AvenirSocial - Professionelle Soziale Arbeit Schweiz

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AvenirSocial unterstützt die Wiedergutmachungsinitiative

Die fürsorgerischen Zwangsmassnahmen stellen ein düsteres Kapitel der Schweizer Sozialgeschichte dar und haben gemäss den Zahlen des Initiativkomitees bis zu 20 000 Opfer gefordert . Die Zwangsmassnahmen wurden im Rahmen des Kampfs der Schweiz gegen die Armut im 20. Jahrhundert angeordnet. Unter den zahlreichen Berufsgruppen, die diese Politik unterstützt haben, findet man auch die Soziale Arbeit weit vorne mit dabei, insbesondere die Fachpersonen, die in den Erziehungsanstalten tätig waren, in denen die Kinder platziert wurden.
Es ist die Aufgabe der Sozialen Arbeit als Berufsstand, ihre Praktiken und Methoden der Vergangenheit aufzuarbeiten. Aus diesem Grund unterstützt AvenirSocial als Verband der Professionellen der Sozialen Arbeit die Wiedergutmachungsinitiative, die nicht nur den Opfern eine finanzielle Wiedergutmachung bringen soll, sondern auch eine wissenschaftliche Untersuchung zu diesem Thema lanciert.
AvenirSocial engagiert sich heute für eine bessere Prävention gegen diese Art von Praktiken, insbesondere durch die Förderung ethischer Fragestellungen innerhalb der sozialen Institutionen und Dienste mittels des Ethikkodexes sowie der Ethikkommission. Zudem würde die Ratifizierung der Europäischen Sozialcharta durch die Schweiz, für die AvenirSocial eine Kampagne (www.sozialcharta.ch) lanciert hat, einen wichtigen Schritt zur Vermeidung von Missbräuchen darstellen, insbesondere durch das Berichtsverfahren der Staaten, das die Möglichkeit bietet, deren Sozialpolitik einer kritischen Untersuchung zu unterziehen.
AvenirSocial möchte an den positiven Einfluss des Völkerrechts erinnern, im vorliegenden Fall der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK), die massgeblich dazu beigetragen hat, diesen Praktiken Einhalt zu gebieten