AvenirSocial - Professionelle Soziale Arbeit Schweiz

Die drei fusionierten Berufsverbände

SBS/ASPAS - Der Schweizerische Berufsverband Soziale Arbeit
Die Ursprünge des SBS/ASPAS gehen zurück auf das Jahr 1921. Damals entstand die Vereinigung der Fürsorgerinnen, welche die Ausbildung an der Frauenschule in Zürich absolviert hatten. Im Jahre 1926 schlossen sich auch in Bern die Fürsorgerinnen zu einem Verband zusammen. 1933 formierten sich die verschiedenen Vereinigungen zu einer gesamtschweizerischen Organisation. Der Grundstein für die aktuellen Strukturen des Verbandes wurde schliesslich im Jahre 1969 gelegt.

Der SBS/ASPAS zählte im Jahr 2004 2'500 Mitglieder. Ein Zehntel von ihnen stammte aus der Romandie. Alle Mitglieder waren gleichzeitig Mitglied im gesamtschweizerischen Verband und in einer der 16 Sektionen. Diese setzten sich auf regionaler Ebene mit aktuellen Berufsfragen auseinander und fungierten als Ansprechpartner für Behörden, andere Verbände und Mitglieder.

Die Haupttätigkeit von SBS/ASPAS lag in der Vertretung seiner Mitglieder und der Anliegen und Interessen der Berufe der Sozialen Arbeit sowie der Personen, welche deren Dienstleistungen nutzen. Der SBS/ASPAS verstand sich als Kompetenzzentrum und beteiligte sich mit zahlreichen Stellungnahmen an öffentlichen Diskussionen zu berufs-, sozial- und bildungspolitischen Fragen.
SBVS - Der Schweizerische Berufsverband der SozialpädagogInnen
Bereits in den 80er-Jahren entstanden diverse regionale Vereinigungen von HeimerzieherInnen und SozialpädagogInnen. Anfangs der 90er-Jahre schlossen sich diese Vereinigungen zu einer Arbeitsgemeinschaft (SASP) zusammen, um die Vorbereitungen eines Berufsverbandes an die Hand zu nehmen. Im September 1994 wurde durch die SASP mit ca. 300 Gründungsmitgliedern der Schweizerische Berufsverband der SozialpädagogInnen SBVS gegründet. Ende 2004 zählte der Verband rund 570 Mitglieder.

Der Berufsverband SBVS wollte die Berufsidentität stärken und in der Öffentlichkeit auf sozialpädagogisch relevante Entwicklungen Einfluss nehmen. Er mischte sich ein, nahm fachlich Stellung, verfolgte seine Ziele partnerschaftlich und suchte sachbezogen nach Lösungen. Der SBVS war politisch unabhängig und neutral.

Der SBVS setzte sich in sozialpädagogischen Bereichen ein für qualifizierte Aus- und Weiterbildungen, für die Anerkennung des Berufes, die Zusammenarbeit mit allen im Sozialbereich tätigen Einzelpersonen, Ausbildungsstätten, Verbänden und Behörden, für das moderne, ressourcenorientierte Sozialwesen und den ethisch-humanen Umgang mit Menschen mit Behinderungen und Benachteiligungen.
FERTES - Die Fédération romande des travailleurs et travailleuses de l’éducation sociale
Die Geschichte der „Fédération romande des travailleurs et travailleuses de l’éducation sociale“ (FERTES) steht in Zusammenhang mit der professionellen Entwicklung der Sozialpädagogik. 1951 wurde die „Association internationale des éducateurs de jeunes inadaptés“ (AIEJI) gegründet. 6 Jahre später entstand in der Romandie ein erster Verband unter dem Namen „Association romande des éducateurs de jeunes inadaptés“ (AREJI). Dieser Verband mit kantonalen Sektionen wurde 1970 zur „Association de travailleurs de l’éducation spécialisée (ARTES).

1977 wurden in den Kantonen Freiburg, Neuenburg, Waadt und Wallis kantonale Vereine gegründet. Die ARTES löste sich auf und es entstand die FERTES. In ihr haben sich die autonomen kantonalen Verbände der SozialpädagogInnen und KleinkinderzieherInnen in der Romandie zusammengeschlossen. FERTES zählte 2004 560 Mitglieder.

Eine der Kommissionen der FERTES war die „Commission romande des praticiens formateurs“ COPRAFOR, die 1997 mit dem Ziel, die Anerkennung der Berufspraktischen Ausbildung zu fördern, gegründet wurde. Sie war die bekannteste Kommission der FERTES in der Romandie. In diesem Gremium wurden zahlreiche Stellungnahmen in Zusammenhang mit der Ausbildung in Sozialpädagogik und Kleinkindererziehung verfasst.