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Wo steht die Gemeinwesenarbeit heute? Welches sind ihre wichtigsten Themen? Mit welchen PartnerInnen arbeitet sie zusammen? Und welche Rolle nimmt die GWA dabei ein? Fragen über Fragen – Antwort geben vier Fachleute aus vier verschiedenen Regionen, von Fachhochschulen und Praxis.
In städtischen Grosswohnanlagen leben Menschen, die häufig von ökonomischen, kulturellen und bildungspolitischen Ressourcen ausgeschlossen sind. Wie kann dort ein soziales Klima erzeugt werden, in dem sich die Menschen für die Verbesserung ihrer Lebensqualität engagieren? Im Wiener Stadtteilzentrum «Bassena» arbeitet ein kleines Team konsequent an der Umsetzung des Arbeitsprinzips Gemeinwesenarbeit.
Im Winter 2009/10 fand in einer dem Abbruch geweihten Genossenschaftssiedlung ein Projekt der besonderen Art statt: Jugendliche und Erwachsene machten sich an die künstlerische Erschliessung von Räumen. Dies ermöglichte vielfältige Begegnungen und Erfahrungen. Und die früheren BewohnerInnen erhielten Gelegenheit, ihren alten Lebensraum nochmals neu zu entdecken.
Interreg nennt sich ein Netzwerk von neun Städten aus drei Ländern rund um den Alpenrhein, Bodensee und Hochrhein. Die Verwaltungen der Städte Schaffhausen, Kreuzlingen, Singen, Radolfzell, Konstanz, Überlingen, Friedrichshafen, Dornbirn und Feldkirch gehen die komplexen Herausforderungen der Stadtentwicklung in der Bodenseeregion grenzüberschreitend an und suchen gemeinsam mittels operativer Gruppen nach Lösungen.
Die Planung neuer Stadtteile sind meist Expertenplanungen. Soziale Fragestellungen werden erst dann thematisiert, wenn die baulichen Grundlagen fixiert sind. Gemeinwesenarbeit setzt sich dafür ein, dass Betroffene bereits zu einem frühen Zeitpunkt zu Beteiligten werden und an der Gestaltung ihres Wohn- und Arbeitsumfelds mitwirken können. Wie sich dies im Neubauquartier von Zürich-Oerlikon bewerkstelligen liess und welchen Nutzen das gemeinwesenorientierte Vorgehen brachte, zeigt der folgende Beitrag anhand konkreter Schlüsselprojekte auf.
„Mieux vivre ensemble – besser zusammenleben“ ist das Leitmotiv der gemeinwesenorientierten Quartierentwicklung, in welcher Pro Senectute Kanton Waadt in Partnerschaft mit der Stiftung Leenaards seit mehreren Jahren pionierhaft tätig ist. Mit dem 2002 gestarteten Programm „Quartiers Solidaires“ wird beabsichtigt, die Integration älterer Menschen in ihre Gemeinschaft zu erleichtern.
Wenn GWA-Projekte erfolgreich sind, entsteht in der Regel das Anliegen, dass die Ergebnisse über die Dauer des Projekts hinaus, längerfristig oder gar dauerhaft Bestand haben sollten. Wie kann dieses Ziel erreicht werden? Der Autor des folgenden Beitrags schlägt zwölf Möglichkeiten vor.
Das World Café als Grossgruppenkonferenz ist bestens geeignet, 100 und mehr Interessierte aus Stadt oder Gemeinden für zukunftsgerichtete Fragestellungen mit einzubeziehen. Auf diese Weise werden Menschen miteinander in ein konstruktives Gespräch gebracht, um in Veränderungsprozessen möglichst viele Beteiligte zu Wort kommen zu lassen und ihnen so Mitwirkung und Engagement zu ermöglichen. Der Ansatz des World-Cafés unterstützt Selbstentwicklung und Selbststeuerung und fördert die Selbstorganisation. Die Gespräche sollen in einer entspannten Kaffeehaus-Atmosphäre stattfinden.
Gemeinwesenarbeit in der Kleinkindberatung will auch bildungsferne Familien erreichen und bei wichtigen Entwicklungs- und Betreuungsaufgaben unterstützen. Ein neues Frühförderungsprogramm der GWA im Bezirk Bülach ZH will die Lernfreude von Kleinkindern stimulieren und die Familien im Quartier besser vernetzen. Der Name ist Programm: «Wir entdecken die Welt».
Das Kooperationsprojekt «... ich bin auch einE OerlikerIn» ist ein Versuch, die Barrieren zwischen den verschiedenen Kulturen im urbanen Zürich-Oerlikon aufzubrechen und die Vielfalt des Quartiers zum Leben zu erwecken. Das Projekt brachte einen Stein in Richtung mehr Lebensqualität im Quartier ins Rollen. Eine Zwischenbilanz.
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