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Preisverleihung 2008

Preisträgerinnen sind zwei Projekte für Sans-Papiers

Im Käfigturm übergibt Vorstandsmitglied Irene Bänziger am 28. April 2008 unseren zweiten Sozialpreis den beiden Auserkorenen: „Gesundheitsversorgung für Sans-Papiers“ und „Berner Beratungsstelle für Sans-Papiers“.

Irene Bänziger würdigt die Tätigkeit der Initiant/innen und Mitarbeitenden: „Diese Projekte haben ein neues Angebot aufgebaut für die sozialen Probleme von besonders verletzlichen Menschen. Dies entspricht unseren berufsethischen Grundsätzen. Die beiden Projekte leisten viel für Menschen in höchst prekären Lebenssituationen. Sie unterstützen Menschen in grossen existenziellen Nöten, die keinen Zugang zu öffentlichen Hilfsangeboten haben und sich sonst nirgends hinwenden können.“


v.l.n.r: Anne-Marie Saxer-Steinlin, Marianne Kilchenmann, Annagun von Reding und Hasim Sancar

Der Projektleiter der Gesundheitsversorgung für Sans-Papiers des SRK, Hasim Sancar, dankt: „Der Preis von AvenirSocial Sektion Bern bedeutet für uns eine grosse Anerkennung in einem gesellschaftlich schwierigen Umfeld.“ Es gebe viele Gründe für diese oft nicht gewünschte Lebensform. „Sans-Papiers haben kaum Zugang zu unserem Gesundheitswesen. Sie haben Angst, dass ihr Status den Behörden bekannt wird, wenn sie ins Spital oder zu einem Arzt gehen. „ergänzt die Gesundheitsfachfrau Annagun von Reding. Oft kommen die Patient/innen erst sehr spät und ein schnelles Handeln sei nötig.

Anne-Marie Saxer-Steinlin ist Vizepräsidentin des Vereins Berner Beratungsstelle für Sans-Papiers. Die im Jahr 2005 eröffnete Beratungsstelle erfüllt eine nicht mehr wegzudenkende soziale Aufgabe. Im Jahr 2007 leistete die Stellenleiterin Marianne Kilchenmann 522 Beratungen zu vielfältigsten Alltagsproblemen. Hauptmotiv der ratsuchenden Sans-Papiers ist immer die Hoffnung, doch noch zu einem geregelten Aufenthalt zu gelangen. Aber Härtefallgesuche werden heute nur noch in absoluten Extremfällen bewilligt. Mit Besorgnis verfolgt der Verein die politische Debatte zum Thema Scheinehe: sie darf nicht dazu führen, dass alle Sans-Papiers vom Grundrecht der Ehe ausgeschlossen werden.

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