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Medienmitteilung des Bündnisses SOS-SKOS: Sozialhilfe ist einen Kafi mit Gipfeli wert!

Der Angriff auf die Richtlinien der Schweizerischen Konferenz für Sozialhilfe Skos hatte keine Chance. Mit 96 Nein zu 73 Ja bei 6 Enthaltungen lehnte eine Mehrheit im Kantonsrat die Motion Camenisch (FDP), von Planta (glp) und Haderer (SVP) sehr deutlich ab. Das Bündnis SOS-SKOS ist erleichtert: Der Kanton Zürich setzt damit ein wichtiges Zeichen für die Beibehaltung der Rechtsverbindlichkeit der Skos-Richtlinien, welche Standards für die Ausrichtung der wirtschaftlichen Sozialhilfe liefern.

Die klare Ablehnung der Motion zeigt, dass sich die Mehrheit des Parlaments für eine Armutspolitik der Gleichbehandlung aller Sozialhilfebeziehenden und der Gerechtigkeit sorgt. Eine einheitlich professionelle Sozialhilfe-Praxis kann dadurch weiterhin gewährt werden. Im Kanton Zürich kostet sie pro Woche und EinwohnerIn so viel – oder besser: so wenig – wie ein Kafi mit Gipfeli, weniger als 7 Franken pro Woche und EinwohnerIn.

Mit einer Aktion vor dem Kantonsrat „Sozialhilfe ist einen Kafi mit Gipfeli wert“ hat das Bündnis SOS-SKOS (AvenirSocial, Caritas Zürich, VPOD) mit Unterstützung von diversen Zürcher Fachstellen nochmals auf die Wichtigkeit der Skos-Richtlinien aufmerksam gemacht und symbolisch aufgezeigt, was das soziale Existenzminimum kostet und was es zur Erhaltung des sozialen Friedens in der Schweiz beiträgt.

Der Kantonsrat spricht sich ganz im Sinne der über 2600 unterzeichnenden Sozial-arbeitenden des Aufrufs „SOS SKOS“ für eine Armutsbekämpfung und nicht für die Bekämpfung der Armen aus.
Ziel der Sozialhilfe muss es weiterhin sein, die Menschen zu stärken: Menschen, die Sozialhilfe beziehen müssen, „ haben ein Recht, auch in schwierigen Situationen in Würde zu leben und als vollwertige Bürgerinnen und Bürger akzeptiert zu werden.“