AvenirSocial - Professionelle Soziale Arbeit Schweiz

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Abstimmungsempfehlungen 12. Februar 2017: Nein zur USR III, Ja zur erleichterten Einbürgerung der 3. Generation

Am 12. Februar 2017 wird die Schweizer Bevölkerung über zwei Themen abstimmen, die unmittelbar die Soziale Arbeit betreffen. Da die Auswirkungen in sozialpolitischer Hinsicht erheblich sein werden, bringt AvenirSocial im Folgenden seine Argumente zum Referendum gegen die Unternehmenssteuerreform III sowie zur erleichterten Einbürgerung der dritten Generation vor.

Die Unternehmenssteuerreform III (USR III) bedeutet die grösste Steuersenkung seit mehreren Jahrzehnten in der Schweiz. Die steigende Zahl von Dossiers pro Sozialarbeiterin und Sozialarbeiter, die Einstellung von Projekten sowie die Streichung von Stellen in den Gemeinden und Kantonen, verminderte Leistungen für die Klientinnen und Klienten, Lohnstopp usw.: All dies wird der Sozialen Arbeit und dem gesamten Service Public im Falle einer Annahme der Reform in den nächsten Jahren das Leben schwer machen.
Aus diesem Grund hat AvenirSocial die Lancierung dieses Referendums unterstützt und empfiehlt am 12. Februar 2017 ein NEIN in die Urne zu legen.

Erleichterte Einbürgerung der 3. Generation
Die Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter wissen am besten, wie sehr der Zugang zur schweizerischen Staatsbürgerschaft die berufliche Integration von Jugendlichen erleichtert, die aufgrund ihrer Nationalität bei der Einstellung immer noch diskriminierende Erfahrungen machen. Ausserdem ermöglicht die Einbürgerung von Ausländerinnen und Ausländern auch den Zugang zu den politischen Rechten. Angesichts der deutlichen Verschärfungen des 2014 vom Parlament verabschiedeten Bürgerrechtsgesetzes braucht es ein klares Signal für die Jugendlichen, bei denen nur der Pass «ausländisch» ist, ansonsten aber alles «schweizerisch» ist.
Aus diesem Grund empfiehlt AvenirSocial am 12. Februar 2017 mit JA zu stimmen.