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SozialAktuell September: Neue Medien

Längst hat sich das digitale Zeitalter im täglichen Handeln und in der Alltagssprache niedergeschlagen. Wenn wir nicht mehr weiter wissen, googeln wir einfach die benötigten Informationen. Neuigkeiten, die Spatzen früher von den Dächern pfiffen, twittern wir heute unseren followers. Freunde fürs Leben gibt es nicht mehr nur im Verein, sondern auch digital auf Facebook. Geplaudert wird weiterhin im Treppenhaus und am Stammtisch, vermehrt jedoch auch via Skype und instant messaging. Wichtige Momente und fotogene Sujets werden mit der Handy-Kamera dokumentiert und sogleich via App auf dem Smartphone oder Tablet Computer als SMS oder Email mit den Liebsten geteilt, auf welchem Fleck der Erde sich diese auch gerade befinden mögen.
Egal ob Sie zur Generation der digital natives gehören und die digitalen Medien selbstverständlich und in verschiedenen Lebensbereichen nutzen oder ob Sie ein mehr oder weniger versierter digital immigrant sind: Die Neuen Medien beschäftigen und erregen die Gemüter, im positiven Sinne wie auch als Irritation und Ärgernis.
In dieser Ausgabe von SozialAktuell beschäftigen wir uns für einmal nicht mit dem Suchtpotential der Neuen Medien oder ihren Auswirkungen auf den Alltag von jungen und älteren Menschen. Vielmehr möchten wir ihr Potential als Werkzeug oder Instrument für die Soziale Arbeit aus unterschiedlichen Blickwinkeln unter die Lupe nehmen. Neue Organisationsformen, neue Kommunikationswege auch in der Beratung und ein komplexes Informationsmanagement sind nur einige Beispiele für mögliche Anwendungsbereiche der Neuen Medien im praktischen Alltag der Sozialen Arbeit.
«Wer als Werkzeug nur einen Hammer hat, sieht jedes Problem als Nagel», sagt Paul Watzlawick. Dieser Schwerpunkt möchte die Diskussion über die Potentiale und Grenzen der digitalen Welt im Hinblick auf die Soziale Arbeit anregen.
Wir wünschen Ihnen eine bereichernde Lektüre.

Aktuell

  • Kuzmeldungen

    (Ursula Binggeli)

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  • Wie Sozialbetriebe von den Einsätzen der Zivildienstleistenden profitieren

    (Manuel Hadorn)

    Junge Männer, die keine Lust haben, Militärdienst zu leisten, haben die Möglichkeit Zivildienst zu leisten. Seit 2009 die Gewissensprüfung abgeschafft wurde, ist der Zugang zum Zivildienst einfacher denn je und wird immer beliebter. Profit daraus schlagen nebst den Zivildienstlern auch die Sozialbetriebe, welche die sogenannten „Zivis“ einstellen. Von der entstehenden „Win-Win-Situation“ sind alle Beteiligten begeistert, zumindest in den meisten Fällen.

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Schwerpunkt

  • Social Media in der Sozialen Arbeit: ein Zwischenstand

    (Selina Ingold, Reto Eugster)

    Die Aussage, dass Social Media dabei sei, nichts weniger als «die Welt» zu verändern, ist Gemeingut geworden. Massenmedial wird eine Aufgeregtheit inszeniert, die Euphorien pflegt, Ängste forciert – oder beständig zwischen Euphorie und Angst oszilliert. In diesem Umfeld beschäftigt sich Soziale Arbeit mit Neuen Medien.

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  • Der Nutzen von Facebook und Twitter für die Sozialarbeit

    (Barbara Beringer)

    Zur zunehmenden Informationsflut im Web gesellen sich nun auch noch die Kommunikationsmöglichkeiten der Social Media-Plattformen, die gesamtgesellschaftlich ein verändertes Kommunikationsverhalten auslösen und erfordern. Die Geschäftsstelle sozialinfo.ch hat sich mit den Chancen und Gefahren von Social Media auseinandergesetzt und stellt nachstehend ihre Empfehlungen vor.

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  • Die Anwendung neuer Medien in der Sozialen Arbeit der USA

    (Matthias Naleppa)

    In der amerikanischen Sozialen Arbeit ist die Aufgeschlossenheit gegenüber den neuen Formen der Kommunikation generell recht gross. Diskussionen über eventuelle Nachteile und Datenschutz stehen weniger im Vordergrund als die Versuche, neue Medien innovativ in der Praxis auszuprobieren. Am meisten werden die neuen Medien bei der Verbreitung von Informationen und bei der Unterstützung von anderen Hilfsangeboten angewandt. Der praxisnahe Einsatz wie etwa bei der Onlineberatung ist weniger weit verbreitet, nimmt aber stetig zu.

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  • Die IT-isierung der Sozialen Arbeit

    (Andrea Früh)

    In der Sozialen Arbeit treffen krakelige, handverfasste Journaleinträge auf durchgestylte Klienteninformationssysteme. Die Entwicklung geht jedoch ganz klar in Richtung Softwarelösungen, sowohl für administrative als auch für inhaltlich-prozessorientierte Arbeitsbereiche. Die folgenden Fragen und Antworten zeigen auf, was Software für die Soziale Arbeit leisten kann und wie der Einsatz von Software die sozialarbeiterische Arbeit beeinflusst.

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  • Virtuelle Community of Practice: ein Online-Fachdiskurs

    (Regula Kunz, Adi Stämpfli, Eva Tov, Dominik Tschopp)

    Wenn man davon ausgeht, dass Wissen und Erfahrungen situativ verankert sind, kann man die berufliche Praxis anhand von Situationen beschreiben. In den Schlüs-selsituationen werden die konkrete Handlung, das hilfreiche Wissen, die relevanten Erfahrungen und die notwendigen Qualitäten dargestellt und auf einer öffentlichen virtuellen Plattform den interessierten Fachkräften zugänglich gemacht. Dieses Knowhow kann für die Wissensintegration in der Praxisausbildung oder den Fach-diskurs einer "best practice" genutzt werden.

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  • Online-Recherche im digitalen Zeitalter

    (Ursula Baumann, Silke Bellanger)

    Die fachliche Informationslandschaft und der professionelle Austausch befinden sich unter dem Einfluss der Neuen Medien auch im Bereich der Sozialen Arbeit im Wandel. Der vorliegende Beitrag bietet Tipps und Hinweise, wie man in Studium und Berufspraxis die gewünschten Informationen schnell finden kann und wie man auf dem Laufenden bleibt, ohne in der Informationsflut zu ertrinken. Der Fokus liegt dabei auf den Bibliotheksangeboten für die Soziale Arbeit.

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  • Weblinks zum Schwerpunktthema

    Zusammengestellt durch die Geschäftsstelle sozialinfo.ch unter www.sozialinfo.ch/sozialaktuell


Porträt

  • Daniela Schneider, Sozialdiakonin

    (Charlotte Spindler)

    Soeben hat sie den CAS-Studiengang «Diakonie – Soziale Arbeit» abgeschlossen: Daniela Schneider, Sozialdiakonin in der evangelisch-reformierten Kirchgemeinde Zürich-Schwamendingen und dort zuständig für Kinder-, Jugend- und Familienarbeit. Im multikulturellen Zürcher Stadtteil mit seinen vielen Genossenschaftssiedlungen arbeiten Kirchgemeinden und soziale Organisationen gut vernetzt.

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Plattform

  • Die Reputation von Nonprofit-Organisationen

    (Christian Schultz, Rodolfo Ciuccu)

    In einem grossangelegten Forschungsprojekt haben die Fachhochschule Nordwestschweiz und das Forschungsinstitut gfs-zürich die Reputation von Nonprofit-Organisationen (NPO) untersucht. Reputation ist demnach entscheidend, um Vertrauen und Unterstützung, z. B. Spenden und Freiwillige, zu gewinnen. Ausserdem zählen Mission und Werte, also was eine NPO erreichen will und wofür sie einsteht. Das Projekt konzentrierte sich auf Hilfswerke. Es ergeben sich jedoch Impulse für andere Institutionen im Sozialbereich.

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  • Selbsthilfegruppen: die Rolle der Sozialen Arbeit

    (Daniela Stefàno, Désirée Kellner)

    Moderne Wissenschaft liefert viele Argumente für die Förderung von Selbsthilfe. Diese ist mittlerweile kein Zukunftsmodell mehr, vielmehr ist Hilfe zur Selbsthilfe heute Realität. Die Infrastruktur wird in der Schweiz von 19 Kontaktstellen zur Selbsthilfeförderung zur Verfügung gestellt. Das künftige Präventionsgesetz bedeutet für die Selbsthilfebewegung eine klare Stärkung ihrer Ziele.

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Kiosk


AvenirSocial

  • Rückblick auf die Delegiertenversammlung 2012 in Bern

    (Nick Manouk)

    Nur ein Teuerungsausgleich: Dies beschlossen nach hitziger Debatte die 41 Delegierten, die am 22. Juni zur DV von AvenirSocial im Hotel Ador zusammengekommen waren. Jahresbericht, Erfolgsrechnung und Bilanz 2011 sowie der Geschäftsplan 2012-2014 und das Budget 2013 wurden ohne Gegenstimmen angenommen.

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  • Fachsozialarbeit - ein Modell auf dem Prüfstand

    (Karin Werner, Esther Bussmann)

    Die Soziale Arbeit in der Schweiz kennt bis anhin keine Spezialisierungen, welche mit Fachtiteln ausgewiesen werden. In Deutschland hingegen ist die Etablierung von Klinischer Sozialarbeit als Fachsozialarbeit bereits weit vorangeschritten. Doch wie präsentiert sich die Situation hierzulande bei näherem Betrachten? Ausgehend von dieser Frage wird beleuchtet, ob Fachtitel beziehungsweise Fachspezialisierungen in der Sozialen Arbeit grundsätzlich erstrebenswert sind.

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  • Rückblick auf die Weltkonferenz 2012 der Sozialen Arbeit in Stockholm

    (Olivier Grand)

    Über 2500 TeilnehmerInnen aus 106 Ländern besuchten an der Weltkonferenz der Sozialen Arbeit in Stockholm rund 180 Workshops, 12 Symposien und fünf Plenarveranstaltungen. Bei einem Kongress dieser Grössenordnung darf man sich erfahrungsgemäss auf ein breites Spektrum von qualitativ zum Teil sehr unterschiedlichen Beiträgen gefasst machen. Die TeilnehmerInnen haben aus einer Überfülle von Angeboten zu wählen. Neben zahlreichen Workshops bietet solch eine Veranstaltung aber auch die Gelegenheit, Kontakte mit KollegInnen aus aller Welt zu knüpfen oder wenigstens ein Bewusstsein für die vielfältigen Problemlagen der Sozialen Arbeit weltweit zu entwickeln.

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  • Verbandsnachrichten

    (Stéphane Beuchat)

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