AvenirSocial - Professionelle Soziale Arbeit Schweiz

Lohngleichheit. Punkt. Schluss!

Seit bald 40 Jahren hält Artikel 8 Absatz 3 der Bundesverfassung fest, dass Männer und Frauen gleichbe-rechtigt sind und dass «Mann und Frau […] Anspruch auf gleichen Lohn für gleichwertige Arbeit [haben]». Fakt ist aber, dass Frauen in der Schweiz immer noch im Durchschnitt fast 20% weniger Lohn für die gleiche Arbeit erhalten. Fakt ist ebenfalls, dass das traditionelle Familienmodell - die Frau betreut die Kinder unentgelt-lich zu Hause und ist teilerwerbstätig, der Mann geht vollzeitig einer Erwerbsarbeit nach - in der grossen Mehrheit der Schweizer Haushalte gelebt wird. Und Fakt ist auch, dass Frauen in Führungspositionen, in der Politik und in der Wissenschaft stark untervertreten sind – trotz immer geringerem Unterschied, was ihre Aus-bildung anbelangt.

Die Soziale Arbeit kann sich hier nicht ausklammern und muss selbstkritisch sein. Gerade auch, weil in der Sozialen Arbeit grossmehrheitlich Frauen arbeiten und die Aufgabenteilung oft die klassischen Geschlechter-gräben reproduziert. AvenirSocial als Berufsverband der Sozialen Arbeit fordert deshalb anlässlich des Frau-enstreiktags vom 14. Juni (und seit jeher):

  • Gleicher Lohn für gleiche Arbeit, das bedingt auch flächendeckende Lohnanalysen bei den Unter-nehmen, Veröffentlichung der Informationen, Sanktionen bei Lohndiskriminierungen;
  • Griffige Massnahmen für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie, damit eine gerechte Verteilung der Erwerbs- und Familienarbeit zwischen den Geschlechtern Realität wird

Am 14. Juni finden in der ganzen Schweiz Aktionen statt, die auf diese diskriminierende Situation aufmerksam machen. Organisiert werden sie hauptsächlich vom SGB, dem Schweizerischen Gewerkschaftsbund, bei dem AvenirSocial Mitglied ist. Zudem ruft der SGB mit #ENOUGH18 zur nationalen Demo in Bern am 22. September auf. Kommt zahlreich und setzt ein Zeichen!