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SozialAktuell Oktober: Auf dem Weg zur lernenden Organisation

«Das haben wir schon immer so gemacht!» Das ist nicht nur im bernischen Emmental ein häufig gehörtes Argument, um anstehende Entwicklungen oder neue Vorgehensvorschläge zu verhindern. Argyris, Schön und Senge haben vor zwanzig Jahren mit ihren Theorien zu «Lernen in Organisationen» und der Forderung nach «lernenden Organisationen» die Management- und Organisationsbranche und die Leitungsverantwortlichen verunsichert und gleichzeitig fasziniert. Institutionen müssen zu lernenden Organisationen werden, damit sie sich dem raschen Wandel der Umwelt und den Erfordernissen der Anspruchsgruppen anpassen. Dies wurde fortan zur Leitidee in Weiterbildung und Managementseminaren.
Was haben diese Ansätze gebracht, und wo stehen wir heute diesbezüglich im Sozialbereich? Das fragten wir uns und einigten uns im Redaktionsteam auf den vorsichtig formulierten Titel: «Auf dem Weg zur lernenden Organisation».
Roger Pfiffner beleuchtet in seinem Einführungsartikel den heutigen Stand der Diskussion rund um das Lernen in sozialen Organisationen. Der Soziologe Kühl kritisiert diese Konzepte und weist auf Widersprüche hin. Organisationen müssen sich auf Veränderungen einlassen, sie müssen jedoch auch erfolgreich ignorieren können. Verschiedene AutorInnen (Geramanis, Herzig, Christ und Forrer, Gehrlach) diskutieren in ihren Beiträgen Projekte und Fragen rund um Lernen, Arbeitsfähigkeit, Qualität und Steuerung in sozialen Organisationen. Zwei Artikel beleuchten diese Fragen ganz konkret aus der Praxis der Sozialpädagogik und der Sozialdienste (Zürcher, Lerch und Wüthrich). Zudem äussern sich Vertretende der Deutschschweizer Fachhochschulen in Kurzbeiträgen über aktuelle Forschungs-, Entwicklungs- oder Dienstleistungsprojekte.
Machen Sie sich selbst ein Bild. Wie lernt die Organisation, in welcher Sie arbeiten, und was ist Ihr Beitrag zur steten Weiterentwicklung der Organisation? Im Zweifelsfall können Sie ja immer noch versuchen, sich an den alten Emmentaler Leitspruch zu klammern.

Aktuell

  • Kurzmeldungen

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  • Sechster Monitor des Stellenmarktes im Sozialwesen

    (Sarah Madörin, Jeremias Amstutz, Barbara Beringer und Peter Zängl)

    Dieser Monitor beschäftigt sich mit Ausbildungsplätzen, Praktika und Zivildienststellen in Organisationen der Sozialen Arbeit. Die Auswertungen basieren auf Stelleninseraten, die im Jahr 2016 auf der Stellenplattform von sozialinfo.ch publiziert wurden.

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  • Claudia Kaufmann: «Die Ombudsstelle ist ein wirkungsvolles Integrationsinstrument»

    (Stefan Müller)

    Wer sich in Zürich von der öffentlichen Verwaltung ungerecht oder falsch behandelt fühlt, geht zu ihr – zur städtischen Ombudsfrau Claudia Kaufmann. Seit über zehn Jahren vermittelt sie mit verständnisvoller Hartnäckigkeit – und meist erfolgreich.

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Schwerpunkt

  • Wie soziale Organisationen lernen

    (Roger Pfiffner)

    Die Auseinandersetzung mit dem organisationalen Lernen folgt zwei grundlegenden Argumentationslinien. Dem kultu­rellen Ansatz zufolge sind organisationale Lernprozesse pri­mär das Resultat einer entwicklungsorientierten Organisa­tionskultur. Dagegen betont die strukturelle Perspektive, dass das organisationale Lernen in erster Linie feste Regeln und standardisierte Verfahren voraussetzt. Dieser theoretische Übersichtsartikel fasst die Diskussion zusammen und identifiziert darauf aufbauend die wichtigsten Erfolgsrezepte lernender Organisationen.

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  • Von der Notwendigkeit der Irrationalität, Ignoranz und Vergesslichkeit

    (Stefan Kühl)

    Im Managementkonzept der lernenden Organisation wird übersehen, dass es für eine Organisation auch sinnvoll sein kann, irrational, ignorant und vergesslich zu sein. Denn nur dann sind Organisationen bereit, sich auch bei hoher Unsicherheit auf etwas Neues einzulassen.

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  • Qualitätsentwicklung und -diskurs an Hochschulen für Soziale Arbeit

    (Dorothea Christ und Esther Forrer Kasteel)

    Qualitätskultur ist in aller Munde. Weniger geredet und geschrieben wird hingegen über die Fähigkeit, Fragen an sich und den eigenen Berufsalltag zu stellen, diesen selbstkritisch auf den Grund zu gehen und aus den Erkenntnissen Massnahmen abzuleiten. Für die Förderung einer Qualitätskultur ist diese Bereitschaft aber unbedingt erforderlich.

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  • Die Unmöglichkeit, von aussen zu motivieren

    (Olaf Geramanis)

    Nach dem US-amerikanischen Organisationspsychologen J. Richard Hackman ist jeder Versuch, ein Team dazu zu bewegen, erfolgreich zu sein, von Anfang an zum Scheitern verurteilt. Daher tun Organisationen gut daran, zu lernen, dass wirklich arbeitsfähige Gruppen nicht durch Fremd-, sondern nur durch Selbstorganisation entstehen und fortbestehen.

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  • Standardisieren Sie noch oder lernen Sie schon?

    (Michael Herzig)

    Wie in einer Organisation mit Fehlern umgegangen wird, sagt einiges aus über die Organisationskultur. Andererseits können Fehler genutzt werden, um das Lernen in einer Organisation zu gestalten.

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  • Ein Modell schafft den Spagat

    (Christoph Gehrlach)

    Das Departement für Gesundheit und Soziales des Kantons Aargau hat zusammen mit der Berner Fachhochschule einen Lösungsansatz für die externe Qualitätssicherung und die interne Qualitätsentwicklung in den Alters- und Pflegeheimen entwickelt. Das integrative Modell generiert für beide Seiten einen Nutzen.

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  • Aktuelle Projekte von Deutschschweizer Fachhochschulen

    Deutschschweizer Fachhochschulen stellen aktuelle Forschungs-, Entwicklungs- und Dienstleistungsprojekte vor.

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  • Wir stellen an uns den Anspruch, gemeinsam Visionen zu entwickeln»

    (Stefan Lerch und Peter Wüthrich)

    Wie lässt sich das Konzept der lernenden Organisation in der Praxis umsetzen? Welche Massnahmen und Gefässe unterstützen das Team dabei? Wie viel Wandel verträgt es, wie viel Konstanz braucht es? Im Sozialdienst Münchenbuchsee setzt man sich intensiv mit dieser Thematik auseinander. Stefan Lerch und Peter Wüthrich, Bereichs- resp. Geschäftsleiter, haben für SozialAktuell in schriftlicher Form gemeinsam eine Reihe von Fragen beantwortet.

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  • «Wir bleiben in Bewegung»

    (Simone Zürcher-Steiner)

    Das Kompetenzzentrum Jugend und Familie Schlossmatt der Stadt Bern unterstützt mit verschiedenen Angeboten Kinder, Jugendliche und Familien in sozialen, familiären und persönlichen Notlagen und Belastungssituationen. Im Laufe der Zeit hat sich die Schlossmatt immer wieder verändert und an neue Gegebenheiten angepasst. Was den Wandel auslöste und welche Aspekte Lernen begünstigten, möchte ich in drei Bereichen beispielhaft aufzeigen: neue Konzepte, neue Angebote und neue Führungsstruktur. Ein Praxisbericht.

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  • Weblinks zum Schwerpunktthema

    Zusammengestellt durch die Geschäftsstelle von sozialinfo.ch unter sozialinfo.ch/sozialaktuell

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Plattform

  • Empowerment in der Zusammenarbeit von Kunstschaffenden mit und ohne Behinderung

    (Barbara Waldis und Sophia Völksen)

    Was können Sozialarbeitende von der Be­gleitung in Ateliers für Kunstschaffende mit Behinderungen lernen? Zur Beantwortung dieser Frage verwenden wir das Konzept «Kunstwelten» (Becker 1984), nach welchem künstlerisches Schaffen auf Zusammenarbeit beruht. Wir illustrieren die Annahme mit Interviewaussagen von Atelierverant­wortlichen.

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  • Was Sie über Coaching in der Sozialen Arbeit wissen sollten

    (Marianne Hänseler und Robert Wegener)

    In den vergangenen Jahren erfolgte unaufhaltsam der Einzug von Coaching in unterschiedliche gesellschaftliche Handlungsfelder. Führungskräfte und Spitzen­sportlerInnen sind längst nicht mehr die Einzigen, die Coaching in Anspruch nehmen. So kann die Etablierung von Coaching auch in der Sozialen Arbeit beobachtet werden. Nur: Was bedeutet es eigentlich, Coaching im Kontext der Sozialen Arbeit umzusetzen?

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AvenirSocial

  • AvenirSocial macht sich fit für die Zukunft

    (Stéphane Beuchat)

    Die über 50 Delegierten aus den Sektionen von AvenirSocial haben anlässlich der diesjährigen Delegiertenversammlung vom 30. Juni 2017 in Bern eine für den Verband richtungsweisende Änderung beschlossen. Der seit über zwei Jahren andauernde Organisationsentwicklungsprozess kam zur Abstimmung, die neuen Statuten und Reglemente wurden einstimmig angenommen und treten per 1. Januar 2018 in Kraft. Was heisst dies nun konkret für den Verband und seine Mitglieder?

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  • Verbandsnachrichten

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