Die Platzverhältnisse in den Bündner Asylzentren sind knapp. Wenn der Bund aber weiterhin so viele Personen zuweist, muss der Kanton neue Unterkünfte und mehr Personal zur Verfügung stellen.
«Dem Kanton Graubünden wurden letztes Jahr vom Bund 573 Personen zugewiesen, was gegenüber dem Vorjahr eine Zunahme von rund 70 Prozent bedeutet», sagt Justizministerin Barbara Janom Steiner. Die Zahl der Asylsuchenden steigt. Unterkünfte hat es aber viel zuwenig – nicht nur beim Bund, auch in den Kantonen.
Und macht das Beispiel vom aargauischen Bettwil Schule, dürfte das Problem noch grösser werden. Denn die aufgebrachten Einwohner der 560-Seelen-Gemeinde hatten vehement und sehr emotional gegen die Pläne des Bundesamtes für Migration (BFM) gekämpft. Dieses wollte zwischen 100 und 140 Asylsuchende in einer Militäranlage einquartieren. Die Protestaktionen hatten Erfolg, das BFM darf die Militäranlage nicht als Asylunterkunft nützen.
Mehr Unterkünfte im Kanton
Für Janom Steiner ist klar: Solange der Bund keine weiteren Erstaufnahmezentren eröffnen kann, werden die Zuweisungen an die Kantone weiterhin hoch bleiben. «Wir müssen demnach damit rechnen, dass die Anzahl der uns zugewiesenen Personen im Rahmen der letzten beiden Monate sein wird».
Quelle: suedostschweiz.ch
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