AvenirSocial - Professionelle Soziale Arbeit Schweiz

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SozialAktuell Juni: Soziale Sicherung - öffentliche Sicherheit

Soziale Arbeit und Polizei pflegen eine wechselhafte Beziehung. Nach Jahrzehnten, welche von ideologischen und methodischen Grabenkämpfen der beiden Professionen geprägt waren, ist seit den 1990er-Jahren auf beiden Seiten eine pragmatische, teilweise gar wohlwollende Kooperationsbereitschaft erkennbar, wie Esteban Piñeiro, Nathalie Pasche und Martina Koch in ihrem Grundlagenbeitrag analysieren. Die neue Unverkrampftheit im Verhältnis der beiden Professionen ist erfreulich, sollte jedoch den Blick auf die unterschiedlichen Professionslogiken und Aufgaben nicht trüben.
Die Ambivalenzen im Verhältnis zwischen Sozialer Arbeit im Allgemeinen und Gassen- und Jugendarbeit im Speziellen auf der einen sowie Polizei auf der anderen Seite werden besonders anschaulich im Beitrag von Andreas Wyss und Sophie Hofmann herausgearbeitet.
Die Gewalt gegen und durch Polizeibeamte ist Thema des Beitrags von Patrik Manzoni und Dirk Baier. Die beiden Autoren legen den Fokus hierbei auf die Prävention und den möglichen Beitrag der Sozialen Arbeit.
Die historische Entwicklung der Arbeitsbeziehung zwischen Sozialer Arbeit und Polizei, insbesondere im Suchtbereich, wird anekdotisch von Christian Buschan-Fent geschildert. Beispiele für eine gelingende Kooperation zwischen Sozialer Arbeit und Polizei schildern Massimo Bonato und Pascal Beugger.
An der Schnittstelle zwischen Sozialer Arbeit und Polizei bewegen sich der Jugenddienst der Kantonspolizei Basel-Landschaft sowie die mobile Interventionsgruppe Pinto in Bern – zwei Dienste, bei denen die Grenzen zwischen Sozialer und polizeilicher Arbeit fliessend sind.

Aktuell

  • Kurzmeldungen

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  • Gutes Wohnen für alle

    (Charlotte Spindler)

    Eine kürzlich erschienene Studie des ETH Wohnforums untersucht nicht monetäre Dienstleistungsangebote für armutsgefährdete und -betroffene Wohnungssuchende. Von Lugano bis Basel und Vevey bis Luzern wurden zehn Organisationen unter die Lupe genommen. Die Studie zeigt auf, welch wichtige Rolle Angeboten dieser Art bei der Bekämpfung von Wohnunterversorgung zukommt.

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Schwerpunkt

  • Kooperative Ordnungsproduktion

    (Esteban Piñeiro, Nathalie Pasche und Martina Koch)

    Aufgaben und Kompetenzen, das professionelle Selbstverständnis und der rechtliche Rahmen von Sozialer Arbeit und Polizei unterscheiden sich in grundsätzlicher Hinsicht. Sorgt sich die Polizei vorrangig um die innere Sicherheit, so konzentriert sich Soziale Arbeit auf soziale Sicherung. In ihrem Beitrag an die Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung beziehen sie sich aber strukturell aufeinander und geraten hierin in ein arbeitsteilig-komplementäres Verhältnis. Deutlich wird dies erst, wenn das Verhältnis von Polizei und Sozialer Arbeit hinsichtlich ihrer gesellschaftlichen Funktionen befragt und auf die Modi von Hilfe und Kontrolle bezogen wird.

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  • Widersprüche im entspannten Verhältnis

    (Andreas Wyss und Sophie Hofmann)

    Sowohl Jugendliche als auch Randständige begehen Grenzüberschreitungen und kommen in Konflikt mit dem Gesetz und in der Folge mit der Polizei. Die Soziale Arbeit versucht trotz diesen Konflikten Unterstützung und Hilfe zu leisten und ist dabei sowohl auf Abgrenzung zur Polizei wie auch auf Zusammenarbeit mit ihr angewiesen. Einblicke in die Kooperation zwischen Polizei und Sozialer Arbeit in den Praxisfeldern Jugend­ und Gassenarbeit.

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  • Die Polizei als Täter und Opfer

    (Dirk Baier und Patrik Manzoni)

    Polizeigewalt wird regelmässig in den Medien thematisiert. Fälle übermässiger Gewalt durch Polizeibeamte finden dabei ebenso Eingang in die Berichterstattung wie Fälle über­mässiger Gewalt gegen die Polizei. Wie verbreitet ist dieses Phänomen tatsächlich? Und welche Präventionsangebote kann und soll die Soziale Arbeit hier machen? Ein Diskussionsbeitrag.

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  • Die normative Kraft der Sucht- und Drogenwirklichkeit

    (Christian Buschan-Fent)

    Kaum jemand wurde in den 70er- und 80er-Jahren so direkt mit dem Elend der offenen Drogenszene konfrontiert wie die VertreterInnen der Polizei und der Sozialen Arbeit. Ihre persönliche Betroffenheit war der Boden, auf dem letztlich eine neue, humane Schweizer Drogenpolitik entwickelt wurde. Einer der Vorkämpfer aufseiten der Polizei blickt im vorliegenden Beitrag auf jene Zeit zurück. Die Empörung von damals hallt bis heute nach.

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  • Interdisziplinäre Zusammenarbeit zum Wohle des Bürgers

    (Massimo Bonato)

    Die Polizeiarbeit im Kontext von vielfältigen und vielseitigen Ansprüchen an rasche und nachhaltige Interventionen zur Wahrung von Sicherheit, Ruhe und Ordnung erfordert zunehmend ein hohes Mass an Sozialkompetenz. Polizistinnen und Polizisten finden sich täglich in Situationen, welche auch Lösungen für psychosoziale und psychologische Problemstellungen erfordern. Zur Bewältigung dieser Aufgaben stehen der Kantonspolizei Basel-Stadt die Psycho-Sozialen Dienste (kurz PSD) sachverantwortlich zur Verfügung.

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  • Die AG «Quartiersicherheit im Langstrassengebiet»

    (Pascal Beugger )

    Die Gemeinsamkeiten der Polizeiarbeit und der Sozialarbeit liegen nicht auf der Hand. Wie Erfahrungen im Langstrassenquartier der Stadt Zürich zeigen, sind sie aber durchaus vorhanden. Damit die Zusammenarbeit funktioniert und miteinander mehr erreicht werden kann, braucht es Absprachen, persönliche Kontakte, gemeinsame Haltungen und Vertrauen in die Arbeit der anderen. Die Gründung einer gemeinsamen Arbeitsgruppe hat sich als guter Schritt erwiesen.

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  • Wie aus Schnittstellen gewinnbringende Netzwerke werden

    (Kurt Frei)

    Der Zusammenarbeit und der Vernetzung zwischen polizeilicher Jugendsachbearbeitung, Jugendlichen und weiteren in diesem Bereich tätigen Institutionen kommt eine immer grössere Bedeutung zu. Der nachfolgende Artikel zeigt eine interessante Momentaufnahme aus dem Kanton Basel-Landschaft.

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  • Unterwegs mit der mobilen Einsatzgruppe Pinto

    (Patricia Senn)

    Es verspricht ein lebhafter Abend zu werden: Seit einigen Tagen ist es frühlingshaft warm in der Schweiz. Wenn es am Wochenende die Menschen auf die Strassen und Plätze der Bundeshauptstadt zieht, gibt es für die Mitarbeitenden von Pinto einiges zu tun. SozialAktuell ging mit ihnen auf die Gasse.

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  • Weblinks zum Schwerpunktthema

    Zusammengestellt durch die Geschäftsstelle von sozialinfo.ch unter sozialinfo.ch/sozialaktuell

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Porträt

  • Singen für mehr Menschlichkeit

    (Patricia Senn)

    An einem Samstag im April versammeln sich mehrere Hundert Menschen in der Bahnhofshalle Zürich. Flüchtlinge und Schweizer intonieren gemeinsam den Klassiker «’s isch äben e Mönsch» unter Anleitung des ehemaligen Tenorsängers Christoph Homberger. Ein berührender Moment und Abschluss eines Integrationsprojekts der anderen Art.

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Plattform

  • Support statt Jugendknast

    (Brigitte Järmann)

    Seit 2009 unterstützt das St. Galler Bildungs­unternehmen rheinspringen mit dem Pro­gramm «rheinspringen coaching» Jugend­liche, die aufgrund schulischer und/oder sozialer Defizite erschwerte Bedingungen auf dem Arbeitsmarkt haben, bei der Suche nach einer Lehrstelle. Im Fokus stehen die Schliessung schulischer Lücken, die indivi­duelle Betreuung im Bewerbungsprozess sowie die stützende Begleitung durch die Lehrzeit.

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  • Alle Kraft voraus!

    (Sarah Wyss)

    Die gemeinschaftliche Selbsthilfe richtet den Fokus auf die Stärken und die Energie der Teilnehmenden. Ziel ist, durch Selbstverantwortung und gegenseitige Unterstützung die Selbstkompetenz und Selbstbestimmung zu stärken und damit die Lebensqualität von Menschen in schwierigen Lebenslagen zu verbessern. Die Mitarbeitenden in den regionalen Selbsthilfezentren nehmen zu Beginn eine zentrale Rolle ein.

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Kiosk


AvenirSocial

  • Interview: «Die Soziale Arbeit stopft überall Löcher»

    (Ursula Binggeli)

    Diffus und konfus sei die Soziale Arbeit von heute, moniert Véréna Keller, Vizepräsidentin von AvenirSocial. Ihr kürzlich erschienenes, kritisches Handbuch der Sozialen Arbeit liefert nicht nur viele Zahlen, Daten und Fakten, sondern auch zahlreiche Denk­anstösse.

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