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Wer sich im Spannungsfeld zwischen Profession, Politik und Wirtschaft bewegt, muss sich klar positionieren können. Voraussetzung dafür: eine ebenso klare eigene Identität. Die Tagung von AvenirSocial vom 21. November 2008 in Solothurn vermittelte dazu viele Impulse.
Peter Sommerfeld, FHNW-Dozent und Co-Präsident der Schweizerischen Gesellschaft für Soziale Arbeit (SGSA), war aufmerksamer Beobachter der AvenirSocial-Tagung. In einem Gespräch analysiert er den Standort der Sozialen Arbeit im Spannungsfeld zwischen Profession, Politik und Wirtschaft.
Die Finanzkrise macht eine als überwunden geglaubte, auf Doppelmoral gründende, mithin feudale Gesellschaftsordnung sichtbar: Vor- und Sonderrechte für reiche Privilegierte – menschenverachtender Neoliberalismus für die Working Poor und die Klientel der Sozialen Arbeit. Soziale Arbeit muss das gleiche Vertrauen gegenüber ihrer Klientel einfordern wie dies die Politik zur Zeit von den BürgerInnen gegenüber den Bankrotteuren fordert, die sie überdies massiv finanziell unterstützt. Sie muss sich aber auch auf ihr Mandat besinnen und sich bewusst werden, inwiefern sie selber in ihrer Praxis den Neoliberalismus und damit die undemokratische Doppelmoral aktiv unterstützt.
Wir leben im Zeitalter der projektbasierten Ideologie. Diese begreift das Individuum als selbstverantwortlich, aktiv und mobil; als ein Individuum, das sein Leben als eine Abfolge von Projekten begreift. Was heisst das für die Soziale Arbeit? Zwei gegensätzliche Szenarien stehen im Raum. Ein drittes versucht, den Sozialarbeitenden eine Alternative aufzuzeigen.
Wie nehmen in der Praxis stehende SozialpädagogInnen ihre Berufsidentität wahr? Diese Frage steht im Zentrum des folgenden Beitrags. Die Autorin und der Autor stellen darin die Ergebnisse ihrer Bachelorarbeit vor und ergänzen diese mit Erfahrungen und Erkenntnissen aus ihrem aktuellen beruflichen Umfeld.
Welchen Einfluss können die SozialarbeiterInnen auf die Bildung ihrer beruflichen Identität nehmen? Auf diese Frage gibt es gewiss mehr als nur eine Antwort. Eines steht fest: Die berufliche Identität der Sozialarbeitenden entsteht in der Beziehung zu anderen Menschen. Die Identität wird nicht im stillen Kämmerlein gebildet, sondern beruht auf der «relation entre tu et je« , auf der Beziehung zwischen du und ich.
Weltweit stellt sich dasselbe Problem: Die Verschärfung der sozialen Krise und die aktuelle wirtschaftliche und politische Lage verlangen geradezu nach neuen Ideen. Es ist wichtiger denn je, einen wirklichen Kooperations- und Innovationsgeist zwischen den politischen, wirtschaftlichen und sozialen Partnern entstehen zu lassen. Nur so lassen sich Antworten auf die aktuellen Fragen finden.
Das Soziale, wie es sich bisher in Begriffen und Konzepten der Sozialen Ungleichheit, der Sozialen Gerechtigkeit, der Sozialen Problemlagen und damit auch der Sozialen Arbeit begründete, wird fundamental reformuliert. Der Autor beschreibt dies anhand von vier Thesen und sagt: Soziale Arbeit als Dienstleister muss die Ökonomisierung der Sozialen Arbeit konstruktiv aufnehmen, ohne dabei ethische Aspekte aus den Augen zu verlieren.
Eine Serie mit Fallbeispielen aus der Praxis.
Fall 3, 2. Teil: Aus der Familienberatung
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