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Preisverleihung 2007

Preisträgerin ist die Zeitung "Schneckenpost"

Irène Wyss übergibt am 9. Mai 2007 den Sozialpreis 2006 im InsKino in Ins.

Ein Trommelwirbel untermalt die Übergabe des Sozialpreises 2006. Der Kinosaal des liebevoll restaurierten InsKino ist voll besetzt. Die Präsidentin von AvenirSocial Sektion Bern, Irène Wyss, übergibt den Sozialpreis 2006 an Jasmin Meier vom Wohnheim Jolimont der Klinik Bethesda in Tschugg und an Adrian Holliger von der Stiftung Brüttelenbad. Die beiden Bewohner/innen sind gerührt. Stellvertretend für alle Redakteurinnen und Redakteure der "Schneckenpost" nehmen sie das Preisgeld von Fr. 500.- entgegen. Die Urkunde des Sozialpreis' 2006 wird je einer Bewohnerin, bzw. einem Bewohner der sechs Institutionen übergeben. Stolz und freudestrahlend stehen sie auf der Bühne.

Anschliessend an die Preisverleihung zeigt der Operateur H. Gfeller des Vereins InsKino den Kurzfilm "Der zermürbende Klaviertransport" mit Laurel und Hardy. Alle Anwesenden amüsieren sich sehr.

Informationen zur "Schneckenpost":

Direkter Download - Achtung Link öffnet sich in einem neuen Fenster (Schneckenpost-Info - document, 25 KB)   Schneckenpost-Info (25 KB)


Preisübergabe an Jasmin...



Stolze Preisgewinner...



Trommler Res...


Laudatio von Irène Wyss
Unsere Präsidentin würdigt die Redaktorinnen und Redaktoren der "Schneckenpost". Sie erläutert, weshalb der Berufsverband AvenirSocial Sektion Bern die "Schneckenpost" mit dem Sozialpreis 2006 auszeichnet: „Die Bewohnerinnen und Bewohner können mit der "Schneckenpost" selber eine Zeitung gestalten. Das fördert ihr Selbstbewusstsein und ihre Kreativität. SozialpädagogInnen organisieren abwechselnd die gemeinsamen Redaktionssitzungen in den sechs beteiligten Institutionen. Die Redaktionssitzungen haben sich zu geselligen Anlässen entwickelt und fördern die Kontakte über das eigene Heim hinaus. Auf eine innovative Art trägt die "Schneckenpost" viel zur Verbesserung der Lebensqualität von Menschen mit einer Behinderung bei.“


Initiant Heiri...



Laudatio von Präsidentin...



Initiant Paul...


Geschichte der 7-jährigen "Schneckenpost"
Der Sozialpädagoge Paul Caprez ist einer der Initiatoren der "Schneckenpost". Seine Idee war es, die Hauszeitung der Stiftung Dammweg so erweitern, dass daraus eine Zeitung entsteht, die von Behinderten selber geschrieben wird. Im Frühling 2000 wurde die "Schneckenpost" gegründet. Im Mai 2000 erschien die erste Nummer mit dem Thema „Sich selber vorstellen“.


Paul Caprez (2.v.l.) und...



Schneckenpost-Redaktor...



Sozialpädagogen Heiri...


Erfolg der "Schneckenpost"
Das Interesse an der Zeitung und an den geselligen Redaktionssitzungen wurde so gross, dass die Zahl der Teilnehmenden beschränkt werden musste auf 5-6 Bewohner/innen pro Heim. Der Sozialpädagoge Heiri Pfister meint dazu: „Das zeigt den eigentlichen Erfolg dieses Projekts“. Der Zeitaufwand wie auch die Kosten für die „Produktion“ einer "Schneckenpost" sind gering, die Begeisterung hingegen ist auch nach sieben Jahren noch gross. Und gelesen wird sie innerhalb und ausserhalb der Heime sehr gerne.

Wie entsteht eine "Schneckenpost"?
Der Sozialpädagoge Heiri Pfister erzählt: "In jeder Institution werden Blätter mit dem Heimlogo an die Bewohner/innen verteilt. Wer etwas schreiben oder zeichnen will, bringt sein Werk auf Papier an die nächste Redaktionssitzung. Die Bewohner/innen können frei wählen, was sie machen möchten. Die Beiträge werden in der nächsten Redaktionssitzung vorgestellt und es wird pro Institution eine Kopiervorlage gemacht. Jede Institution kopiert die Zeitung selber für den eigenen Bedarf und verteilt sie."



Kinobesitzer Fredy...





Fotos: Jutta Gubler