AvenirSocial - Professionelle Soziale Arbeit Schweiz

Fachtagung «Falsches Wohnen in der offenen Gesellschaft?»

Ort:
Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW, Von Roll-Strasse 10, 4600 Olten
Datum:
13. September 2018
Zeit:
08:45 - 16:15
Die Tagung rückt die normative Dimension des Wohnens ins Zentrum und fragt, wie Phänomene eines «falschen Wohnens» gesellschaftlich und politisch ausgehandelt werden.

Die Leitidee des selbstbestimmten Wohnens stösst an Grenzen. Auch in der offenen Gesellschaft wird das Wohnen massgeblich gesellschaftlich geordnet, politisch geplant und investitionslogisch hergestellt. Der Staat, die Bank, die Genossenschaft oder die private Hausverwaltung: Sie rechnen mit dem Normalmieter und der Normalmieterin, mit vertrauten Wohnformen und Lebensstilen. Im Kontrast dazu existieren abweichende, unpassende oder als problematisch erachtete Formen des Wohnens. Je nach Perspektive tritt «falsches Wohnen» anders in Erscheinung: im Alter oder bei Suchtproblemen, im Fall von Obdachlosigkeit, Armut oder Behinderung wie auch in Form von alternativen Lebenskonzepten oder kollektiven Wohnformen.

Die Tagung rückt die normative Dimension des Wohnens ins Zentrum und fragt, wie Phänomene eines «falschen Wohnens» gesellschaftlich und politisch ausgehandelt werden: Welche Probleme des Wohnens werden verdrängt und welche Formen des «falschen Wohnens» entwickeln sich zu gesellschaftlichen Konflikten? Wie kann Sozialplanung in den Prozessen der Entstehung, Nutzung und Umnutzung von Wohnraum intervenieren?
Auskunft unter: Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW
Hochschule für Soziale Arbeit
Anke Rupp
Thiersteinerallee 57
4053 Basel
+41 61 228 52 54