AvenirSocial - Professionelle Soziale Arbeit Schweiz

SozialAktuell September: Armut

Liebe Leserinnen und Leser,
Was ist Armut? Warum entsteht sie? Wie wird sie verhindert und bekämpft? Das Nationale Programm zur Prävention und Bekämpfung von Armut (NAP) sollte hier Licht ins Dunkel bringen. Ein finanziell sehr gut ausgestattetes Programm, das dieses Jahr zu Ende geht. Es wurden zahlreiche Studien und Berichte erstellt und vernehmlasst, Projekte finanziert, Vernetzungsanlässe initiiert und kurz vor Ende vom Bundesrat entschieden, dass es zumindest in kleinerem Umfang nochmals fünf Jahre weitergehen soll. Tönt erfolgreich. Gründe genug, ein Themenheft von SozialAktuell diesem Programm zu widmen.
Doch bei aller quantitativer Grösse des Programms war es auffallend schwer, Beiträge für dieses Heft zu finden. Vielfach erhielten wir keine Antwort, oder es wurden uns bereits in anderen Zeitschriften erschienene Artikel angeboten. «NAP was?» oder «Worum geht es da?», wurde häufig zurückgefragt. Vor allem, wenn wir Praxisinstitutionen anfragten, ob sie Folgerungen für ihre tägliche Arbeit in diesem Themenheft skizzieren könnten.
Wie ist das zu erklären? Am Bezug des Themas Armut zur Sozialen Arbeit kann es nicht liegen. Armut ist sozusagen die Wiege der Sozialen Arbeit, die die Notwendigkeit unserer Profession zeigt und uns einen entsprechenden gesellschaftlichen Stellenwert verleiht. Wenn wir für uns beanspruchen, dass die Soziale Arbeit eine zentrale Akteurin in der Bekämpfung von Armut ist, so müssen wir uns aber auch damit auseinandersetzen, dass Armut vielfach mehr verwaltet als erfolgreich bekämpft wird.
Das NAP, vom Bundesamt für Sozialversicherungen durchgeführt, bewegt sich weitgehend innerhalb der Ordnung von Föderalismus und öffentlicher Verwaltung und somit weit entfernt von Parteilichkeit und Gesellschaftskritik. Ein möglicher Grund, weshalb das NAP in der Praxis der Armutsbekämpfung durch die Soziale Arbeit in den letzten fünf Jahre nur bedingt angekommen ist.
Doch: «Nach dem Programm ist vor dem Programm.» In diesem Sinne möchten wir Ihnen mit diesem Heft aufzeigen, worum es ging, exemplarisch einzelne Themenbereiche vorstellen und nicht zuletzt sozialpolitische Folgerungen diskutieren. Wir wünschen eine spannende und aufschlussreiche Lektüre.

Aktuell

  • Kurzmeldungen

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  • Die bespielbare Stadt als Möglichkeit und Ziel

    (Charlotte Spindler)

    Spielräume in Zeiten der baulichen Verdichtung: Pro Juventute hat zum Weltspieltag 2018 diesen Sommer an einer länderübergreifenden Konferenz und einem Spielfestival für Kinder in der Stadt Biel die Diskussion um Spielmöglichkeiten im öffentlichen Raum und um Partizipation von Kindern und Jugendlichen bei Planung und Gestaltung von Erholungs-, Bewegungsund Begegnungsräumen neu lanciert.

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Schwerpunkt

  • Das nationale Programm gegen Armut: Ideen, Visionen und Erwartungen

    (Carlo Knöpfel)

    Wer nach den Ideen, Visionen und Erwartungen an das Nationale Programm zur Prävention und Bekämpfung von Armut (NAP) fragt, darf diese Initiative des Bundes nicht isoliert betrachten. Vielmehr hat das NAP eine lange Vorgeschichte und ist ein Element im Ringen um die Ausrichtung der Armutspolitik in der Schweiz.

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  • Rück- und Ausblick aus Sicht des Bundesamts für Sozialversicherungen

    (Thomas Vollmer und Gabriela Felder)

    Im Auftrag des Bundesrates und in enger Partnerschaft mit den betroffenen Bundesstellen, der Sozialdirektoren- und Erziehungsdirektorenkonferenz, dem Schweizer Städte- sowie Gemeindeverband sowie Caritas Schweiz setzte das Bundesamt für Sozialversicherungen BSV zwischen 2014 und 2018 das Nationale Programm zur Prävention und Bekämpfung von Armut (Nationales Programm gegen Armut) um.

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  • Mit Freiwilligen Armut bekämpfen

    (Corinne Sieber)

    Während eines halben Jahres oder länger begleiten Freiwillige im Kanton Baselland armutsgefährdete beziehungsweise armutsbetroffene Menschen. Ob bei Kindern, Jugendlichen oder Erwachsenen – die Freiwilligenarbeit hilft, alltägliche Probleme zu lösen. Und schafft dadurch Zuversicht.

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  • Was Verschuldung mit Armut zu tun hat

    (Christoph Mattes)

    Verschuldung und Armut – ein neues Thema in der Armutsbekämpfung? Im Nationalen Programm zur Prävention und Bekämpfung von Armut (NAP) stand es jedenfalls nicht von Anfang an auf der Agenda. Fest steht heute: Verschuldung darf im Hinblick auf Armutsbekämpfung nicht für sich alleine betrachtet werden. Vielmehr muss sie im Zusammenhang mit Armut und Sozialhilfebezug diskutiert werden. Das erfordert unter anderem ein Hinterfragen gängiger Vorstellungen von Schuldenberatung.

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  • Sozialhilfe unter Druck

    (Pierre Heusser)

    Für die 300 000 Menschen, die in der Schweiz Sozialhilfe beziehen, hat das von 2014 bis 2018 durchgeführte Nationale Programm zur Prävention und Bekämpfung von Armut (NAP) kaum Spuren hinterlassen. Im Gegenteil: Zahlreiche Kantone haben trotz der Erkenntnisse des NAP Bestrebungen gestartet, die Sozialhilfeleistungen zu reduzieren. Und dies teilweise massiv. Dabei wenden die Kantone immer mehr willkürliche und sachfremde Kriterien an, die als diskriminierend bezeichnet werden müssen.

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  • Zwischen nationaler Strategie und kommunaler Wirklichkeit

    (Andreas Wyss)

    Nicht selten hören wir den Ruf, dass die Politik doch «mal etwas» machen soll. Sie soll die Probleme lösen und die Herausforderungen bewältigen. Nicht selten baut diese Erwartung auf den Versprechen, Ankündigungen und Prophezeiungen von Politikerinnen und Politikern auf. Dabei geht allzu oft vergessen, dass es «die» Politik nicht gibt. Die Schweiz besteht aus 26 Kantonen und über 2000 Gemeinden – mit ihrer je «eigenen Politik».

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  • Die Evaluation: Hoher Grad an Zufriedenheit

    (Michael Marti)

    Die vom Beratungs- und Forschungsbuüo Ecoplan durchgeführte Evaluation des noch bis Ende 2018 laufenden Programms zeigt überwiegend positive Rückmeldungen. Die meisten der interviewten Personen befürworten weiterführende Tätigkeiten des Bundes in der Armutsprävention, wobei hinsichtlich Form und Inhalt Uneinigkeit besteht.

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  • Armutsbekämpfung aus Sicht von AvenirSocial

    (Stéphane Beuchat)

    AvenirSocial setzt sich für soziale Gerechtigkeit und für eine Armutsbekämpfung ein, die sich an den in Armut lebenden Menschen orientiert. Das Engagement des Verbandes zur Überwindung der Armut ist mannigfaltig. Der folgende Beitrag thematisiert die aktive Beteiligung von AvenirSocial im Rahmen des Nationalen Programms zur Prävention und Bekämpfung von Armut (NAP) und zieht nach über fünf Jahren Bilanz.

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  • Weblinks zum Schwerpunktthema

    Zusammengestellt durch die Geschäftsstelle von sozialinfo.ch unter sozialinfo.ch/sozialaktuell


Plattform

  • In der Erwachsenenbildung fehlt eine inklusive Haltung

    (Jeannette Dietziker und Bettina Ledergerber)

    Menschen mit kognitiver Behinderung wollen sich weiterbilden und an der öffentlichen Erwachsenenbildung teilnehmen. In der Realität wird Erwachsenenbildung für Menschen mit einer Beeinträchtigung jedoch ausschliesslich von Behindertenorganisationen angeboten, gelegentlich in Kooperation mit einem regulären Anbieter. Um dem Inklusionsgedanken gerecht zu werden, wäre ein Systemwechsel nötig.

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  • Zwischen marktgetriebener und sozialer Wohnpolitik

    (Esteban Piñeiro, Riccardo Pardini und Yann Bochsler)

    Wohnen ist ein wesentlicher Bestandteil des Grundrechts auf Existenzsicherung. Bei der Bekämpfung von Wohnungsnot ist die Soziale Arbeit als Menschenrechtsprofession besonders gefragt. Dabei werden ihre Möglichkeiten von privatwirtschaftlichen und sozialpolitischen Rahmenbedingungen stark mitbestimmt. Welche Strategien bieten sich an?

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Kiosk


AvenirSocial

  • Erste Vollversammlung und erste Nationale Plattform

    (Ursula Binggeli)

    Am 15. Juni 2018 fand die erste Vollversammlung von AvenirSocial statt – gefolgt von der ersten nationalen Plattform der Sozialen Arbeit. An beiden Premieren zeigte sich: Die Mitglieder setzen sich intensiv mit Fragen der Politisierung auseinander und formulieren entsprechende Erwartungen an ihren Verband.

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Bildung und Stellen