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Tge consequenzas negativas ha la NGF per las famiglias?

Die Familie stellt eine der wichtigsten Grundformen der Gesellschaft dar, direkt gefolgt von der Gemeinde. Wir Menschen bewegen uns von der Kindheit über die Jugend zum Erwachsenenalter einerseits im Kreis der Familie, andererseits in der Gemeinde. Beides bietet Geborgenheit. In Familie und in der Gemeinde wähnen wir uns sicher, tanken wir auf. Mit der Bündner NFA wird jedoch statt Geborgenheit, Unruhe einkehren.

Als Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer werden wir immer mehr auf Flexibilität und ständige Veränderung getrimmt. Der Wunsch nach Vereinbarkeit von Familie und Beruf hat gleichzeitig nicht nur bei Frauen deutlich zugenommen. Wie organisieren sich Elternteile, die die Vereinbarkeit von Beruf und Familie leben wollen?

Eine Familie haben ist auch in Graubünden wie in der restlichen Schweiz immer noch eine Privatangelegenheit. Unterstützt wird lediglich durch Familienzulagen, Steuerabzüge, Stipendien, Leistungen der Mutterschaftsversicherung oder Bedarfsleistungen an Eltern zur Sicherung des Existenzminimums. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf für Männer und Frauen ist davon direkt betroffen.

Nichtmonetäre Massnahmen zur Förderung von Vereinbarkeit von Familie und Beruf oder Beratungsdienste werden der privaten Initiative oder eben nach dem Prinzip der Subsidiarität den Gemeinden überlassen. Das Aufziehen von Kindern, das Jonglieren zwischen Haushaltsführung und Berufsarbeit ist nicht möglich ohne geeignete Rahmenbedingungen, gerade am Wohn- und Lebensort der Familie, der Gemeinde. Mit der Bündner NFA kommen Aufgaben auf die Gemeinden zu, die alles andere als förderliche Rahmenbedingungen schaffen für partnerschaftliche Familienformen.

Wenn die Gemeinden dank Bündner NFA ihre neuen Handlungsspielräume nutzen und gleichzeitig unter Finanzdruck stehen, wird für Förderung von Vereinbarkeit von Familie und Beruf weder Zeit noch Geld vorhanden sein. Die Teilung der Gesellschaft in Eltern und Kinderlose wird vorangetrieben, die Schere zwischen Arm und Reich weiter geöffnet.

Die Schaffung sowie der Erhalt eines familienfreundlichen Klimas mit einer qualitativ hochstehenden Volksschule und einem zeitgemässen, der elterlichen Erwerbsarbeit angepassten Kinderbetreuungsangebot vor Ort muss auf kommunaler Ebene jedoch zwingend sicher gestellt sein. Wir haben grosse Bedenken, dass dies über die Bündner NFA glücken wird – konkret zeigen wird sich dies in grossen Unterschieden im Zugang und der Qualität der Volksschule und des Sozialen. Es entsteht Ungleichheit, wo für alle gleiche Chancen bestehen sollten.

Statistiken zeigen, dass ein Einkommen je länger, je weniger ausreicht, um eine mittelständische Familie zu ernähren. Durch die demographische Entwicklung wird schätzungsweise ab 2012 auch Graubünden mit der Arbeitskräfteknappheit zu kämpfen haben. Dann spätestens kann auch Graubünden es sich nicht mehr leisten, auf gut ausgebildete Frauen zu verzichten. Gleichzeitig werden Massnahmen wie Teilzeitarbeit für Väter an Bedeutung gewinnen. Familie haben und einer Erwerbsarbeit nachgehen darf in Bündner Gemeinden nicht zum Nachteil werden. Dabei sind eine gut organisierte Volksschule, Leistungen wie Sozialberatung oder auch die familienergänzende Kinderbetreuung wichtige Elemente. Diese dürfen nicht nach Willen und Finanzkraft einer Gemeinde oder Region verschieden ausgestaltet werden. Dies schwächt den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Lebensqualität in Graubünden und macht insbesondere Familien zu Verlierern.

Das Komitee ‚NEIN zur Bündner NFA’ ist überzeugt, dass dieser Ansatz falsch ist und empfiehlt den Stimmberechtigten deshalb am 07. März 2010 ein NEIN in die Urne zu legen und damit die Chance auf eine Verbesserung der Vorlage zu packen.