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SozialAktuell September: Burnout

Dass sie das Thema Burnout als Schwerpunkt behandelt, ist bei einer Fachzeitschrift der Sozialen Arbeit nicht verwunderlich. Schliesslich wird oft von Burnout als Berufskrankheit im sozialen Bereich gesprochen. Sozialtätige Personen gelten aufgrund hoher Belastung, widersprüchlicher Rahmenbedingungen und gesellschaftlicher Aufträge oder hoher persönlicher Affinität zur Zielgruppe als besonders gefährdet. Zugleich ist Burnout auch Gegenstand Sozialer Arbeit: Erschöpfung, psychische Beeinträchtigung, Situationen der Überforderung stellen Themen dar, die wir in verschiedenen Arbeitsfeldern antreffen und für die wir in unserem beruflichen Handeln Lösungen erarbeiten müssen. Das Thema scheint sich in unserem Arbeitsfeld zu verdichten. Umso erstaunlicher war es für uns, wie schwierig sich die Suche nach AutorInnen für dieses Themenheft gestaltete. Trotz den vielen Berührungspunkten mit unserer Profession scheint Burnout ein Thema zu sein, zu dem gerne auf Distanz gegangen wird. Wir hoffen, dass durch den Themenschwerpunkt diese Distanz etwas durchbrochen werden kann. Wir möchten in diesem Themenheft einerseits aktuelle wissenschaftliche Befunde zu Burnout vorstellen, andererseits aber auch konkrete Behandlungs- und Hilfsmöglichkeiten mit Beispielen aus der Praxis aufzeigen.

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Aktuell

  • Kurzmeldungen

    (Laura Furlanetto)

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  • «Es ist nicht gesund, aus dem Koffer zu leben»

    (Ursula Binggeli)

    «Wir haben für viele Menschen etwas tun dürfen, anstatt für wenige viel.» Blagica Alilovic, Gesch.ftsführerin der Stiftung MINTEGRA in Buchs, SG, informierte und beriet zwischen 1977 und 1990 auf den Perrons des Grenzbahnhofs Buchs jährlich Zehntausende frisch eingetroffener Saisonniers aus Südosteuropa. Für viele der Hiergebliebenen ist sie noch heute eine wichtige Ansprechperson. Eine Wiedereinführung des Saisonnierstatuts wäre ein falscher Schritt, sagt die Integrationsfachfrau.

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Schwerpunkt

  • Burnout – verhängnisvoller Teufelskreis

    (Linda Muscheidt)

    Früher galt es als Stresssyndrom der helfenden Berufe, heute ist es ein weitverbreitetes, komplexes Beschwerdeund Leidensbild: Burnout. Was steckt hinter dem viel verwendeten Begriff? Wo liegen mögliche Ursachen? Was ist anders als bei einer Depression? Gibt es ein Gegenmittel? Ein erster Überblick.

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  • Anpassung, Überforderung und Widerstand aus historischer Perspektive

    (Patrick Kury)

    Burnout ist in aller Munde. Immer mehr Menschen fühlen sich überfordert, leiden an psychisch-sozialer Erschöpfung und benötigen längere Auszeiten. Der Beitrag zeigt, dass auch Menschen früherer Epochen ähnliche Erfahrungen machten und vergleichbare Krankheiten kannten – und er fragt nach Kontinuitäten und Unterschieden zwischen vergangenen und aktuellen Belastungserkrankungen.

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  • Burnout in Sozialberufen

    (Wolfgang Lalouschek, Teresa Hauck)

    Personen in Sozialberufen gelten als Burnout-Risikogruppe.
    Der Anteil von Betroffenen kann hier bis zu 20 Prozent betragen.
    Welche Arbeitsbedingungen sind es denn, die krank
    machen? Und sind Frauen stärker betroffen als Männer?
    Der Blick auf mögliche Ursachen für Burnout im Sozialbereich
    zeigt, wo und wie eine wirkungsvolle Prävention ansetzen
    muss.

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  • Burnout-Prävention bei den Sozialen Diensten der Stadt Zürich

    (Martin Rosenberg, Caroline Theiss-Wolfsberger, André Moser)

    Die Aufgaben, welche sich der Sozialen Arbeit stellen, sind anspruchsvoll, die psychische Beanspruchung der Fachleute ist gross. Damit diese mit der hohen Belastung umgehen können, bieten die Sozialen Dienste der Stadt Zürich ihren Mitarbeitenden ein umfassendes Bildungsangebot an sowie ein Case Management für Personen, die an Burnout erkrankt sind.

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  • Aktuelle Forschungsergebnisse zur Therapierbarkeit von Burnout

    (Dieter Korczak)

    Zur Behandlung eines Burnout-Syndroms werden unterschiedliche Therapien angeboten. Im Rahmen eines evidenzbasierten wissenschaftlichen Systematischen Reviews sind die in den Jahren 2006 bis 2011 veröffentlichten Therapiestudien zum Burnout-Syndrom analysiert worden. Sie belegen die Wirksamkeit der Kognitiven Verhaltenstherapie sowie der Therapie mit Rosenwurz. Insgesamt ist die Forschungslage z ur Wirksamkeit von Burnout-Therapien unbefriedigend.

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  • Vielschichtige Krankheit – vielschichtige Behandlung

    (Barbara Hochstrasser)

    Jeder Mensch hat individuelle Risikofaktoren für ein Burnout. Bei der Behandlung von Burnout müssen diese berücksichtigt werden. Nur so lässt sich eine nachhaltige Besserung erwirken. Nach sofortiger Entlastung von den krank machenden externen Umständen und mit der Einrichtung einer unterstützenden Tagesstruktur sind eine multimodale Therapie und ein arbeitsbezogenes Coaching Erfolg versprechend.

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  • Burnout-Prävention unter Anwendung kreativer Techniken der Dramatherapie

    (Brigitte Spörri Weilbach)

    Für die Supervision und Therapie bietet die Dramatherapie hervorragende Möglichkeiten, Bewältigungsstrategien auf allen Ebenen zu aktivieren und zu fördern und damit die Resilienz zu stärken. Dieser Beitrag gibt einen kurzen Einblick in die Dramatherapie und geht dann in einem Praxisteil anhand von kurzen Fallbeispielen auf die Themen Grenzen und Resilienz ein, welche für die Burnout-Prävention zentral sind.

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  • Weblinks zum Schwerpunktthema

    Zusammengestellt durch die Geschäftsstelle von sozialinfo.ch unter sozialinfo.ch/sozialaktuell

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Plattform

  • Offene Jugendarbeit und Polizei

    (Martina Amrein, Sibille Hartmann und Julia Schmid)

    Die Vernetzung von Offener Jugendarbeit und Polizei findet vermehrt institutionalisiert am Runden Tisch statt. Dieser wird regional unterschiedlich gestaltet, fungiert aber meist als Gremium der Gewalt- und Kriminalitätsprävention und als Frühwarnsystem. Bei der Mitwirkung läuft die Offene Jugendarbeit Gefahr, grundlegende Arbeitsprinzipien aufzugeben.

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  • Soziale Arbeit im Alpenraum und Migration

    (Daniela Duff)

    Soziale Arbeit im Alpenraum sieht sich Herausforderungen gegenübergestellt, die sich von denen in urbanen Regionen unterscheiden. In seiner zweiten Jubiläumstagung stellt die Hochschule für Soziale Arbeit Wallis das Thema Migration im Kontext eines alpinen Raumes in den Mittelpunkt.

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  • Streit als Entwicklungsaufgabe

    (Ueli Strasser)

    Die Themen Streit, Krach und Gewalt in verschiedenen Ausprägungen standen an der 4. Fachtagung der Fachgruppe Schulsozialarbeit AvenirSocial Espace Mittelland im Fokus. Rund 70 Schulsozialarbeitende aus der ganzen Deutschschweiz trafen sich am 19. Juni für Inputreferate, Workshops und Austausch im Institut für Medienbildung (IMB) in Bern.

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AvenirSocial

  • «Soziale Arbeit muss sich einmischen»

    (Ursula Binggeli)

    Ende Juni fand in Biel die diesjährige DV von AvenirSocial statt. Neben den statutarischen Geschäften standen auch Referate auf dem Programm. Gastrednerin war Therese Frösch, neue Co-Präsidentin der SKOS.

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