AvenirSocial - Professionelle Soziale Arbeit Schweiz

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Ja zur Initiative «Für eine vernünftige Hanfpolitik mit wirksamem Jugendschutz» am 30. November

Zahlreiche Professionelle der Sozialen Arbeit haben täglich Kontakt mit Personen, die Cannabis konsumieren. Die Initiative, bei der es im Wesentlichen darum geht, den Cannabiskonsum bei Erwachsenen zu entkriminalisieren, die Kontrolle bei Minderjährigen zu verstärken und einen regulierten Markt unter bestimmten Bedingungen zu tolerieren, wurde von AvenirSocial, dem Schweizer Berufsverband der Professionellen der Sozialen Arbeit, als nicht ganz unproblematisch wahrgenommen. Eine Mitgliederumfrage ging allerdings klar Richtung Unterstützung dieser Initiative.

Zu den aufgeführten Argumenten gehörte etwa die Tatsache, dass es sich um ein heutzutage weit verbreitetes Phänomen handelt, das nach pragmatischen und differenzierten Antworten verlangt. Durch die bis heute beschlossenen und umgesetzten Massnahmen konnte das Problem nicht eingedämmt werden. Der Cannabiskonsum bei Jugendlichen gibt nach wie vor Anlass zur Besorgnis.

Unsere Gesellschaft hat sich gewandelt und Cannabis wird häufig als eine sanfte Droge angesehen, deren Gefahren eher denen des Alkoholkonsums gleichzusetzen sind als denen, die von den so genannten harten Drogen ausgehen. Deshalb gilt es, hier sorgfältig die Argumente abzuwägen. Die meisten Erwachsenen, die Cannabis konsumieren, haben keine problematische Beziehung zu diesem Produkt. Klüger, als den Cannabiskonsum bei Erwachsenen unter Strafe zu stellen, wäre es wohl, die Anstrengungen auf den Konsum bei Jugendlichen zu konzentrieren, und hier insbesondere bei Minderjährigen, für die das Verbot weiterhin gilt und gelten muss. Weitere Mittel und Bemühungen zum Schutz der Jugend sind notwendig. Eine Entkriminalisierung des Cannabiskonsums ist nicht mit einer Banalisierung des Produkts gleichzusetzen.

Letztlich würden Regulierung und Kontrolle des Marktes eine Überwachung der Produkte ermöglichen, an die bis heute nicht zu denken ist, da dieser Markt sich jeglicher Regulierung entzieht. Der THC-Gehalt könnte somit ebenfalls kontrolliert und die Verbraucher über Risiken informiert werden.


Aus diesen Gründen empfiehlt AvenirSocial seinen Mitgliedern, die Initiative «Für eine vernünftige Hanfpolitik mit wirksamem Jugendschutz» anzunehmen und am 30. November JA zu stimmen.

Kontakt und weiterführende Informationen: Olivier Grand, 079 830 54 10