AvenirSocial - Professionelle Soziale Arbeit Schweiz

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Archiv 2007

Lastenausgleich in der institutionellen und individuellen Sozialhilfe - noch? - nicht abgeschafft
Dank breit abgestütztem Lobbying konnte in der Novembersession verhindert werden, dass der Lastenausgleich kurzerhand per Motion abgeschafft worden wäre. Zwei Motionen von Seiten der Grossräte Sutter (FDP) mit Siegenthaler (SVP) sowie Pauli (SVP) forderten einen radikalen Systemwechsel in der individuellen und institutionellen Sozialhilfe. Im Rahmen der FILAG-Revision (Finanz- und Lastenausgleich im Kanton Bern) muss nun geprüft werden, welche Alternativen zum Lastenausgleich bestehen könnten.
Die GEF ist mit lediglich einer Person in der Projektgruppe unter Federführung der Finanzdirektion nur marginal vertreten. Eine drohende Entsolidarisierung zwischen den Gemeinden mit entsprechenden Folgen für Heime, Kinderbetreuung und Armutsbetroffene ist noch nicht abgewendet. Sprechen Sie bitte mit den Finanzverantwortlichen in den Gemeinden und klären Sie sie über den Nutzen des Lastenausgleichs auf!

Die Motionen und die Antwort des Regierungsrats:
Direkter Download - Achtung Link öffnet sich in einem neuen Fenster (Pauli (SVP) Aufhebung Lastenausgleich in institutioneller Sozialhilfe - document, 16 KB)   Pauli (SVP) Aufhebung Lastenausgleich in institutioneller Sozialhilfe (16 KB)
Direkter Download - Achtung Link öffnet sich in einem neuen Fenster (Sutter (FDP) & Siegenthaler (SVP) Aufhebung des Lastenausgleichs in der individuellen Sozialhilfe - document, 18 KB)   Sutter (FDP) & Siegenthaler (SVP) Aufhebung des Lastenausgleichs in der individuellen Sozialhilfe (18 KB)

Stellungnahme zum neuen voja- Konzept in der offenen Kinder- und Jugendarbeit
Die Sektion Bern hat sich mit dem neu erarbeiteten Konzept befasst und auf wichtige Ergänzungen aufmerksam gemacht. Dank gebührt allen aktiven Mitgliedern, die in unserer Arbeitsgruppe zur Stellungnahme beigetragen haben. Die „vernetzte offene jugendarbeit kanton bern“ (voja) wird die Rückmeldungen der angefragten Fachpersonen auswerten und das Konzept in eine definitive Fassung bringen.

Direkter Download - Achtung Link öffnet sich in einem neuen Fenster (Stellungnahme AvenirSocial Sektion Bern 0711 - document, 58 KB)   Stellungnahme AvenirSocial Sektion Bern 0711 (58 KB)

Massnahmen gegen missbräuchlichen Bezug von Sozialhilfe
AvenirSocial Sektion Bern lehnt die Forderungen der Motion Kneubühler, Messerli und Siegenthaler ab.

Weder Sozialinspektoren, noch verdeckte Ermittler, noch Sozialdetektive werden das Vertrauen der Öffentlichkeit in die Sozialhilfe stärken, solange sowohl Armutsbetroffene wie die Sozialhilfe unsachlich und unverhältnismässig unter Generalverdacht gestellt werden.

Sorgfältige Kontrollen in der Sozialhilfe sind wichtig und jeder betrügerische Bezug von Sozialhilfe ist zu sanktionieren. Die bestehenden Controllinginstrumente sind noch zu wenig bekannt, insbesondere in der Politik. Die bestehenden Massnahmen gemäss SKOS sind sehr hilfreiche, angemessene Instrumente. Sozialdienste sollen ohne überstürzte Aktionen sachlich prüfen können, wo allenfalls Ergänzungen sinnvoll wären. Sozialdienste brauchen dazu genügend personelle Ressourcen.

Es ist äusserst realitätsfremd, zu behaupten, dass Sozialinspektor/innen das Vertrauensverhältnis zwischen Sozialarbeitenden und Klient/innen stärken und somit Sozialarbeitende entlasten könnten.

Mehr in unserer Stellungnahme:
Direkter Download - Achtung Link öffnet sich in einem neuen Fenster (Stellungname zur Motion Kneubühler et al. 0711 - document, 31 KB)   Stellungname zur Motion Kneubühler et al. 0711 (31 KB)

Die Motion und die Antwort der Regierung darauf:
Direkter Download - Achtung Link öffnet sich in einem neuen Fenster (M 173 Motion Kneubühler et al. - document, 18 KB)   M 173 Motion Kneubühler et al. (18 KB)

Gegen Sozialdetektive - für sorgfältige Kontrollen
Die Stadt Biel wird sich mit Verbesserungen im Zusammenhang mit missbräuchlichem Bezug von Sozialhilfe befassen, wie das Bieler Tagblatt am 8. Juni 2007 berichtete.
Hier ist unser Leserbrief zu diesem Thema.

Inakzeptable neue Studiengebühren Sozialpädagogik HF
Der zweite Vorschlag der Erziehungsdirektion ist noch viel zu hoch. Die Erziehungsdirektion des Kantons Bern hat die Semestergebühren für Sozialpädagogik an der BFF Bern gegenüber dem ersten Vorschlag zwar leicht reduziert. Trotzdem sind sie noch viel zu hoch. AvenirSocial Sektion Bern beantragt eine Gleichstellung mit dem Fachbereich Gesundheit, für welchen moderate Semestergebühren vorgesehen sind.

Unsere Stellungnahme:
Direkter Download - Achtung Link öffnet sich in einem neuen Fenster (Stellungnahme zu Studiengebühren BFF 0709 - document, 30 KB)   Stellungnahme zu Studiengebühren BFF 0709 (30 KB)

David Dimitris Balanceakt am Welttag der Armut über dem Bundesplatz

David Dimitris Balanceakt über dem Bundesplatz
17. Oktober 2007:
Solidaritätskundgebung zum Welttag zur Überwindung von Armut und Ausgrenzung
Zum 20. Welttag gegen Armut organisierte ATD Vierte Welt eine interaktive Ausstellung auf dem Bundesplatz und eine Solidaritätskundgebung. Viel Beachtung und Bewunderung fand der Seiltänzer David Dimitri, der trotz widrigen Winden in 17m Höhe über den ganzen Bundesplatz balancierte. In der Mitte legte er auf einem Bein stehend eine Gedenkminute für die Opfer von Armut und Ausgrenzung ein.

AvenirSocial unterstützt die Solidaritätserklärung. Die Unterschriften der Solidaritätserklärung wurden am 17. Oktober 2007 der UNO übergeben.

Dieses Dossier überreichten Armutsbetroffene der Bundespräsidentin Micheline Calmy-Rey, die eine Delegation zum Gespräch empfing:

Direkter Download - Achtung Link öffnet sich in einem neuen Fenster (Dossier zum 20. Welttag der Armut 2007 - document, 0.97 MB)   Dossier zum 20. Welttag der Armut 2007 (0.97 MB)

Mitteilung von Riggisberg schockiert
Riggisberg teilte mit, dass ein Verdacht auf Veruntreuung von Geldern durch einen Sozialarbeiter besteht. Diese Mitteilung hat unseren Berufsverband schockiert. Sollte sich dieser Verdacht bestätigen, bedeutet dies einen massiven Verstoss gegen unseren Berufskodex. AvenirSocial Sektion Bern verurteilt solcher Art Fehlverhalten scharf.

Unser Berufskodex hält die ethischen Grundsätze der Professionellen Sozialer Arbeit fest. Er ist für Mitglieder von AvenirSocial verbindlich. Im Artikel 4 zum „Verhalten im Allgemeinen“ hält der Berufskodex insbesondere fest:
Abs. 4: “Sie missbrauchen ihre berufliche Position nicht, um persönliche Vorteile zu erlangen.“

Eine Veruntreuung von Geldern ist ein Fehlverhalten, das wir scharf verurteilen. Eine Veruntreuung schadet den Betroffenen, sie schadet dem Sozialdienst und der Gemeinde und sie schadet dem Ruf aller Sozialarbeitenden, die ihre Aufgaben gewissenhaft und korrekt erfüllen.

Erfahrungen mit den neuen SKOS-Richtlinien
Im Auftrag des Kantons Bern wurden im ersten Halbjahr 2006 in 20 Sozialdiensten 3110 Dossiers untersucht. Die Autoren stellten fest, dass die neuen Richtlinien ingesamt keine höheren Unterstützungsleistungen zur Folge hatten und dass deutliche Unterschiede vorhanden waren bei der Anwendung der neuen anreizorientierten Instrumente (Integrationszulagen und Einkommensfreibeträge). Unser Berufsverband erachtet Unterschreitungen der anreizorientierten Zulagen als problematisch.

Die per Februar 2007 präzisierte Sozialhilfeverordnung begrüssten wir sehr. Enttäuscht sind wir von der Haltung der GEF, keine weiteren Massnahmen vorzusehen, um die Einhaltung der Verordnung zu überprüfen und wo nötig durchzusetzen. Der Verweis auf den Beschwerdeweg im Einzelfall ist unbefriedigend. Unser Berufsverband warnte schon 2005 vor starken Ungleichbehandlungen je nach Gemeinden und engagierte sich für verbindliche Präzisierungen.

Direkter Download - Achtung Link öffnet sich in einem neuen Fenster (Evaluation neue SKOS-RL Zusammenfassung 0704 - document, 32 KB)   Evaluation neue SKOS-RL Zusammenfassung 0704 (32 KB)
Zur ganzen Studie von Walter Rehberg (BFH und FHSG), (ganz herunterscrollen).

Zu den Erfahrungen mit den Richtlinien in 6 anderen Kantonen (unter Sozialpolitik).

Stellungnahme zur Einführungsverordnung NFA SEI
Der Kanton Bern muss eine Übergangsregelung schaffen für die Finanzierung der Sonderschulen sowie der Wohnheime und Werkstätten für behinderte Erwachsene. Der Bund, bzw. die IV zahlt ab 2008 aufgrund der NFA nicht mehr, die Kantone müssen übernehmen.
Bis der Kanton Bern ein eigenes Gesetz erarbeitet hat, übernimmt er die früheren Kriterien der IV. Dies ist vom Bund so vorgeschrieben.
Die Einführungsverordnung schafft die nötigen formellen Grundlagen, damit der Kanton Bern handeln kann.

Uns fehlt bei der Definition der Zulassungskriterien eine Bestimmung zur fachlichen Qualifikation des Personals. Unsere Stellungnahme:

Direkter Download - Achtung Link öffnet sich in einem neuen Fenster (Stellungnahme zur Einführungsverordnung NFA SEI 0707 - document, 28 KB)   Stellungnahme zur Einführungsverordnung NFA SEI 0707 (28 KB)

Stellungnahme zum neuen kantonalen Konzept für Schulsozialarbeit
Die Erziehungsdirektion möchte die Gemeinden bei der Einführung von Schulsozialarbeit unterstützen. Sie möchte den Gemeinden konzeptionelle Grundlagen zur Verfügung stellen. Das sorgfältig erarbeitete Papier enthält viele wichtige Grundsätze und Überlegungen. Einige wichtige Ergänzungen und Anpassungen sind aus unserer Sicht jedoch noch nötig.

Wir danken allen Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeitern, die mit ihren wichtigen Rückmeldungen viel zu unserer Stellungnahme beigetragen haben. Danke, dass ihr euch dafür Zeit genommen habt!

Ein grosses Anliegen ist uns, dass der Kanton so bald als möglich gesetzliche Grundlagen schafft, um die Schulsozialarbeit zu fördern und auch finanziell zu unterstützen.

Direkter Download - Achtung Link öffnet sich in einem neuen Fenster (StellungnahmeNeuesKonzeptSchulsozialarbeit0707 - document, 57 KB)   StellungnahmeNeuesKonzeptSchulsozialarbeit0707 (57 KB)

Schulausschluss: Problematik und Handlungsbedarf
Seit 2002 erlaubt das Volksschulgesetz des Kantons Bern, Schülerinnen und Schüler, die den Schulbetrieb erheblich beeinträchtigen, bis zu zwölf Wochen vom Unterricht auszuschliessen.
Das neue Sanktionsinstrument ist in mehrerer Hinsicht grundsätzlich problematisch. Das zeigen Evaluationen und Praxiserfahrungen. Es gibt grossen Handlungsbedarf, frühzeitige Interventionen sind wichtig.

Unsere Anregungen und Vorschläge:
Direkter Download - Achtung Link öffnet sich in einem neuen Fenster (Handlungsbedarf im Zusammenhang mit Schulausschluss0703 - document, 39 KB)   Handlungsbedarf im Zusammenhang mit Schulausschluss0703 (39 KB)

Der Evaluationsbericht der Universität Bern zum Thema Schulausschluss:
Direkter Download - Achtung Link öffnet sich in einem neuen Fenster (Retrospektive Evaluation der Massnahme Unterrichtsausschluss - document, 0.56 MB)   Retrospektive Evaluation der Massnahme Unterrichtsausschluss (0.56 MB)

Die Erziehungsdirektion wird drei parlamentarische Vorstösse beantworten, voraussichtlich bis zur September-Session des Grossen Rates. Diese Vorstösse thematisieren insbesondere die ungenügende Betreuung und fehlende Wiedereingliederung im Fall eines Schulausschlusses.

Höhere Studiengebühren an der BFF nicht akzeptabel
Die Erziehungsdirektion hat die Gebührenordnung nochmals überarbeitet. Aber auch der zweite Vorschlag für ein neues Gebührenmodell für die höheren Fachschulen ist für den Bereich Sozialpädagogik nicht akzeptabel.

Unsere zweite Stellungnahme:
Direkter Download - Achtung Link öffnet sich in einem neuen Fenster (GebührenBFFStellungnahme0703 - document, 31 KB)   GebührenBFFStellungnahme0703 (31 KB)

März 07: Repliken auf die Weltwoche-Artikel betreffend Sozialhilfe in der Stadt Zürich
Andrea Lüthi und Martin Röthlisberger haben mit ihren Leserbriefen pointiert Stellung bezogen. Ihre ausführliche Replik wird im SozialAktuell April 07 publiziert.

Die tendenziösen Artikel der Weltwoche vom 15.2.07 und 1.3.07 lassen die Emotionen hoch gehen. Eine sachliche öffentliche Diskussion setzt eine differenzierte und sachliche Berichterstattung voraus.
Doch mit differenzierter Berichterstattung lässt sich nicht populistisch politisieren. Und die Auflagen von Boulevardmedien lassen sich mit sachlicher Diskussion schlecht steigern.

Soziale Arbeit und Planung der Gesundheitsversorgung
In der Spitalversorgungsplanung geht es - eher implizit und indirekt - auch um die zukünftigen Aufgaben der Sozialen Arbeit in Spitälern und Psychiatrie. Unsere Verbesserungsvorschläge haben wir in die Konsultation eingebracht:

Direkter Download - Achtung Link öffnet sich in einem neuen Fenster (StellungnahmeSpitalversorgungsplanungGEF0702 - document, 37 KB)   StellungnahmeSpitalversorgungsplanungGEF0702 (37 KB)

Therapiezentrum Wimmis: wichtige Untersuchung
Professionelle und qualitativ hochstehende Soziale Arbeit ist uns ein ganz wichtiges Anliegen. Dazu gehört auch eine sorgfältig wahrgenommene Aufsichtspflicht. Unser Berufsverband unterstützt deshalb die Untersuchung, welche der Kanton Bern betreffend dem Therapiezentrum Wimmis in Auftrag gegeben hat.

Unser Schreiben an Herrn Regierungsrat Perrenoud hierzu:
Direkter Download - Achtung Link öffnet sich in einem neuen Fenster (UntersuchungTZWimmisBriefGEF0701 - document, 29 KB)   UntersuchungTZWimmisBriefGEF0701 (29 KB)

Unsere früheren Engagements
  • Stellungnahme zur präzisierten Sozialhilfeverordnung
  • Ja zu gerechteren Kinderzulagen
  • Nein zu Asyl- und Ausländergesetz
  • Kantonale Tagesschulinitiative: Unterschriftensammlung
  • Detektive in der Sozialhilfe nicht vertretbar
  • Stellungnahme zur Umsetzung der NFA im Kanton Bern
  • Das soziale Existenzminimum braucht unsere Unterstützung
  • Stellungnahme gegen höhere Studiengebühren an der BFF