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Rhiiblatt: Graubünden verliert mit der NFA


Stellungnahme zum Artikel vom 24.12.2009: Komitee Ja zur Bündner NFA ist aktiv


Nein zur Bündner NFA

Das bürgerliche Ja-Komitee blendet im Artikel vom 24.12.2009 die Nachteile und Verunsicherungen der Bündner NFA vollständig aus. Eine breit abgestützte Koalition aus Arbeitgebern, Behörden, Fachleuten, Praktikern und Betroffenen ist der Überzeugung, dass die Auswirkungen der Bündner NFA auf die Qualität im Bildungs- und Sozialbereich klar negativ sind. Die Qualität der Volksschule und des Sozialwesens dürfen nicht von der Finanzkraft einer Gemeinde abhängig gemacht werden! Graubünden verliert mit der NFA!

Zum Beispiel im Bereich der Volksschule: Mit Blockzeiten, Tagesstrukturen, schulischer Integration, mit dem neuen Lehrplan und anderen Schulreformen kommen neue Kosten und Aufgaben auf die Schule zu, die viele Gemeinden überfordern. Eltern und Lehr- und Fachpersonen sind verunsichert. Darunter leiden vor allem die Kinder, darunter leidet das gesamte Bildungssystem und schlussendlich ist dies auch für den Kanton von Nachteil. Wollen wir das?

Oder im Bereich der Sozialhilfe: Das heutige Sozialhilfemodell im Kanton Graubünden ist ein Erfolgsmodell. Im Vergleich mit anderen Kantonen haben wir eine sehr niedrige Sozialhilfequote. Den Betroffenen wird in allen Bündner Regionen mit höchster Professionalität aus ihrer misslichen Lage geholfen. Darüber hinaus sorgt ein ausgeklügelter Lastenausgleich dafür, dass die Menschen weitgehend vor Stigmatisierung geschützt werden sowie gleichzeitig auf die Gemeinden in einer Art Versicherung keine übermässigenKosten zukommen. Anonymität und Fachlichkeit ist in hohem Masse gewährleistet. Mit der Einführung der Bündner NFA wird dieses seit Jahren bewährte und für andere Kantone vorbildliche Sozialhilfesystem aufgegeben. Der Wechsel in neue Strukturen bringt keine Vorteile. Die regionalen Sozialdienste wie aber auch die privaten Hilfswerke müssten mit allen Bündner Gemeinden Leistungsverträge abschliessen. Der Bürokratie und Beliebigkeit würde Vorschub geleistet. Wollen wir das?


Deshalb am 7. März 2010 NEIN zur Bündner NFA.


Robert Nutt
Pro Infirmis
Engadinstr. 2
7000 Chur


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