AvenirSocial - Professionelle Soziale Arbeit Schweiz

251 Empfehlungen des Menschenrechtsrates der Vereinten Nationen an die Schweiz

Die Schweiz hat sich am 9. November 2017 vor dem UNO-Menschenrechtsrat in Genf der Allgemeinen regelmässigen Überprüfung (Universal Periodic Review UPR) der Umsetzung der Menschenrechte unterzogen. Diese Überprüfung fand nach 2008 und 2012 zum dritten Mal statt. Nicht weniger als 111 UNO-Mitgliedstaaten haben insgesamt 251 spezifische Empfehlungen zur Verbesserung der Menschenrechtssituation in der Schweiz formuliert. Grundsätzlich positiv zu werten ist die Tatsache, dass die Schweiz 121 Empfehlungen direkt angenommen hat. Die Annahme oder Ablehnung im Moment offen gelassen hat die Schweiz für 63 Empfehlungen. Bis im März 2018 muss sie aufgrund von Konsultationen mit den Kantonen, in der Verwaltung und mit der Zivilgesellschaft entsprechende Entscheidungen fällen.

Was hat dies mit der Sozialen Arbeit zu tun?
AvenirSocial hat im Rahmen der NGO-Arbeitsgruppe zur Erstellung des Schattenberichtes mitgewirkt und dazu beigetragen, dass einzelne Punkte, die die Soziale Arbeit betreffen, Erwähnung finden. In den Punkten 27-29 sind wichtige Forderungen der Sozialen Arbeit aufgeführt: Wir kritisieren den mangelnden Zugang für abgewiesene AsylbewerberInnen zum Sozialsystem sowie deren Unterkünfte und Versorgungssituation. Der nächste Punkt betrifft die Einstellung der Sozialhilfe als Disziplinierungsmittel und als letztes die diskriminierende Senkung der Sozialhilfeansätze für junge Erwachsene. Weitere für die Soziale Arbeit relevante Punkte sind die Empfehlung 32 zur Finanzierung von interkulturellen Dolmetschern und Vermittlern im Bereich der sozialen Sicherheit und der Gesundheit, die Punkte 35-37 zum Asylbereich oder der Punkt 42 zu den Sand-Papiers.