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SozialAktuell Juli: Kinderrechte

Wie gut es einer Gesellschaft geht, zeigt sich daran, wie gut es den Kindern geht. Die Kinderrechtskonvention wurde am 24. Februar 1997 durch die Schweiz, als einer der letzten Staaten, mit fünf Vorbehalten ratifiziert und trat am 26. März 1997 in Kraft. Wie sieht es aktuell mit der Umsetzung der Kinderrechte in der Schweiz aus? Gefühlsmässig gehen wir davon aus, dass wir in der Schweiz in Bezug auf die Umsetzung der UN-KRK wenig Handlungsbedarf haben. Trifft dies wirklich zu? Was genau will die UNO-Kinderrechtskonvention erreichen? Und ist die UN-KRK schon in der Praxis der Sozialen Arbeit angekommen? Diesen und anderen Fragen gehen wir mit dem vorliegenden Schwerpunkt nach.

In seinem Grundlagenartikel beschäftigt sich Michael Marugg, ehemaliger Geschäftsführer des Netzwerks Kinderrechte, mit der Situation in der Schweiz und dem zweiten NGO-Bericht zur Umsetzung der Kinderrechte in der Schweiz. Mit Jean Zermatten war bis Ende Mai diesen Jahres ein Schweizer Präsident des UN- Kinderrechtsauschusses. Im Interview berichtet er von seiner Arbeit bei der UNO und schildert seine Sicht auf die Umsetzung der UN-KRK in der Schweiz. Weiter werden Kinderrechte und Religion, Körperstrafen sowie die Kinderrechte im Zusammenhang mit Fremdplatzierungen thematisiert und das Projekt «Kinderfreundliches Dorf» der UNICEF wird vorgestellt.

Ein wesentliches Anliegen der Kinderrechtskonvention ist die Förderung der Partizipation von Kindern und Jugendlichen in allen Lebensbereichen. Wir wollen aber nicht nur über die Partizipation schreiben, sondern den Kindern und Jugendlichen eine Plattform zur Mitwirkung bieten. So schreibt Jungreporterin Jessica Mitter zum Recht auf Freizeit, Spiel und Erholung.
Die Kinderrechtskonvention ist ein umfassendes und nicht immer ganz leicht zu lesendes Werk. Deshalb hat die UNICEF die Inhalte der Konvention zu den zehn Grundrechten der Kinder zusammengefasst. Diese Grundrechte werden mittels der Bilder dokumentiert.

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Aktuell

  • Kurzmeldungen

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  • Bedingungsloses Grundeinkommen: Wird eine Utopie bald schon Realität?

    (Tomi Kujundzic)

    Im Oktober 2013 wird die Volksinitiative zum bedingungslosen Grundeinkommen eingereicht. Sie wird mit höchster Wahr- scheinlichkeit zustande kommen. In ein paar Jahren wird die Schweizer Bevölkerung also abstimmen, ob sie die Initiative annehmen will oder nicht. Damit ist den Initianten zufolge ein Denkanstoss, ein Kulturimpuls in die Wege geleitet, und der gesellschaftliche Diskurs kann beginnen.

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Schwerpunkt

  • Kinderrechte im Wohlfahrtsstaat

    (Michael Marugg)

    Der Bundesrat hat im Sommer 2012 den zweiten Staatenbe- richt zur Anwendung der UN-Kinderrechtskonvention in der Schweiz vorgelegt. Er zeigt viel kinder- und jugendpolitische Aktivität, die aber unter einer mangelhaften Ausrichtung auf Kinderrechte leidet.

  • Rechte von Kindern, die nicht bei ihren Eltern aufwachsen können

    (Sandra Stössel)

    Die Menschenrechte für Kinder und Jugendliche der Kinderrechtskonvention sind auch eine wichtige Grundlage für die stationäre Kinder- und Jugendhilfe.

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  • Kindesvertretung – Erfahrungen aus der Praxis

    (Susanne Meier)

    Trotz gesetzlichen Grundlagen für die Kindesvertretung wen- den Gerichte und Behörden dieses Instrument erst zögerlich an. Die Kindesvertretung begleitet das Kind im Verfahren und stellt sicher, dass es informiert und gehört wird und dass sein Wille Resonanz erhält.

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  • Situation der Kindesanhörung: Einbezug macht Kinder stark

    (Christina Weber-Khan)

    Die Anhörung von Kindern und Jugendlichen wurde seit der Ratifizierung der UN-Kinderrechtskonvention (UN-KRK) 1997 insbesondere für das Scheidungsverfahren, das Kindesschutzverfahren und das Verfahren nach Haager Kindesentführungsübereinkommen explizit verankert. Wo ein entsprechendes Gesetz fehlt, kann die Anhörung auch direkt auf Art. 12 der UN-KRK gestützt werden. Die Umsetzung wird bisher in der Schweiz nur ungenügend durchgesetzt.

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  • Institutionalisierte Mitwirkung führt zur Demokratisierung der Gesellschaft

    (Annegret Wigger)

    Nach der Erarbeitung von Qualitätsstandards für Fachkräfte und Kinder suchte die Interessensgemeinschaft Quality4children Schweiz nach Wegen, wie die Mitwirkung von Kindern und Jugendlichen im Feld der ausserfamiliären Betreuung gestärkt werden kann. Denn vermutlich führen nur Erfahrungen mit gelungener Mitwirkung zu einer sich wandelnden Praxis.

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  • Young Reporters berichten über Kinderrechte

    (Jessica Mitter)

    Was hast du heute vor? Eine Frage, die bestimmt jeder schon öfters gehört hat. Wie lautet aber die Antwort? Jeder be- stimmt zu einem Grossteil individuell, wie er seine Freizeit gestalten möchte. Jeder sollte zumindest frei über diesen Teil bestimmen können. In der Schweiz haben Kinder und Jugendliche ein Recht auf Freizeit und Erholung. Unsere Young Reporterin ist den unterschiedlichen Ansprüchen auf den Grund gegangen in Form von zwei Porträts.

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  • Kinderrechtsbildung: Wie lernen Kinder ihre Rechte kennen?

    (Elsbeth Müller)

    Gemeinden, die sich auf die Initiative «Kinderfreundliche Gemeinde» von Unicef Schweiz einlassen, bekennen sich zu einem gemeinschaftlichen Lernprozess und betreiben Politik nicht nur für, sondern auch mit Kindern und Jugendlichen. Die Kinderrechte werden dabei zu einer wichtigen Säule für das Zusammenleben der Generationen.

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  • Die Rechtssituation in der Schweiz ist bezüglich gewaltfreier Erziehung ungenügend

    (Andrea Hauri und Katrin Meier)

    In der Schweiz ist es verboten, dass ein Erwachsener einen anderen ohrfeigt, nicht aber dass er dies gegenüber seinem Kind tut. Kinder haben gemäss UN-Kinderrechtskonvention das Recht auf Schutz vor jeglicher Form von Gewalt. Eine Anpassung im ZGB sowie unterstützende Massnahmen für Erziehende sind nötig.

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  • Kinderrechte und Religion: Ethische Dilemmata fordern Sozialarbeitende

    (Ursula Christen)

    Glaubensfreiheit ist ein wichtiges Grundrecht (BV, Art. 15). Dazu gehört auch, dass Eltern bis zum 16. Lebensjahr des Kindes über seine religiöse Erziehung bestimmen (ZBG,
    Art. 303). Kinder und Jugendliche haben Anspruch auf beson- deren Schutz ihrer Unversehrtheit und auf Förderung ihrer Entwicklung (BV, Art. 11). Der Staat hat die Pflicht einzugrei- fen, wenn das Kindeswohl gefährdet ist (ZGB, Art. 307–312). Aus diesen Grundprinzipien entstehen ethische Dilemmata.

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  • Jean Zermatten im Gespräch über das Wohl des Kindes

    (Christa Boesinger)

    SozialAktuell hat Jean Zermatten im Internationalen Institut der Rechte des Kindes in Sion getroffen, das er 1995 ge­gründet hat. Ein Gespräch über die Standards zum Schutz der Kinder und den Stand der Umsetzung der Kinderrechts­ konvention – sowohl schweiz­ als auch weltweit.

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  • Weblinks zum Schwerpunkthema

    Zusammengestellt durch die Geschäftsstelle von sozialinfo.ch unter sozialinfo.ch/sozialaktuell

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Porträt

  • Basel aus einer anderen Perspektive erleben

    (Ursula Binggeli)

    Städte haben viele verschiedene Gesichter. Lange nicht alle sind der breiten Bevölkerung vertraut, manche liegen im Schatten. In Basel rücken deshalb neuerdings Armuts- betroffene auf Stadtführungen ihre Welt ins Licht der Öffentlichkeit. Ins Leben gerufen hat die «Sozialen Stadtrundgänge» der Ver- ein Surprise. Rolf Mauti, 60-jährig, obdachlos, ist einer der drei Stadtführer.

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Plattform

  • Früherkennung und Intervention in der Nightlifearbeit

    (Tomi Kujundzic)

    Feiern und Ausgehen gehören zu den wich­tigsten kollektiven Freizeitaktivitäten der heutigen Gesellschaft. Gerade für junge Menschen stellt der Ausgang einen bedeu­tenden Bestandteil der Lebenswelt dar. Damit verbunden ist oft ein riskanter Frei­ zeitkonsum von Alkohol und illegalen Sub­stanzen. An diesem Punkt setzen seit ein paar Jahren Organisationen wie Rave it safe mit neuartigen, lebensweltorientierten und szenengerechten Massnahmen an.

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  • Wege zur Inklusion – eine Herausforderung für alle!

    (Roland Stübi)

    Auf der ganzen Welt wachsen Kinder und Jugendliche unter erschwerten Lebensbedin­gungen wie Armut, Gewalt, Behinderung, Diskriminierung usw. auf. Vielfältige Einrichtungen, Organisationen und Institutionen ar­beiten mit Unterstützungs-­ und Betreuungs­formen, die eine gesellschaftliche Teilhabe ermöglichen und sie dazu befähigen. Die FICE (Internationale Gesellschaft für erzieherische Hilfen) versteht ihre Aufgabe darin, diese Praxis kritisch zu begleiten und zu fördern.

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  • Beschwerde gegen das Sozialhilfegesetz des Kantons Bern

    (Stéphane Beuchat)

    Mit Urteil vom 4. September 2012 wies das Bundesgericht eine Beschwerde gegen das Sozialhilfegesetz des Kantons Berns mit einem Stimmenverhältnis von 3:2 knapp ab. Die obsiegenden RichterInnen befanden, dass das Gesetz von den Sozialhilfebehörden ver­ fassungskonform ausgelegt werden könne, indem man es nicht streng nach dem Wort­ laut anwende. Diese Argumentation ist rechtsstaatlich nicht haltbar. Beim Europäi­schen Gerichtshof für Menschenrechte wur­de nun gegen dieses Urteil eine Individual­beschwerde eingereicht.

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  • Verbandsnachrichten

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