AvenirSocial - Professionelle Soziale Arbeit Schweiz

Kampagne „Ohne uns - keine Schweiz!“

Migrantinnen und Migranten wird oft vorgeworfen, dass sie die Schweizer Sozialwerke missbrauchen würden. Dass sie in gewissen Sozialwerken überdurchschnittlich vertreten sind, bestärkt viele in der Vorstellung, dass Migrantinnen und Migranten „nur“ eine Belastung für den Schweizer Sozialstaat sind. Das Gegenteil ist der Fall:

Migrantinnen und Migranten zahlen mehr in die AHV- und IV-Kasse ein als sie beziehen: 26,7% der AHV-Beiträge stammen von Migrantinnen und Migranten, beim Bezug von AHV-Leistungen ist ihr Anteil lediglich 17,9%. Nur in 12 % der Fälle beziehen Migrantinnen und Migranten eine Vollrente.

Weil viele Migrantinnen und Migranten erst nach dem 20. Altersjahr in die Schweiz gekommen sind, kommen sie nicht auf die notwendigen vollen Beitragsjahre. Ihre Renten werden deshalb empfindlich gekürzt. Nur ein Viertel der EU-AusländerInnen verbringen ihren Lebensabend in der Schweiz. Sie haben demnach keinen Anspruch auf Ergänzungsleistungen oder Sozialhilfe. Die Rückkehr ins Herkunftsland entlastet aber nicht nur die Kassen der Sozialhilfe und der Ergänzungsleistungen, sondern auch das Schweizer Gesundheitssystem, da ein Drittel der gesamten Gesundheitskosten einer Person auf ihre letzten Lebensjahre entfallen.

Immer wieder wird auch behauptet, Migrantinnen und Migranten würden die Invalidenversicherung (IV) über Gebühr belasten. Das Gegenteil ist der Fall: 26,7% der Beiträge an die IV werden von MigrantInnen bezahlt. Sie beziehen 25,6% der Leistungen und somit weniger als sie bezahlen. Das ist bemerkenswert, denn MigrantInnen sind überdurchschnittlich oft in Branchen tätig, in denen das Risiko, gesundheitliche Schäden zu erleiden, signifikant höher ist.

Migrantinnen und Migranten leisten nicht nur einen unverzichtbaren Beitrag an die Schweizer Wirtschaft, sondern auch an die Schweizer Sozialwerke!

AvenirSocial unterstützt die Kampagne "Ohne uns - keine Schweiz!" der Gewerkschaft Unia.