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Die moderne gerontologische Forschung (oder Alternsforschung) stellt weniger das Alter an sich als den Prozess des Alterns ins Zentrum. Im Rahmen dynamischer Prozesse des Alterns ergibt sich ein fortwährendes Wechselspiel zwischen Verlusten und Gewinnen. Zentral für die moderne Gerontologie ist die grundlegende Annahme dass es auch im höheren und hohen Lebensalter zu Gewinnen kommen kann. Das Altern ist mehrdimensional, wobei sich soziale, wirtschaftliche, psychische und körperlich-biologische Einflussfaktoren wechselseitig beeinflussen.
Durch die Veränderung der Altersstruktur gewinnen die Tätigkeitsfelder der Sozialen Altersarbeit quantitativ an Bedeutung. Gleichzeitig tun sie dies auch in qualitativem Sinne – bedingt durch die Optimierung und Entwicklung von Angeboten für eine Zielgruppe, deren Spektrum vom rüstigen Frühpensionierten bis zum chronischkranken hochbetagten Menschen reicht.
Pro Senectute ist die grösste Fach- und Dienstleistungsorganisation der Schweiz im Dienst der älteren Menschen und ist ein beliebter Arbeitgeber für sozial Arbeitende. Die Stiftung wurde 1917 gegründet und ist heute in jedem Kanton mit einer Geschäftsstelle und mit Beratungsstellen präsent. Sie setzt sich für die Erhaltung der Lebensqualität bis ins hohe Alter ein, indem sie in Lebensfragen berät und eine Vielzahl von Dienstleistungen und Kursen anbietet.
Heutige SeniorInnen werden älter und können einen immer grösseren Teil ihrer nachberuflichen Phase ohne grössere Behinderungen erleben. Dies hat auch Auswirkungen auf die Soziale Arbeit. Neue Ansätze sind gefragt. Die Gemeinwesenarbeit kann neue Formen der Zusammenarbeit und Entwicklung ermöglichen.
Es werden tendenziell weniger Kinder geboren, die Bevölkerung altert, Familienstrukturen ändern sich, Menschen wandern in die Schweiz ein: unsere Gesellschaft verändert sich tiefgreifend. Neue Entwürfe für alle Lebensbereiche sind gefragt. Europäische Projekte und Programme, die in einer internationalen Vergleichsstudie der Hochschule Luzern Soziale Arbeit untersucht worden sind, sollen neue Formen der alltäglichen Solidarität und der sozialräumlichen Entwicklung erfahrbar machen. Was ist der Nutzen solcher Projekte, was kann die Schweiz davon lernen? Diesen Fragen geht Regula Zähner nach, Projektleiterin bei der Plattform „generationen.ch“.
Demenz kann unter verschiedenen Aspekten beschrieben werden. Dieser Beitrag legt den Akzent auf einen interaktiven Ansatz und will damit einen Weg aufzeigen, wie Soziale Arbeit einen spezifischen Beitrag für die Lebensgestaltung demenzieller Menschen leisten könnte.
Aufgrund ihrer Pflegebedürftigkeit benötigen die überwiegend betagten und teils demenzerkrankten BewohnerInnen in den Pflegezentren der Stadt Zürich stationäre Betreuung. Neben pflegerischen und medizinischen Leistungen sind diese PatientInnen oft auch auf Unterstützung durch den Sozialdienst angewiesen. Ein Bericht aus der Praxis.
Im Januar 2009 fand in Basel der Fachkongress von CURAVIVA Schweiz zur Thematik „Personal – eine wertvolle Ressource der Zukunft“ statt. In der Tat ist die Personalpolitik in den Alters- und Pflegeheimen künftig von zwei Seiten her stark gefordert: Zum einen muss den heute vorhandenen Personalressourcen stark Sorge getragen werden, und zum anderen werden in der Langzeitpflege bis zum Jahr 2020 rund 15000 Fachkräfte fehlen. Welche Rolle spielen die wenigen Professionellen der Sozialen Arbeit im Kontext dieser stationären Einrichtungen?
Für viele alte Menschen ist ein Umzug in stationäre Altersheime oder Pflegeeinrichtungen unvermeidlich. Neben der grossen Berufsgruppe der Pflegekräfte ist die Soziale Arbeit hier aber eher untervertreten. Ueli Schwarzmann führt diese Randexistenz nicht zuletzt auf das Finanzierungssystem zurück. Soziale Arbeit kann in stationären Einrichtungen aber dazu beitragen, den BewohnerInnen eine möglichst selbstbestimmte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen.
MigrantInnen im Pensionsalter sind im Verhältnis zu ihrem Anteil an der Gesamtbevölkerung unterverteten. Dieses Bild wird sich in den nächsten Jahrzehnten verändern. Denn immer mehr MigrantInnen kehren im Alter nicht mehr in ihre Heimat zurück. Weil sie ihre Familie und ihre Altersvorsorge in der Schweiz haben, oder weil die Schweiz ihr Zuhause geworden ist. Dieser Beitrag wirft einen Blick auf die Situation älterer MigrantInnen in der Schweiz und auf unterschiedliche Projekte, die sich speziell an diese wachsende Zielgruppe richten.
Altersarbeit hat viele Gesichter. Stellvertretend für unzählige andere Projekte zeigen fünf Beispiele auf, wie breit gefächert die Bedürfnisse älterer Menschen sind – und wie Institutionen und die Verwaltung darauf reagieren. Ein Blick in die Praxis.
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