Am 29. Dezember 2011 fand der Sektionsabend zum neuen Berufskodex statt. Hans Joss und Stéphane Beuchat erklärten einem sehr interessierten Publikum, wie das Arbeitsinstrument Berufskodex es ermöglicht, berufliche Handlungen und Entscheidungen auf eine solide ethische Grundlage zu stellen. 20 Fachpersonen diskutierten und informierten sich über den Kodex und liessen sich anhand konkreter Fallbeispiele den Praxisbezug erläutern. Als Beispiele wurden Diskriminierungen von Klientengruppen in der Sozialhilfe, Generalvollmachten und Situationen von Missbrauchsverdacht thematisiert.
Stéphane Beuchat ging in seiner Präsentation auf die theoretischen und rechtlichen Grundlagen des Berufskodexes ein. Er machte in seinen Ausführungen auf das sogenannte Dritte Mandat aufmerksam, dass die Profession der Sozialen Arbeit besonders auszeichnet.
Hans Joss führte die Anwesenden zuerst auf eine kleine Reise durch die Sozialgeschichte Graubündens und erläuterte dann die Aufgaben und Tätigkeiten der Ethikkommission in Bern. Schliesslich wies er auf die Publikation von Fallbeispielen in der Fachzeitschrift SozialAktuell hin.
Während der lebhaften Diskussion wurde der Wunsch eingebracht, eine Kollegialberatung bei AvenirSocial Graubünden einzurichten. Ethische Fragestellungen und Dilemmas könnten gemeinsam unter Fachleuten thematisiert und allenfalls an die Ethikkommission weiter geleitet werden. Interessierte für die Gründung einer Kollegialberatung werden gebeten, sich bei Luciano Capelli von AvenirSocial Graubünden zu melden.
Der anschliessende Apéro wurde zum Austauschen und Netzwerken genutzt und bildete einen gelungenen Abschluss des Sektionsabends.
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