AvenirSocial - Professionelle Soziale Arbeit Schweiz

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NGO-Berichte zur dritten Universal Periodic Review (UPR) der Schweiz eingereicht

Die offizielle Schweiz, als Mitglied des Menschenrechtsrates, muss im Rahmen des UPR-Verfahrens zur Überprüfung der Menschenrechtssituation in der Schweiz regelmässig einen Bericht schreiben. Parallel dazu sind die zivilgesellschaftlichen Akteure aufgerufen einen NGO-Schattenbericht zu verfassen, in dem aus Sicht der NGOs die Umsetzung der UNO-Konventionen in der Schweiz erfolgt. Zu jedem der 42 Punkte werden entsprechende Empfehlungen formuliert.

Was hat dies mit der Sozialen Arbeit zu tun?
AvenirSocial hat im Rahmen der NGO-Arbeitsgruppe zur Erstellung des Schattenberichtes mitgewirkt und dazu beigetragen, dass einzelne Punkte, die die Soziale Arbeit betreffen, Erwähnung finden. In den Punkten 27-29 sind wichtige Forderungen der Sozialen Arbeit aufgeführt: Wir kritisieren den mangelnden Zugang für abgewiesene AsylbewerberInnen zum Sozialsystem sowie deren Unterkünfte und Versorgungssituation. Der nächste Punkt betrifft die Einstellung der Sozialhilfe als Disziplinierungsmittel und als letztes die diskriminierende Senkung der Sozialhilfeansätze für junge Erwachsene. Weitere für die Soziale Arbeit relevante Punkte sind die Empfehlung 32 zur Finanzierung von interkulturellen Dolmetschern und Vermittlern im Bereich der sozialen Sicherheit und der Gesundheit, die Punkte 35-37 zum Asylbereich oder der Punkt 42 zu den Sans-Papiers.
Das Lobbying von AvenirSocial trägt seine Früchte bis hin zur UNO: Ein weiteres Instrument des Berufsverbandes zur konkreten Einflussnahme zur Herstellung einer soldarischen Gesellschaft und sozialer Gerechtigkeit.

Nächste Schritte
Im Juni ist der Staatenbericht der Schweiz zum dritten UPR-Zyklus fällig. Das UPR-Hearing zur Schweiz findet dann am 10. Nov. 2017 statt. An diesem Anlass werden alle Staaten die Gelegenheit haben, aufgrund der vorliegenden Materialien neue Empfehlungen an die Schweiz abzugeben. Der Bundesrat wird danach in Zusammenarbeit mit den Kantonen entscheiden, welche dieser Empfehlungen von der Schweiz akzeptiert werden. Der UNO-Menschenrechtsrat wird schliesslich im März 2018 die akzeptierten Empfehlungen an die Schweiz offiziell bestätigen.