unfreiwillige Soziale Arbeit – ein Essay

    (Peter Fuchs)

    Wer sich wie der Autor dieses Essays die Aufgabe stellt, das Verhältnis zwischen freiwilliger und unfreiwilliger Sozialer Arbeit zu ergründen, sieht sich im Nu vor viele Fragen gestellt. Zum Beispiel: Wie steht ein Original zu seinem Plagiat? Oder: Ist freiwillige Soziale Arbeit moralisch hochstehender als bezahlte?

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  • «Die Menschen brauchen echte Vertrauenspersonen»

    (Roundtable: Laila Abdallah, Belinda Brauchli, Naemi Lauber, Bettina Wyer)

    In die Schweiz geflüchtete Menschen stehen vor Herausforderungen, die mit professioneller Hilfe allein kaum zu bewältigen sind. Deshalb vermittelt TransFair – eine Dienstleistung der Asylorganisation Zürich – freiwillige MitarbeiterInnen, welche MigrantInnen in ihrer sozialen und beruflichen Integration individuell unterstützen. Belinda Brauchli, Laila Abdallah, Bettina Wyer und Naemi Lauber erzählen, was die besondere Qualität der Freiwilligenarbeit im Migrationsbereich ausmacht und wo ihr Einsatz an Grenzen stösst

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  • Freiwilligen-Management: Investition in die Zukunft

    (Karin Freiermuth)

    Wer sich heutzutage freiwillig engagiert, möchte sich nicht nur für eine gute Sache einsetzen, sondern tritt mit bestimmten Erwartungen an eine Organisation heran. Ein professionelles Freiwilligen-Management hilft, die Bedürfnisse von beiden Seiten in Einklang zu bringen.

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  • Soziale Arbeit und «Volunteering» in den USA

    (Matthias Naleppa)

    Die Freiwilligenarbeit in den USA – das sogenannte Volunteering – kennt viele Ähnlichkeiten mit dem in Europa gepflegten freiwilligen Engagement, aber es lassen sich auch einige Unterschiede feststellen. Letztere beruhen auf den verschiedenen Kulturen und Systemen, in denen die ehrenamtliche Arbeit stattfindet. Hervorstechendes Merkmal des Volunteering ist sicherlich seine starke Verankerung im amerikanischen Alltag.

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  • Lernen vom Fussball: Ein Beratungsprogramm trägt Früchte

    (Benjamin Egli, Torsten Schlesinger)

    Das grelle Scheinwerferlicht der Europameisterschaft in Frankreich ist verblasst, die Aufmerksamkeit gehört wieder dem nationalen und regionalen Fussball. Seit August werden auf Schweizer Fussballplätzen wieder Woche für Woche Tausende von Spielen organisiert und durchgeführt. Obwohl dem Profisport grosse mediale Aufmerksamkeit geschenkt wird, ist der Amateurfussball die tragende Säule des Schweizer Fussballs. Mit einem gross angelegten Förderprogramm trägt der Schweizer Fussballverband dieser Tatsache Rechnung – mit Erfolg.

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  • Freiwillige in Leitungsgremien

    (Steffen Bethmann)

    Jede Organisation steht vor der Aufgabe, ein funktionierendes Steuerungssystem aufzubauen. Im klassischen Verständnis ist der ehrenamtliche Vorstand für die Entwicklung der Strategie und die Einhaltung der legalen und finanziellen Richtlinien verantwortlich. Die fest angestellte Geschäftsführung ist die ausführende Kraft. In der Realität sieht das Bild jedoch oft anders aus. Ein Streifzug durch die massgeblichen Governance- Theorien und -Forschungsergebnisse der letzten Jahre.

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  • Weblinks zum Schwerpunktthema

    Zusammengestellt durch die Geschäftsstelle von sozialinfo.ch unter sozialinfo.ch/sozialaktuell

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Porträt

  • Sozialbegleitung: neue Bedürfnisse – neue Antworten

    (Patricia Senn)

    Vor über 30 Jahren aus der Freiwilligenarbeit heraus ins Leben gerufen, seit 2010 eidgenössisch anerkannt: Die Ausbildung zum/zur «Sozialbegleiter/in» richtet sich an Frauen und Männer, die direkt im Feld arbeiten möchten und wenig Interesse an theoretischen Konzepten oder an Forschung haben. Viele von ihnen sind schon lange in der Praxis tätig und wollen die gesammelte Erfahrung nun mit Hintergrundwissen untermauern. Einer von ihnen ist Alexander Pawlik, Mitarbeiter bei der SIP Langenthal.

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Plattform

  • Die Uno-Frauenrechtskonvention und ihre Bedeutung für die Soziale Arbeit

    (Flurina Derungs)

    1997 hat die Schweiz die Frauenrechtskonvention der UNO ratifiziert. Seitdem berichtet sie dem Ausschuss, der die Umsetzung dieses Instruments überwacht, alle paar Jahre über den Stand der Gleichstellung von Frau und Mann in der Schweiz, so auch wieder im Herbst 2016. Warum braucht es ein internationales Übereinkommen speziell für Frauen? Wie setzt sich die UNO für die Geschlechtergleichstellung ein? Wo stehen wir in der Schweiz heute in Bezug auf die Gleichstellung? Und was hat dies alles mit der Sozialen Arbeit zu tun? Diesen und weiteren Fragen geht dieser Artikel nach.

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  • Anteilnahme in der sozialarbeiterischen Beratung

    (Maria Balmer)

    Verschiedene Forschungen belegen die heilsame, stärkende, stressreduzierende Wirkung von Mitgefühl und Empathie. In der Sozialarbeit müssen deshalb Arbeitsbedingungen geschaffen werden, welche es den Sozialarbeitenden ermöglichen, mit Anteilnahme auf ihre Klienten zuzugehen.

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