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SozialAktuell März: Care

Care-Arbeit ist Ihr Kerngeschäft, liebe Leserinnen und Leser. Denn Professionelle der Sozialen Arbeit sorgen beruflich für andere Menschen – Soziale Arbeit ist (bezahlte) Care-Arbeit. In den heutigen, von Finanzdruck und neoliberalem Gedankengut geprägten Zeiten wird zudem der Aspekt der «Selbstsorge» für Professionelle der Sozialen Arbeit immer wichtiger.
Der grössere Teil der in der Schweiz geleisteten Care-Arbeit wird aber nicht von den Fachleuten geleistet, sondern – unbezahlt – von Menschen, die auf privater Basis ihnen nahestehende Personen betreuen und pflegen. Es sind grossmehrheitlich Frauen, die hier jährlich insgesamt mehr als zwei Milliarden Stunden investieren.
Wir haben uns bei der Planung dieser Ausgabe von SozialAktuell entschieden, die unbezahlt geleistete Care-Arbeit zu fokussieren, und sind auch damit nahe bei der Sozialen Arbeit. Denn viele Sozialarbeitende sind mit dem unbezahlten Sektor der Care-Arbeit konfrontiert, weil ihre KlientInnen sich in diesem bewegen, zum Beispiel als alleinerziehende Mütter. Oft ist ihnen die unentgeltlich geleistete Care-Arbeit zudem aus eigener Erfahrung bekannt, weil sie selber neben dem beruflichen Engagement auch in ihrem privaten Umfeld für andere da sind, zum Beispiel für die immer gebrechlicher werdenden eigenen Eltern.
Die Autorinnen und Autoren der vorliegenden Ausgabe von SozialAktuell beleuchten das grosse Thema Care-Arbeit aus verschiedenen Perspektiven. Sie diskutieren und klären Begrifflichkeiten rund um Care und Care-Arbeit, und sie richten den Blick auf spezifische Aspekte. Auf die länderübergreifende Gesellschaftsutopie namens Care Revolution und auf die sich bei Care-Arbeit mit Dringlichkeit stellende Gleichstellungsfrage. Auf die wichtige Rolle der Grosseltern in der Kinderbetreuung und auf das in der Schweiz immer weiterverbreitete Care Farming. Nicht zuletzt geht es aber auch um den Bereich der schlecht bezahlten Care-Arbeit und, damit verbunden, um prekäre Lebenssituationen.
Nun wünschen wir Ihnen eine anregende und erkenntnisreiche Auseinandersetzung mit dem Thema Care. Wie immer sind wir an Reaktionen, zum Beispiel in Form von Leserbriefen, sehr interessiert.

Aktuell

  • Kurzmeldungen

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  • WSWD 2017: nachhaltige soziale Entwicklung

    (Priska Fleischlin)

    Am 21./22. März treffen sich in Genf Vertreterinnen und Vertreter der internationalen Sozialen Arbeit und der UNO zum gegenseitigen Austausch. Der Welttag der Sozialen Arbeit ist ihnen Anlass, die Zusammenarbeit weiter zu vertiefen und den fachlichen Austausch zu pflegen. Der Fokus liegt dabei auf Fragen der nachhaltigen sozialen Entwicklung. Als Mitglied von AvenirSocial sind Sie herzlich eingeladen, an dieser Veranstaltung teilzunehmen.

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Schwerpunkt

  • It’s the care, stupid!

    (Iris Bischel, Lilian Fankhauser, Tina Goethe, Christine Michel, Beat Ringger, Annemarie Sancar)

    Care bedeutet, menschliches Leben zu erhalten, zu fördern und zu schützen; sich zu sorgen um den Andern und um sich selbst; ein Mittagessen zuzubereiten und den Abwasch zu machen, Kleinkinder zu wickeln, Betagte zu pflegen, traurige Menschen in den Arm zu nehmen, Kranke zu versorgen. Ohne Care würden Gesellschaften innerhalb von Stunden zerfallen. Und dennoch fällt Care meist komplett aus der Wahrnehmung heraus, wenn über Ökonomie, über gesell­schaftliche Krisen, über politische Umbrüche geschrieben und nachgedacht wird.

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  • Care Revolution als politische Handlungsperspektive

    (Gabriele Winker)

    Menschen benötigen die Sorge anderer Menschen. Zugleich sind die Rahmenbedingungen für Sorgearbeitende in Beruf und Familie mangelhaft und führen zu Stress und Überforderung. Care Revolution will mit einer grundlegenden gesellschaftlichen Neuausrichtung Sorge für sich und andere bedürfnisgerecht gestalten.

  • Anerkennung und Aufwertung der Care-Arbeit

    (Ursula Thomet)

    Die Betreuungs-, Beziehungs-, Pflege- und Sorgearbeit, kurz Care-Arbeit, bildet eine zentrale Grundlage unseres Zusammenlebens und der Entwicklung und Weitergabe wichtiger menschlicher Fähigkeiten. Sie ist der eigentliche Kitt unserer Gesellschaft. Care-Arbeit ist unverzichtbar, aber unzureichend anerkannt.

  • Private Care-Arbeit hat ein Geschlecht

    (Myriam Rutschmann und Renate Gutmann)

    Zwar weicht in westlichen Gesellschaften das traditionelle, geschlechtsspezifische Ernährer- und Hausfrauenmodell mehr und mehr dem sogenannten Zweiverdienermodell. Aber der genaue Blick auf die Geschlechterverhältnisse zeigt, dass diese nicht nur von Veränderungswille, sondern auch von Beharrungstendenzen geprägt sind. Dies schlägt sich in der unbezahlt geleisteten Care-Arbeit nieder, welche nach wie vor als ein Kernbereich geschlechtsbezogener Ungleichheit betrachtet werden muss.

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  • Prekäre Care-Arbeit von Bauernfamilien

    (Isabel Häberli, Michèle Amacker, Sebastian Funke, Andrea Graf)

    Die bezahlte Betreuung von Menschen auf landwirtschaftlichen Betrieben findet bei KlientInnen, Bauernfamilien und Behörden zunehmend Anklang. Eine Pilotstudie der Universität Bern hat den Bereich Care Farming gemeinsam mit Fachpersonen der Praxis beleuchtet und Herausforderungen identifiziert.

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  • Die gewerkschaftliche Sicht

    (Katharina Prelicz-Huber)

    Care-Arbeit ist gesellschaftlich unverzichtbar. Viel davon wird unbezahlt geleistet, und die Berufe in diesem Bereich sind oft zu schlecht eingestuft und entlohnt, speziell bei Care-Migrantinnen. Betroffen sind vor allem Frauen. Zukünftig braucht es mehr öffentliche Investitionen in den professionellen Care-Bereich.

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  • Im Alter für die Jüngsten da sein

    (François Höpflinger)

    Gegen 100 Millionen Stunden investieren Grossmütter und Grossväter Jahr für Jahr insgesamt in die Betreuung ihrer Enkelkinder. Die Gründe für das umfangreiche Engagement sind vielfältig, und auch die Ausgestaltung der Beziehungen erfolgt sehr individuell. Ein Blick auf das grösste Mehrgenerationenprojekt der Schweiz.

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  • Die vergessenen Angehörigen

    (Amela Kovacic und Emine Sariaslan)

    Dieser Artikel befasst sich mit der Situation und den Bedürfnissen serbokroatisch- und türkischsprachiger Angehöriger, welche an einer Demenz erkrankte Familienmitglieder betreuen und pflegen. Die Aussagen der Betroffenen wurden in einem im Rahmen des Masterstudiums in Sozialer Innovation der FHNW durchgeführten Forschungsprojekt erfasst und ausgewertet. Die von den Autorinnen geführten Interviews zeigen, dass viele der Angehörigen einen erschwerten Zugang zu den Regelangeboten haben und mit ihren Problemen alleingelassen werden.

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  • Weblinks zum Schwerpunktthema

    Zusammengestellt durch die Geschäftsstelle von sozialinfo.ch unter sozialinfo.ch/sozialaktuell


Porträt

  • «Ein Kind kann auch drei oder vier Eltern haben»

    (Ursula Binggeli)

    Das geltende Familienrecht hinkt der Wirklichkeit hinterher und bedarf einer radikalen Reform. Dieser Auffassung ist die am Zentrum Gender Studies in Basel tätige Sozialwissenschaftlerin Yv E. Nay.

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Plattform

  • Praxis trifft Wissenschaft

    (Andreas Rhyner)

    Im Rahmen eines Forschungsverbundes arbeitet der Fachverband Sozialpädagogische Familienbegleitung Schweiz seit 2015 zusammen mit den Deutschschweizer Fachhochschulen Sozialer Arbeit HSLU, FHSG, ZHAW, FHNW, BFH und HEVS an Fragen bezüglich der Wirksamkeit und Qualität von SPF. Gesucht sind belastbare Resultate, aber auch eine gemeinsame Sprache.

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  • Erfahrungswissen und Engagement

    (Mario Störkle und Sonja Kubisch)

    Das Projekt Innovage hat das Ziel, das frei­willige Engagement älterer Menschen in der Schweiz zu fördern und ihr Erfahrungswissen nutzbar zu machen. Wie sich das zeitlebens gesammelte Erfahrungswissen älterer Engagierter in ihrer Projektpraxis zeigt, damit hat sich nun eine qualitative Studie befasst.

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Kiosk


AvenirSocial

  • Welche Soziale Arbeit leisten wir uns?

    (Susanne Beck)

    In Zeiten des Spardrucks und des Leistungsabbaus ist die Frage, wie wir Qualität in unserem konkreten Arbeitsfeld definieren, von zentraler Bedeutung. Woran müssen und wollen wir festhalten? Was kann allenfalls zur Diskussion gestellt werden? Aufgrund welcher Argumentation? Der Berufskodex der Sozialen Arbeit gibt hier wertvolle Impulse.

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