In der Schweiz leben mehrere tausend Kinder und Jugendliche ohne geregelten Aufenthalt. Es sind die Kinder von Sans-Papiers (MigrantInnen und abgewiesenen Asylsuchenden ohne geregelten Aufenthaltsstatus) sowie Kinder von Eltern mit legalem Aufenthaltsstatus, denen der Familiennachzug verweigert wurde.
Diese Kinder verbringen viele Jahre oder ihre ganze Kindheit in der Schweiz, doch sind sie rechtlich gesehen inexistent. Angst vor Entdeckung und Ausschaffung, soziale Isolation, Armut sowie ungewisse Zukunftsperspektiven prägen ihre Lebenssituation. Verfassungsmässig garantierte Rechte und solche, denen sich die Schweiz durch die Ratifizierung der UN-Kinderrechtskonvention verpflichtet hat, sind für diese Kinder und Jugendlichen kaum durchsetzbar. Beispielsweise ist das Recht auf Bildung nach wie vor unvollständig verwirklicht: Kleine Kinder ohne gültigen Aufenthaltsstatus können oft keine Kinderkrippe besuchen; dabei hätten sie eine vorschulische Betreuung besonders nötig, da häufig beide Eltern einer Arbeit nachgehen. Nach der Volksschule, wenn die KlassenkameradInnen eine Ausbildung beginnen, bleibt den Jugendlichen ohne gültigen Aufenthaltsstatus meist nur noch die Wahl zwischen Schwarzarbeit und «Nichtstun».
Auch in der Sozialen Arbeit treffen wir immer wieder auf Kinder ohne geregelten Aufenthalt. Ihr Schutz und ihre Förderung werden praktisch verunmöglicht. Dies darf nicht sein. AvenirSocial unterstützt daher das Anliegen, dass auf die Situation illegalisierter Kinder aufmerksam gemacht und ihre Lage verbessert werden muss.
Auch Sie können etwas tun. Informationen finden Sie unter:
www.keinkindistillegal.ch
Kommentare
Neuen Kommentar hinzufügen