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Kanton Aargau: Stellungnahme zur Motion betreffend Kürzungen des Sozialhilfe-Grundbedarfs

Anlässlich der nächsten Sitzung des Grossen Rates des Kantons Aargau vom 6. März 2018 wird dieser über die Motion "Motivation statt Strafe in der Sozialhilfe" beraten. Die Motion verlangt, dass der Grundbedarf von Sozialhilfebeziehenden generell um 30% gekürzt wird. Sollten die Klientinnen und Klienten das Vorhandensein von "Motivation", "Engagement" und "Integrationswillen" in genügendem Umfang beweisen können, würde ihnen der Grundbedarf in vollem Umfang ans Sozialhilfebudget angerechnet werden.

AvenirSocial lehnt diesen Vorschlag aus verschiedenen Gründen entschieden ab. Die der Motion zu Grunde liegenden Argumente können aus unserer Sicht nicht nachvollzogen werden und entbehren jeglicher Grundlage. Daher hat AvenirSocial vor der Sitzung des Grossen Rates allen Parlamentarierinnen und Parlamentariern schriftlich unsere fachliche Einschätzung zukommen lassen und empfohlen, die Motion abzulehnen.