AvenirSocial - Professionelle Soziale Arbeit Schweiz

Sektion auswählen
Schweiz
Aargau
Beide Basel
Bern
Freiburg
Genf
Graubünden
Neuenburg
Ostschweiz
Solothurn
Waadt
Wallis
Zentralschweiz
Zürich

SozialAktuell März: Queere Diversitäten

Liebe Lesx
Queere Diversitäten, so der Titel des Schwerpunktes dieser Aus­ gabe. Was für Assoziationen löst dieser Titel bei Ihnen aus? Inte­resse, Widerstand, Abwehr ... Themen wie Queer1, Inter*, Transgeschlechtlichkeit, sexuelle Di­ versität u.v.a. werden derzeit breit in Gesellschaft und Fach­ kreisen thematisiert und diskutiert. Dabei geht es immer wieder auch um die Aufhebung der Heteronormativität und gar um die Dekonstruktion der Bigeschlechtlichkeit. Das Menschenbild, wel­ ches Menschen in die zwei Geschlechter Frau und Mann einteilt, soll plötzlich nicht mehr gelten. Dies, weil es von Menschen, die sich weder als Frau noch als Mann definieren, als diskriminierend erlebt wird. Auch die so einfache Unterteilung der Menschen in homo­ oder heterosexuelle Wesen gilt als überholt. Heute nehmen wir an, dass sich sexuelle Präferenzen während des Lebens verän­dern können und zwischen Heterosexualität und Homosexualität ein breites Kontinuum an Ausprägungen existiert. Das In­Frage­stellen von Menschenbildern, die Dekonstruktion von Wirklichkeiten, die für uns so als selbstverständlich galten – wie etwa das Konstrukt der Zweigeschlechtlichkeit –, irritiert und verunsichert uns und löst Ängste und Abwehr aus. Erleben wir dies als Zumutung? In der Tat, mit dem Schwerpunkt dieser Aus­ gabe muten wir Ihnen etwas zu! Wenn wir die Ängste und die Abwehr, die wir bei der Hinterfra­ gung unserer Menschenbilder und Weltanschauungen empfinden, überwinden können, ermöglicht dies eine Erweiterung unseres Horizontes. Solche Verunsicherungen ermöglichen Denk­ und Lernprozesse. Die Soziale Arbeit, welche sich für die Menschenrechte stark macht und sich gegen Diskriminierung und Ausgrenzung zur Wehr setzt, ist angehalten, sich immer wieder irritieren und verunsi­ chern zu lassen und sich nicht in vermeintlich selbstverständlichen und unumstösslichen Konstruktionen der Wirklichkeit auszuruhen. Denn «Wir sehen die Dinge nicht, wie sie sind, sondern wie wir sind» (Talmud). In diesem Sinne: Lassen Sie sich verunsichern und irritieren! Wir wünschen Ihnen die notwendige Offenheit, um sich auf die The­ matik dieses Schwerpunktes einzulassen.

Aktuell

  • Kurzmeldungen

    Download nur für Mitglieder und Abonnenten

  • Auswertung der Leserumfrage:

    (Ursula Binggeli und Christa Boesinger)

    Die im Sommer 2015 durchgeführte Leserumfrage weist eine sehr hohe Beteiligung auf. Herzlichen Dank! Ziel der Umfrage war es herauszufinden, welche Themen Sie interessieren und wie sich SozialAktuell künftig weiterentwickeln soll. Besonders gefreut haben uns die unzähligen persönlichen Mitteilungen und gezielten Anregungen und Verbesserungsvorschläge. Wir freuen uns darauf, diese umzusetzen.

    Download nur für Mitglieder und Abonnenten


Schwerpunkt

  • Queersensibles Schreiben

    (Lann Hornscheidt)

    Zu sprechen und zu schreiben sind Handlungsformen. Immer, wenn wir sprechen oder schreiben, handeln wir. Wir übernehmen nicht einfach sprachliche Vorgaben, sondern wir bestärken sie, verändern sie, können sie herausfordern.

    Download nur für Mitglieder und Abonnenten

  • Gewalt gegen Inter*

    (Heinz-Jürgen Voss)

    Ausgehend vom aktuellen gesellschaftlichen Diskussionsstand zu den von Betroffenen als traumatisierend beschriebenen geschlechtszuweisenden und -vereindeutigenden medizinischen Eingriffen bei intergeschlechtlichen Minderjährigen werden im vorliegenden Beitrag einige Anregungen und Literaturverweise für die Beratungs- und Bildungsarbeit in Kontexten der Sozialen Arbeit gegeben.

    Download nur für Mitglieder und Abonnenten

  • Jenseits von Bipolaritäten

    (Kathrin Zehnder)

    Intersexualität respektive der Umgang mit Menschen mit Varianten der Geschlechtsentwicklung war – abgesehen von medizinischen Abhandlungen – vor 15 Jahren noch mehr oder weniger unbekannt. Dazu mussten Betroffene und Aktivist_ innen zu Beginn des aktuellen Millenniums erst Gruppen bilden, um Aktionen zu koordinieren respektive das soziale Problem zu benennen.

    Download nur für Mitglieder und Abonnenten

  • Fluchtgrund LGBTI

    (Regula Ott)

    LGBTI-Flüchtlinge waren in ihrer Heimat verschiedensten Formen der Diskriminierung ausgesetzt. Doch oft fühlen sie sich auch nach Ankunft in der Schweiz nicht sicher – zu gross ist die Angst vor Landsleuten sowie die Scham, während des Asylverfahrens über das Erlebte zu berichten. Queeramnesty begleitet diese Menschen in der Schweiz.

    Download nur für Mitglieder und Abonnenten

  • Transphänomene bei Kindern und Jugendlichen

    (Christian Gredig)

    Wenn Kinder oder Jugendliche zu erkennen geben, dass ihr Geschlecht nicht mit dem Geschlecht übereinstimmt, das ihnen bei der Geburt zugewiesen wurde, erleben sie oft Ablehnung in der Familie oder der Schule. Wenn Eltern professionelle Unterstützung suchen, ist nicht gewährleistet, dass sie diese finden. Noch immer sprechen viele Fachleute aus Medizin und Sozialer Arbeit Kindern und Jugendlichen die Kompetenz ab, sich ihres Geschlechts sicher zu sein.

    Download nur für Mitglieder und Abonnenten

  • «Trans* ist eine gesunde Normvariante»

    (Robert Löpfe)

    Mit welchen spezifischen Problemlagen sehen sich Trans* Menschen in der Schweiz konfrontiert, und welchen Beitrag kann die Soziale Arbeit zur Verbesserung ihrer Lebensumstände leisten? Diesen Fragen ging Jack Walker 2012 in seiner Bachelorarbeit «Trans* Menschen und Soziale Arbeit» nach. SozialAktuell hat sich beim Sozialarbeiter nach dem aktuellen Stand der Diskussionen erkundigt.

    Download nur für Mitglieder und Abonnenten

  • Trans*-Sein: Konfrontation mit dem Thema am runden Tisch

    (Robert Löpfe)

    Die Trans*-Bewegung in der Schweiz artikuliert sich klar und pointiert zu allen wichtigen Themen des Transseins in der Schweiz. Sai Serfözö, Michelle Biolley und Hannes Rudolph legen Herausforderungen für Trans*-Menschen in der Schweiz und die Forderungen an eine nichtdiskriminierende Gesellschaft offen.

    Download nur für Mitglieder und Abonnenten

  • Gender: Ent- und Verwicklung eines unscharfen Begriffs

    (Ursula Christen)

    Wie ein neu gezüchtetes Virus ist vor einem halben Jahrhundert der Begriff Gender aus einem US-amerikanischen Labor entflohen, hat in der Zwischenzeit mehrfach mutiert und verschiedenste Menschengruppen mit Gedanken infiziert, die die beschauliche Welt der Zweigeschlechtlichkeit durcheinanderbringen – so sehr, dass auch der Begriff Gender selber durcheinandergeraten ist.

    Download nur für Mitglieder und Abonnenten

  • Weblinks zum Schwerpunktthema

    Zusammengestellt durch die Geschäftsstelle von sozialinfo.ch unter sozialinfo.ch/sozialaktuell

    Download nur für Mitglieder und Abonnenten


Plattform

  • Paradigmenwechsel in der öffentlichen Finanzierung sozialer Einrichtungen

    (Daniela Schmitz und Daniel Zöbeli)

    Soziale Einrichtungen erhalten einen grossen Teil ihrer Mittel aus öffentlichen Beiträgen. Das bisherige Finanzierungssystem der Defizitdeckung wird mehrheitlich durch Leistungspauschalen abgelöst. Danach behalten die Betriebe Gewinne aus der Leistungserbringung kontrolliert ein und decken damit künftige Verluste. Wie wird dies in der Praxis gehandhabt?

    Download nur für Mitglieder und Abonnenten

  • Wie wirkt Arbeitsagogik?

    (Gena Da Rui, Daniel Schaufelberger, Sabine Rimmele)

    Welchen Wert schafft Arbeitsagogik für KlientInnen und für die Gesellschaft? Und wie werden die angestrebten Wirkungen erreicht? Die Hochschule Luzern – Soziale Arbeit (HSLU) hat ein Modell zu den Wirkmechanismen der Arbeitsagogik entwickelt. Dieses fokussiert auf den Zusammenhang zwischen den Kerntätigkeiten und den Wirkungen arbeitsagogischen Handelns und setzt explizite Annahmen zu Handlungsund Vorgehensweisen der arbeitsagogischen Praxis für deren Zielerreichung.

    Download nur für Mitglieder und Abonnenten


Kiosk


AvenirSocial

  • Kooperation von Eltern und Schule

    (Ueli Strasser)

    Kinder bewegen sich in einem dynamischen Netz von Personen, denen sie wichtig sind. Zuvorderst stehen in der Regel die Eltern. Gemäss einer Studie der Universität Freiburg ist ihr Einfluss auf den Erfolg im Bereich der Bildung gar doppelt so gross wie jener der Schule.

    Download nur für Mitglieder und Abonnenten

  • Verbandsnachrichten

    Download nur für Mitglieder und Abonnenten


Bildung und Stellen