AvenirSocial - Professionelle Soziale Arbeit Schweiz

Jahresfachtagung 2008

Spannungsfeld Selbstbestimmung
Für die Berufe der Sozialen Arbeit ist Selbstbestimmung Teil der professionellen Reflexion. Wie kaum ein Thema, lädt „Selbstbestimmung“ spontan zu Vorgefassten Bildern ein – und damit zu kontroversen Meinungsäusserungen und Ideenassoziationen. Die Jahrestagung 2008 setzte sich mit diesem Spannungsfeld auseinander.

Der Titel war gleichsam Programm. Spannend war es, den verschiedenen Inputs der Referate zu folgen und anhand einiger ausgewählter Schwerpunkte in den Workshops zu vertiefen. Ein gemeinsamer Nenner kristallisierte sich dennoch heraus: Selbstbestimmung ist nicht absolut, nicht für alle im gleichen Umfang erwünscht respektive durchsetzbar und hat seine Grenzen dort, wo die Selbstbestimmung des/der Andern tangiert wird. Selbstbestimmung ist gleichzeitig Verpflichtung zur Übernahme von Verantwortung und kann geübt werden. Mitbestimmung ist meist Voraussetzung für gleichberechtigte Selbstbestimmung innerhalb einer Gruppe, einer Nation. Mitbestimmung stösst dort an Grenzen, wo die Stimme der Mehrheit schützenswerte Interessen der Minderheit(en) verletzt oder nicht wahrnimmt. Professionelle der Sozialen Arbeit sind besonders herausgefordert, die Rechte auf Selbst- und Mitbestimmung ihrer KlientInnen und der damit verbundenen Pflicht, Verantwortung zu übernehmen, ins Zentrum ihres Handelns zu stellen.
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