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Das Feld der Arbeitsintegrationsangebote wächst stetig: Die verstärkte Orientierung am Aktivierungsparadigma sowie Finanzierungssorgen bei den Sozialwerken und damit einhergehende gesetzliche Änderungen wie etwa die IVG-Revisionen haben in den letzten Jahren zu einer wachsenden Anzahl von Massnahmen und Angeboten zur Arbeitsintegration beigetragen. Die Ausrichtung am Aktivierungsgedanken bei gleichzeitig faktisch wenig vorhandenen Möglichkeiten zur (Re-)Integration in den regulären Arbeitsmarkt aufgrund fehlender Arbeitsstellen förderte dabei insbesondere die Herausbildung eines so genannten „Zweiten Arbeitsmarktes“. Der vorliegende Beitrag versucht eine Systematisierung der in der Praxis vorherrschenden Verfahren und Konzepte der Arbeitsintegration vorzunehmen. Die Systematisierung orientiert sich explizit nicht an institutionellen, sondern an fachlichen Kriterien, und möchte damit auch Ansatzpunkte zur weiteren Diskussion über Ausrichtung und Ausgestaltung der Arbeitsintegration bieten.
Keine ausreichenden oder nachgefragten beruflichen Qualifikationen, physische oder psychische Beeinträchtigung, jugendliche Unerfahrenheit: All dies sind Gründe, weshalb man auf dem regulären Arbeitsmarkt keine Stelle findet. Der Warencharakter der Arbeit zeigt sich auch im zweiten Arbeitsmarkt: Leistungskürzungen und Integrationsprogramme fordern von den Betroffenen, ihre Arbeitskraft permanent zu vermarkten. Flexicurity-Politik belegt indes, dass flexible Arbeitsmärkte nicht zwangsläufig soziale Unsicherheit hervorruft.
In einer vom Seco in Auftrag gegebenen Studie über den Einfluss der Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) auf die Wiedereingliederung von Stellensuchenden wird auch der Frage nachgegangen, wie sich der Einsatz von Arbeitsmarktlichen Massnahmen (AMM) auswirkt. Eine interessante Erkenntnis lautet, dass AMM die rasche Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt verzögern können. Hier kommt auch ein Zielkonflikt zum Ausdruck: Wird eine rasche oder eine nachhaltige Wiedereingliederung angestrebt?
Vor 15 Jahren schuf die Arbeitslosenversicherung – mitten in einer schweren Arbeitsmarktkrise - grundlegend neue Instrumente zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit. Zwei zentrale Meilensteine waren die Errichtung regionaler Arbeitsvermittlungszentren (RAV) und die Intensivierung des Einsatzes von arbeitsmarktlichen Massnahmen (AMM). Welches ist die Bilanz von RAV und AMM? Welche Erfolgsfaktoren sind entscheidend, ob die AMM die gewünschten Wirkungen erzielen? Wo gibt es Verbesserungsmöglichkeiten? Thomas Ineichen und Hannes Lindenmeyer beschäftigen sich seit Jahren mit diesen Fragen.
Während die grossen Schweizer Unternehmen – gemessen an volleren Auftragsbüchern und vermehrter Meldungen über Quartalsgewinne – scheinbar einen Ausweg aus der Finanz- und Wirtschaftskrise gefunden haben, ringt der Staat nach wie vor mit steigenden Arbeitslosenzahlen und der Frage, welche sozialen Folgen die Finanz- und Wirtschaftskrise, aber auch die unübersehbaren Veränderungen am Arbeitsmarkt mit sich bringen werden. In dieser Zeit der intensiven Suche nach innovativen Lösungen werden insbesondere Sozialfirmen prominent diskutiert. Trotz des deutlichen Rufs nach Sozialfirmen sind berufsbezogene und sozialpolitische Bedenken seitens der Sozialen Arbeit angebracht und es gilt das Vorhaben, mit Sozialfirmen soziale wie berufliche Integration zu fördern, kritisch zu hinterfragen.
Die Stiftung IPT - Integration für alle, vor 38 Jahren von Arbeitgebenden in Genf gegründet, hat den Weg über den Röstigraben mit Erfolg geschafft und in mehreren Deutschschweizer Städten Fuss gefasst. Sie vermittelt Menschen mit psychischen oder körperlichen Beeinträchtigungen Stellen im ersten Arbeitsmarkt und arbeitet dabei eng mit der Wirtschaft zusammen. Für ihre Tätigkeit im Bereich Arbeitsintegration ist IPT u.a. Ende Januar mit dem neu geschaffenen Preis der Zürcher Paradies-Stiftung für soziale Innovation ausgezeichnet worden.
Die Interinstitutionelle Zusammenarbeit hat erste Hürden überwunden und bringt in vielen Kantonen erfreuliche Resultate. Doch nach den ersten Fortschritten ist heute in verschiedenen Punkten ein Treten an Ort zu verzeichnen. Vor allem die Verbindlichkeit aufgrund gesetzlicher Grundlagen bleibt stecken. Die Gefahr ist gross, dass auf Aktionismus und neue Projekte ausgewichen wird, weil die anstehende Knochenarbeit wenig Ruhm verspricht.
Nur rund 0,8% aller Arbeitsplätze im ersten Arbeitsmarkt werden von Mitarbeitenden mit einer Beeinträchtigung belegt. Dies zeigte eine BSV-Umfrage bei Unternehmen aus dem Jahre 2004. Lediglich 8% aller Betriebe in der Schweiz haben demnach mindestens eine behinderte Person angestellt. Dagegen gibt aber rund ein Drittel der befragten Unternehmen an, sie sähen grundsätzlich die Möglichkeit, eine behinderte Person zu beschäftigen. So stellen sich für Fachleute, die sich mit Fragen der beruflichen Eingliederung befassen, folgende Fragen: Was hält diese grundsätzlich positiv eingestellten Unternehmen noch davon ab, beeinträchtigte Personen einzustellen? Was sind die entscheidenden Erfolgsfaktoren für eine nachhaltige Arbeitsintegration in den Betrieben?
Die Stiftung Speranza nimmt sich seit 2006 jungen Arbeitslosen an. Für einen erfolgreichen Schritt in die berufliche Grundbildung und in die Arbeitswelt weisen die Jugendlichen oft nicht nur Leistungsdefizite auf, sondern auch mangelnde Eigeninitiative und Teamfähigkeit. Die Sozialpädagogin Isabelle Breu erzählt von ihrer Arbeit mit den Jugendlichen, ihren Schwierigkeiten, ihren Erfolgserlebnissen und ihren ganz persönlichen Momenten als Coach.
Arbeitsagogik, ein junger Beruf, stellt sich den Herausforderungen der Arbeitswelt. Verschiedene Faktoren bringen Menschen in Situationen, die ihnen den Zugang zur Arbeitswelt erschweren. Hier vermitteln die Arbeitsagogen. Sie steuern, unterstützen und fördern den Prozess zwischen Klient und Arbeit. Seit 1992 bietet das Institut für Arbeitsagogik IfA eine praxisorientierte Ausbildung an
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